Angesagt – Lena Kleine Bornhorst

Bild von und mit Lena Kleine Bornhorst und Jan Gadermann.

Sehr geehrte Frau Lena Kleine Bornhorst,
Sie sind Autorin und Sie haben das Kinderbuch Mats & Frida geschrieben, welches im Oetinger Verlag erschienen ist. Die Illustrationen stammen von Jan Gadermann.

Die Redaktion: Wer sind eigentlich Mats und Frida? Um was geht es in den beiden Geschichten?

Lena Kleine Bornhorst: Mats ist ein kleiner Fuchs und Frida ein kleines Schaf – das fast immer ihre gelben Gummistiefel trägt! Sie sind zwei Jahre alt und wohnen mit ihren Familien in zwei benachbarten Häusern: Mats in einem Steinhaus mit rotgemusterten Gardinen und Frida in einem hellblauen Holzhaus.

Die Geschichten haben wir uns für Kinder ausgedacht, die ungefähr so alt wie Mats und Frida sind. Daher sind sie relativ kurz und so aus dem Alltag gegriffen, dass auch schon ganz kleine Kinder die Texte verstehen können.

In „Gute Nacht, Kuschelhase!“ kann Mats seinen kleinen Kuschelhasen nicht finden, als er ins Bett gehen möchte.

Und ohne den kann er natürlich nicht einschlafen! Und in „Alles wieder gut!“ hat Frida einen kleinen Unfall mit ihrem Laufrad. Nachdem Mama ein Pflaster auf den kleinen Kratzer geklebt hat und Mats dann sogar auch ein Pflaster haben darf, ist am Ende natürlich alles wieder gut.

Die Redaktion: Die Illustrationen Ihres Kollegen Jan Gadermann wurden ja sehr aufwendig produziert. Waren Sie bei all den Bastelstunden von Jan Gadermann dabei?

Bild Oetinger
Bild Oetinger

Lena Kleine Bornhorst: Wir haben die beiden Figuren zusammen entwickelt und auch gemeinsam überlegt, wie die Welt von Mats und Frida aussehen soll. Der komplizierte Bau der Figuren – unter dem Filz verbergen sich aufwendige bewegliche Skelette – und die Umsetzung der Welt mit den vielen kleinen Details hat Jan Gadermann alleine in Potsdam umgesetzt.

Am Wochenende bin ich jedoch oft dazu gekommen und konnte ihn beim Basteln etwas unterstützen. Und da war dann auch Zeit, sich gemeinsam für Wandfarben zu entscheiden oder passende Stoffe z.B. für Fridas Bettwäsche auszusuchen.

Die Redaktion: Wie wird man als Erziehungswissenschaftlerin und Buchwissenschaftlerin Autorin?

Lena Kleine Bornhorst: Ich bin keine Autorin im klassischen Sinne. Eigentlich arbeite ich als Lektorin im Pappbilderbuch- und Bilderbuchlektorat und betreue daher normalerweise Illustratoren und Autoren. Manchmal macht es mir aber auch großen Spaß, eigene Pappbilderbuchtexte zu entwickeln.

Mats & Frida war von Anfang an ein gemeinsames Projekt von Jan Gadermann und mir, da war es klar, dass ich hier auch die Texte übernehme.

Die Redaktion: Wie sieht eigentlich der Alltag eines Autors aus? Setzen Sie sich immer ein Limit, wie viele Seiten Sie am Tag schreiben müssen?

Lena Kleine Bornhorst: Da ich hauptberuflich als Lektorin im Verlag arbeite und nur nebenbei Texte entwickle, kann ich gar nichts über den Alltag eines Autors sagen. Die Texte für Mats & Frida sind vor allem abends oder am Wochenende entstanden, da mir im Verlag dafür die Ruhe fehlt.

Bild Oetinger
Bild Oetinger

Die Redaktion: Mats und Frida sind zwei gelungene Figuren, die die Kinder ins Herz schließen werden. Können Sie sich als Autorin vorstellen, ein Kinderspiel dazu zu entwickeln?

Lena Kleine Bornhorst: Das freut uns sehr, dass Ihnen Mats und Frida gefallen und wir hoffen natürlich, dass sie auch bei den Kindern gut ankommen! Bislang habe ich noch nicht darüber nachgedacht, ein Mats & Frida Kinderspiel zu entwickeln.

Das klingt auf jeden Fall spannend! Spieleautoren arbeiten ja ganz anders als Buchautoren. Es wäre bestimmt toll, sich damit mal auseinanderzusetzen.

Die Redaktion:  Was würden Sie jungen Menschen empfehlen, wenn diese gern wie Sie Autor werden wollen? Und vor allem wie sollen diese in der Branche Fuß fassen?

Lena Kleine Bornhorst: Das ist schwierig zu sagen, da ich hauptberuflich nicht als Autorin arbeite.

Die Redaktion: Haben Sie als Kind mit Ihren Eltern gespielt? Und was war da Ihr schönster Moment beim Spielen?

Lena Kleine Bornhorst: Im Wohnzimmer meiner Eltern gab es eine große Schublade, in der mein Vater eine riesige Spielesammlung aufbewahrte. Meine Geschwister und ich fanden es immer toll, dort ein neues Spiel auszusuchen und zusammen zu spielen.

Die Redaktion: Was wird bei Ihnen zu Hause gespielt?

Lena Kleine Bornhorst: Story Cubes finde ich total klasse! Allerdings muss ich zugeben, dass ich schon längere Zeit nicht mehr gespielt habe. Durch die momentane Arbeit an den nächsten zwei Mats & Frida-Büchern ist bei mir gerade viel los. In großer Runde macht mir auch immer wieder Black Stories sehr viel Spaß.

Die Redaktion: Würden Sie gern einmal ein Spiel entwickeln und wenn ja, was für eins?

Lena Kleine Bornhorst: Darüber habe ich bislang noch nie nachgedacht. Obwohl das echt interessant wäre. Wenn ich mal wieder ein bisschen mehr Zeit habe, werde ich mich damit mal beschäftigen.

Die Redaktion: Was planen Sie für die Zukunft?

Lena Kleine Bornhorst: Erstmal auf jeden Fall die nächsten zwei Mats & Frida Bücher fertigstellen!

Infobox

Verlag
Buch  Alles wieder gut
Buch Gute Nacht ….

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 5012 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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