Gads Hill 1874

Bild Clicker Spiele

Der wilde, wilde Westen, wo fing der noch einmal an. Eigentlich müsste man jetzt eine Mundharmonika hören und nur Wüste sehen, so wie bei Spiel mir das Lied vom Tod.

Gads Hill gibt es schon lange nicht mehr. Das Einzige, was noch an die ehemalige Stadt erinnert, ist ein Schild, denn in Gads Hill fand der erste Überfall auf einen Zug statt.

Und nun versuchen die Spieler anhand eines alten Planes und vielen Hinweisen, die Stadt wenigstens auf Papier neu entstehen zu lassen.

So zeigt der Spielplan nur die Straßen und leere Rechtecke, wo mal ein Gebäude stand. Die einzigen Vorgaben sind die Eisenbahnlinie, der Friedhof, der Bahnhof und die Viehweide.

Aber bevor es losgeht, sollten die Gebäudeplättchen und Gebäudekarten sortiert werden. Am besten legt man die Plättchen auf das passende Gebäude.

Die Gebäudemarker sind auch gleichzeitig Siegpunkte. Wichtig sind die Spielkarten, die man nach den drei Kategorien sortiert vor dem Spielplan auslegt.

Dies sind Gebäudekarten, Bezirkskarten und Bedingungskarten. Mit den Karten bekommen die Spieler nach und nach Hinweise, wo einmal ein Gebäude gestanden haben muss, welches man dann im Ausschlussverfahren im Laufe des Spiels eingrenzt.

Das Ziel besteht natürlich darin, dass man die Gebäude den richtigen Standorten zuweist. Dazu muss man geschickt immer die richtige Karte ausspielen bzw. kombinieren. Es zählt das Ausschlussprinzip.

Dabei wird als erstes die Gebäudekarte ausgespielt. In aller Regel gibt die Karte vier Standorte vor, wo wir die Marker des betroffenen Typs ablegen.

Den fünften Marker behält der Spieler als Siegpunkt, mit dessen Hilfe kann man weitere Gebäude kaufen. Das Besondere dabei ist, dass man bis zu drei verschiedene Marker auf einen möglichen Standort ablegt.

Mit Bezirks- und Bedingungskarten kann man den Bereich eines Gebäudes eingrenzen, welches sich aber immer wieder von Spiel zu Spiel ändert.

Kann man dann ein Gebäude errichten, gibt es Siegpunkte, die mittels der Eisenbahn auf dem Spielfeld gesetzt werden, denn wenn sie oben ankommt, ist das Spiel zu Ende. Selber hat man die Siegpunkte vor sich liegen. Diese erhält man nach dem Errichten des Gebäudes.

Dies hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Man muss sich aber wie gesagt reinfuchsen, denn das Spielprinzip ist vielen nicht geläufig. Es ist eben ein Logikspiel und da muss man das Prinzip verstehen und wer es hat, hat richtig viel Spaß daran. Man muss sich darauf einlassen.

Vielleicht könnte Herr Riedel hierzu ein kleines Video machen, um sein Spielprinzip vorzustellen.

Fazit

Wer das Spielprinzip verinnerlicht hat, findet hier ein Spiel, was Spaß macht und gleichzeitig den Spieler auch herausfordert.

Dazu benötigt man mit Muss zwei Spielrunden.

Ansonsten besticht das Spiel durch ein ausgeklügelten System und einer gelungenen Grafik.

  • Autor: Stephan Riedel
  • Grafik: Christian Opperer
  • Verlag: Clicker Spiele
  • Anzahl Spieler: 2-4
  • Altersgruppe: ab 10 Jahre
  • Spieldauer: ¾ bis 1 Stunde
  • http://gads-hill.clicker-spiele.de/

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 3527 Artikel

Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken.

Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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