Angesagt – Jutta Langreuter

Bild Jutta und Jeremy Langreuter (Bildrechte Jutta Langreuter)

Sehr geehrte Frau Jutta Langreuter,
Sie sind die Autorin der beliebten Käpt’n Sharky Reihe. Was wenige aber wissen, dass Sie von Beruf eigentlich Diplompsychologin sind und im Max Planck Institut gearbeitet haben.

Die Redaktion: Wie wird aus einer Wissenschaftlerin eine Kinderbuchautorin?

Jutta Langreuter: Zunächst einmal: Indem sie Kinder bekommt! Aber auch im Deutschen Jugendinstitut in München, in dem ich gearbeitet habe, ging es um Kinder in den Kindergärten. Das Thema Kinder hat mich also ein Leben lang begleitet!

Mein erstes Bilderbuch habe ich geschrieben, als mein Sohn 3 Jahre alt war.

Die Redaktion: Für die Leute, die Sie noch nicht kennen, wie würden Sie sich beschreiben?

Jutta Langreuter: Impulsiv aber auch nachdenklich zugleich, sehr interessiert daran, wie es in der Welt zugeht und dass es den Menschen gut geht.

Die Redaktion: Ihr neues Werk hat den Titel Käpt’n Sharky – Das Geheimnis der versunkenen Stadt. Um was geht es in dieser Geschichte?

Jutta Langreuter: Es geht bei richtigen Piraten nicht nur darum, Schätze zu erbeuten, sondern mehr noch um Freundschaft. Sharky gelangt in die Tiefsee zu einer versunkenen Stadt, in der in einer Luftblase Menschen leben, die sich dort vor unserer Welt oben verstecken, eine alte Kultur, sie wollen für sich bleiben….

Die Redaktion: Wie viel von Sharky steckt in Ihnen selber?

Jutta Langreuter: Seit längerer Zeit schreibt auch mein Sohn Jeremy mit mir den Sharky mit. In uns beiden steckt der Mut, der Tatendrang aber auch die Intelligenz von Sharky.

Bild Coppenrath

Die Redaktion: Wenn Sie vor der Entscheidung stehen würden, Autorin oder Wissenschaftlerin zu sein, wie würden Sie sich entscheiden?

Jutta Langreuter: Ich würde mich für die Autorin entscheiden, das passt besser zu mir. Ich bin „vom Kopf in den Bauch gerutscht“.

Die Redaktion: Es ist natürlich für eine Autorin immer am schwersten, eines seiner Werke zu favorisieren. Aber welche Geschichte lag Ihnen besonders am Herzen?

Jutta Langreuter: Ich habe für einen anderen Verlag ein Buch als Warnung an die Kinder geschrieben, (nicht) mit Fremden mit zu gehen, dieses Buch läuft unter einem Pseudonym von mir und es ist schön, dass es dieses Buch in vielen Kindergärten gibt und zwar schon sehr lange.

Die Redaktion: Wir sind ein Kinderspielmagazin und versuchen Erwachsene dazu zu bewegen, mit ihren Kindern zu spielen, weil dies für die kindliche Entwicklung wichtig ist. Was wurde bei Ihnen zu Hause gespielt?

Jutta Langreuter: Leider wurden bei mir zu Hause, als ich Einzelkind war, keine Spiele gespielt. Dafür habe ich aber auf der Straße – wir wohnten in einer ruhigen Gegend – sehr viel und sehr lebhaft mit anderen Kindern gespielt.

Die Redaktion: Wenn Sie die Möglichkeit hätten, Persönlichkeiten aus der jetzigen Zeit oder aus der Geschichte zu einem Spiel einzuladen, wer dürfte an Ihrem Tisch Platz nehmen?

Jutta Langreuter: Astrid Lindgren, Martin Luther King, Hannah Arendt, Juli Zeh, Michelle Obama, Maaron.

Die Redaktion: Welches Spiel spielen Sie am liebsten? Und was spielen Sie heute mit Ihren Kindern oder Freunden?

Jutta Langreuter: Gedankenspiele, die mit Geheimnissen, Rätseln und Verfolgungen zu tun haben, die letztlich gut ausgehen.

Die Redaktion: Könnten Sie sich vorstellen, auch selber mal ein Spiel zu erfinden?

Jutta Langreuter: Sehr gerne würde ich ein tolles, spannendes Sharky Spiel erfinden, mit vielen Geheimnissen und Verwicklungen, die man lösen muss und die großen Spaß machen.

Bild Coppenrath

Die Redaktion: Auf welche Frage hätten Sie in letzter Zeit keine Antwort?

Jutta Langreuter: Ich kann mir zu allen Fragen Antworten vorstellen.

Die Redaktion. Was planen Sie für die Zukunft?

Jutta Langreuter: Kinderbildbücher schreiben! Solche, die die immerwährenden Kinderthemen beinhalten, aber auch ganz neue.

Die Redaktion: Ich bedanke mich für die Zeit, die Sie sich für uns und das Interview genommen haben. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und vor allem viel Spaß.

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