Archipelago

Bild Asmodee

Nicht wundern, dass Gewicht des Spieles ist nicht ohne, aber all das zahlreiche Material, welches sich im Karton befindet, wird auch während des Spiels benötigt.

Das Spiel versetzt Sie in die Zeit der großen Entdeckungen, als man sich mit Schiffen aufgemacht hat, Neues zu entdecken. Als Europäer macht man sich auf, die unbekannte Welt zu erkunden und dann auch zu bewirtschaften.

Aber Vorsicht, denn man muss die Belange des Volkes berücksichtigen, sonst führt dieses zur Rebellion. Das ausgewogene Verhältnis einzuhalten, ist das Ziel des Spiels. Oder maximalen Profit und ab und zu mal eine Rebellion in Kauf nehmen, vieles ist möglich.

Das Problem, man muss es gemeinsam wollen. In Archipelago geht es nicht nur um Entdeckungen, sondern auch um Entwicklung, Verhandlung und Diplomatie. Dabei ist jedes Spiel anders, nicht nur, weil das Spielfeld immer wieder anders ist, nein, weil man auch die Spielzeit entsprechend begrenzen kann und hier somit die Spielziele anders sind.

Man sollte dabei erst die kürzere Zeit wählen, um mit den Mechanismen des Spiels vertraut zu werden, denn  Archipelago ist ein komplexes Spiel und so hat es auch die Spielanleitung in sich. Trotzdem ist diese sehr verständlich geschrieben und wurde zum besseren Verständnis auch noch grafisch unterlegt.

Das Spiel
Erst einmal benötigen Sie viel Platz auf dem Spieltisch, denn das Spielfeld wird immer erweitert. Alles beginnt mit der Startlandschaft, einem Wasserfeld, auf welchem die Schiffe starten. Auf jedem Feld ist auch ersichtlich, welche Ressourcen dieses bringt. Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler sein Spielmaterial, Menschen, Spielsteine, Sichtschirm und Geld.

Auf der einen Seite liegt die Leiste, welche die Reihenfolge angibt, wann welcher Spieler dran kommt und auf der anderen Seite der Leiste liegen die Fortschrittskarten. Und auf der gegenüberliegenden Seite wird der Markt (mit internen und Exportmarkt) aufgebaut, inkl. der Anzeige der Bevölkerung. Hier geht es um Rebellen, Arbeitslose u.v.m.

In der Mitte liegt das Aktionsrad. Über die Aktionsmarker, die jeder Spieler besitzt, kann man sich für bestimmte Aktionen entscheiden. Dies kann die Waren betreffen, die man über die Ressourcen bekommen hat oder gar das Entdecken neuer Welten, zu welchen man dann auch wieder Bevölkerung benötigt.

Dann erhält jeder Spieler die Siegpunktkarte, welche angibt, welche Ziele erfüllt werden müssen, um zu gewinnen. Dann wird noch die offene Trendkarte ausgelegt, welche zum Beispiel angibt, wie viel Holz man zum Beispiel besitzen sollte. Dann geht es los. So werden die Landschaftsfelder an das Startfeld angelegt, die aber landschaftlich passen müssen. Auf den Landschaftsfeldern sind die Ressourcen abgebildet, die dann wiederum den Markt beeinflussen. Dann muss man schauen, wie viele Häuser auf den Plättchen abgebildet wurden, denn hieraus ergibt sich u.a., wie viele Arbeitslose es gibt. Diese Häuser sind relativ klein abgebildet und schwer erkennbar.

Um die Spielreihenfolge zu bestimmen, wird geboten, was das Zeug hält. Hier kann man die Mitspieler bestechen, versprechen oder sonst was, denn derjenige, der das höchste Gebot abgegeben hat, bestimmt für alle die Spielerreihenfolge für diese Runde.

Fazit

Dann gibt es Krisen, die bewältigt werden müssen und vieles mehr, denn dies ist eines der komplexesten Spiele, die im letztem Jahr (2012) erschienen sind. Denn es gibt Aktionen, es gibt Entdeckungen und man muss aber dabei immer das Gesamte im Auge haben, denn dies ist ein semi-kooperatives Spiel.

Und man muss sich behutsam an das Spiel herantasten, um all die Spielmechanismen zu verstehen. Gelegenheitsspieler werden mit diesem Spiel überfordert.

Spielprofis und Leute, die sich Zeit nehmen, dieses Spiel zu entdecken, werden mit einem genialen Spiel belohnt, welches trotz der vielen Möglichkeiten ausgewogen ist. Man muss das Spiel öfter spielen, um es zu lernen. Und aufpassen, das Thema als solches nicht anzunehmen, sondern eher aggressiv spielen und bauen, was das Zeug hergibt.

Man muss sich für dieses Spiel Zeit nehmen und dann wird man mit einem wirklich guten Spiel belohnt.

  • Autor:     Christophe Boelinger
  • Brettspiel für: 2-5 Spieler
  • Alter     ab 14 Jahren
  • Spieldauer: ca. 30-120 min.
  • Verlag: Asmodee
  • Zielgruppe Erfahrene Spieler

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 3850 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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