Stadt der Spione

Bild Heidelberger Spielverlag

Willkommen in Estoril … wo hinter jeder Ecke Gefahren lauern und weder die traumhaften Strände noch die luxuriösen Hotels sicher sind.

Und Sie haben sich hierher gewagt, weil Sie die besten Spione der Welt für sich arbeiten lassen wollen. Wenn sie nicht hier sind, wo sollen sie sonst sein?

Allerdings dürfen Sie dann Fehler wie zuletzt im Kasino nicht mehr machen. Im allerletzten Moment haben Ihre Gegner Ihre eigenen Spione ausgeschaltet und die neue Agentin für sich beansprucht. Vielleicht bietet sich aber schon bald die nächste Gelegenheit…

Eigentlich ist es doch gar nicht so schwer, ein Spionagenetzwerk aufzubauen. Vor allem nicht hier in der Stadt der Spione, wo sich zwielichtige Gestalten aus aller Welt versteckt halten. Doch auf ihre Loyalität sollte man sich keineswegs verlassen. Denn in den Verstrickungen des Zweiten Weltkriegs versucht wirklich jeder, die besten Spione für sich zu gewinnen und den eigenen Einfluss zu stärken.

Man kennt den Spruch, Herr Agent, es brennt oder ein Schnitzel für den Spitzel. Ganz so ist es nicht, denn in dem Spiel haben Sie vier Runden Zeit, Ihr Spionagenetz aufzubauen. Zwar ist die Spielzeit mit 60 Minuten angegeben, aber wie es halt so ist, geht es am Anfang etwas länger. Aber darauf lässt man sich ein, schließlich will man die Vorherrschaft in Estoril erringen.

Die im Spiel verwendeten Sehenswürdigkeiten gab es wirklich und waren in der Zeit des Zweiten Weltkriegs Schauplätze der Agenten. Für eine Spielrunde werden sechs Orte benötigt, acht gibt es im Spiel. Sie werden ausgelegt. Dazu werden auch noch vier Missionstafeln daneben gelegt. Sie liegen nicht nur so da, nein, sie bringen dann auch noch Punkte.

Das Besondere an den Orten im Spiel ist, dass jeder seine Vor- und auch Nachteile hat. Ein Ort ist mit einem Spion aus dem Stapel besetzt. Die anderen drei Felder können durch den Spieler mit seinen Spionen belegt werden. Jeder Spion hat Stärken aber auch Schwächen und dies muss man abwägen, wenn man seinen Spion ausspielt.

Man beginnt dabei erst im äußeren Bereich und erst dann kann man den inneren Bereich besetzen. Ziel ist es, Spione mit höheren Werten zu erlangen. Bessere Fähigkeiten sind zum Beispiel ein Attentäter.

Aber Vorsicht, man darf nie gierig sein, denn zum Ende der Runde darf man nur sechs Spione besitzen. Spione bekommt man nur dann, wenn man im Gebäude die meisten Punkte hat.

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Fazit

Was in diesem Spiel besonders auffällt, das sind die Grafiken. Liebevoll gezeichnete Karten, die aber auch eine Prise Humor besitzen, zeichnen dieses Spiel aus.

Das Spiel ist etwas für Taktiker, deshalb ist das Alter mit zehn Jahren zu jung gewählt, 13 oder 14 Jahre wären besser gewesen. Ansonsten spielt es sich erstaunlich flott und macht dazu auch noch Spaß.

  • Autoren: Gil d’Orey, Antonio Sousa Lara
  • Verlag: Heidelberger Spieleverlag
  • Anzahl Spieler: 2-4
  • Altersgruppe: ab 10 Jahre
  • Spieldauer: 1 Stunde

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 3675 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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