Magister Navis

Bild Lookout Games

Anfang des 18. Jahrhunderts beginnt der Wettlauf mit den Entdeckungen und der Besiedlung neuer Kontinente.

Aber auch die eigene Industrie und die Handelsstrukturen müssen wachsen.

Insgesamt hat man aber nicht viel Zeit, denn die Spieler haben nur sieben Runden Zeit, bis der Sieger feststeht.

Was erst einmal auffällt, ist die interessant gestaltete Spielschachtel, die wie ein Tornister aussieht. Das zahlreiche Spielmaterial rundet das Ganze ab und keine Angst, die Spielanleitung ist zwar sehr umfangreich, aber dazu wurden die einzelnen Schritte grafisch und übersichtlich dargestellt.

Macht, Einfluss und Ruhm warten auf den cleveren Spieler, der sein Reich nach und nach geschickt ausdehnt. Ohne Kultur gibt es kein Bevölkerungswachstum und wenn die Industrialisierung nicht voranschreitet, können auch die entsprechenden Gebäude nicht errichtet werden.

Auf dem Spielplan wurden die verschiedenen Regionen der Welt dargestellt. Das Rennen um deren Herrschaft beginnt in Europa.

Jeder Spieler erhält ein Tableau, auf dem die Fortschritte der Entwicklung dargestellt werden. Das Spielmaterial wird entsprechend der gut beschriebenen Spielanleitung verteilt.

Das Spiel besteht aus sieben Runden, welche sich jeweils in vier Phasen aufteilen:

  • Bauphase
  • Wachstumsphase
  • Lohnphase
  • Aktionsphase
  • Bauphase

Um ein Gebäude errichten zu können, benötigt man die entsprechenden Steine. Je mehr Steine für ein Gebäude benötigt werden, umso wertvoller und einflussreicher kann man mit Hilfe des Gebäudes werden.

Man kann nur das Gebäude errichten, von dem man auch das Material besitzt, welches auf der Statusleiste abgelesen werden kann. Sobald der Spieler ein Gebäude errichtet hat, muss er, wenn es das Gebäude ausweist, den Status verändern. So erhält man zum Beispiel bei einer Bank zwei Goldstücke.

In der Wachstumsphase

Entsprechend der Statusanzeige unter Kultur ist ersichtlich, wie viele Arbeiter in den Hafen gelegt werden können. Diese Arbeiter können dann u. a. in der Aktionsphase eingesetzt werden.

Lohnphase

Während dieser Phase führt jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Zahlungen durch. Diese hängt davon ab, wie viele Arbeiter aus der letzten Aktionsphase auf den Gebäuden liegen.

Hat man mehr Bevölkerungssteine auf Gebäuden liegen, als man Zahlungsmittel besitzt, bleibt die fehlende Anzahl auf den Gebäuden. Sonst werden die Arbeiter nach der Bezahlung in den Hafen gelegt werden. Ohne das sprichwörtliche Freiräumen ist das Gebäude für die nächste Aktionsphase blockiert.

Die Aktionsphase

Diese wird reihum durchgeführt, bis jeder Spieler passt. So können hier Gebäude aktiviert, Karten gezogen oder die weite Welt entdeckt werden. So erhält der Spieler Handelsmarken und kann Gouverneur einer Region werden. Aber Vorsicht, der Gegenspieler kann durch einen Angriff einen anderen Spieler aus einer Stadt vertreiben.

Wer zum Schluss die meisten Ruhmespunkte besitzt, hat das Spiel gewonnen.

Fazit

Magister Navis besticht durch seine Spieltiefe und die zahlreichen Möglichkeiten, um den Sieg zu erringen.

Erstaunlicherweise hat man das komplexe Spielprinzip relativ schnell verstanden und wundert sich dann nur, dass die Spielrunde schon zu Ende ist.

Somit brauchen auch Gelegenheitsspieler keine Scheu vor diesem Spiel haben, denn mit der Spielanleitung wurden alle Spielzüge verständlich erklärt.

  • Autoren: Carl de Visser, Jarratt Gray
  • Grafik: Josh Cappel
  • Verlag: Lookout Games
  • Anzahl Spieler: 3-5
  • Altersgruppe: ab 12 Jahre
  • Spieldauer: 1½ Stunden

 

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HIGHLIGHTS

Wilfried Just
Über Wilfried Just 3221 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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