Tinker Bots „MY First Robot“

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„Nummer 9 lebt“ – so könnten die ersten Worte mit diesem interessanten Spielzeug lauten.

Doch bevor es losgehen kann, heißt es: „Wo ist die Bauanleitung?“ Man sucht zwischen der Geburtsurkunde und der Gebrauchsanleitung für den Roboter vergebens.

Mit dem Quick Start Guide glaubt man, die Lösung gefunden zu haben. Also ab mit dem Smartphone oder Tablet ins Internet und die App heruntergeladen.

Und wieder ein Problem: „Welche App ist denn die Richtige?“, denn es gibt gleich drei verschiedene von „Tinker Bots“.

Jedoch nur die App „My first Robot“ funktioniert dann auch tatsächlich.

Wenn man dann endlich die richtige App gefunden und heruntergeladen hat, sieht man wieder: KEINE Bauanleitung!

Also nochmal auf die Internetseite von Tinker Bots und suchen. Dort findet man zuerst nur einen etwas unglaubwürdigen Wortlaut, nach dem der 210-teilige Bausatz „kinderleicht und intuitiv, ohne jegliche Bauanleitung“ aufgebaut werden kann.

Doch mal ganz ehrlich, wenn man vorher noch nie solch einen Bausatz aufgebaut hat, stellen sich recht schnell die ersten Fragen zum Aufbau ein.

Nach weiterem Blättern und Suchen dann endlich eine Bauanleitung. Diese ist sehr detailreich (über 260 Schritte) und übersichtlich. Alles wird Schritt für Schritt ganz genau gezeigt.

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Da stellt sich wirklich die Frage: „Warum ist diese im Lieferumfang in Papierform nicht mit dabei?“

Also kann das Aufbauen nach ca. ½ Stunde Suchen endlich beginnen. Zum Glück hatten wir uns alle Teile und die Verpackung zwischenzeitlich angesehen, so dass uns die 1-stündige Ladezeit des leistungsstarken Akkus aufgefallen war.

Für den Aufbau unseres „My First Robot“ brauchten wir ungefähr noch einmal eine ¾ Stunde. Somit war auch der Akku bei Bauende voll aufgeladen.

Nun konnten wir also mit dem Programmieren und Spielen loslegen. Smartphone starten, Bluetooth an und zusammen mit dem kleinen Roboter Schritt für Schritt lernen. Hier muss man wirklich gestehen, die freie Bewegungsausführung im Raum ist sehr gut und dank der Double Motors Technologie sehr genau.

In 90 aufeinander aufbauenden Levels zeigt der kleine Roboter Bewegungsabläufe, die man sich merken und mit einer Eingabemaske auf dem Smartphone oder Tablet wiedergeben muss.

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Für 10 erfolgreich abgeschlossene Level erhält man dann vom Roboter eine weitere Bauanleitung für seine Laborausrüstung. Stück für Stück entstehen so eine Hebevorrichtung, eine Lupe, eine Laborschale, ein Reagenzglas, drei Abfalltonnen, sowie eine Sicherheitstonne und einiges mehr.

Da der Roboter bzw. die Bauelemente nicht nur mit Erweiterungssets von Tinker Bots, sondern auch mit Lego kompatibel sind, bieten sich unendlich viele Spielmöglichkeiten.

Das Set selbst ist mit einem Preis von ca. 120 € nicht ganz billig. Doch wenn man sich die verbaute Technik und die sehr gute Verarbeitung ansieht, ist es in einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der Spielspaß kommt bei dem ganzen Konstruieren, Bauen und Spielen nicht zu kurz.

Auf Grund des notwendigen Verständnisses für dieses Spielzeug und der Vielzahl an verschluckbaren Kleinteilen ist die Altersbegrenzung ab 6 Jahren vollkommen in Ordnung.

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Das Verhältnis der Verpackung zum Inhalt geht in Ordnung. Auch konnten wir keinerlei unangenehme Gerüche, scharfe Ecken und Kanten feststellen.

FAZIT

Nicht nur das 3D Sehen und Verstehen wird hier geschult und gefördert. Auch das Gehirntraining ist hier angesagt.

My First Robot ist ein sehr schönes Konstruktionsspielzeug mit vielen Möglichkeiten.

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Brettspiele
Dezember 1, 2017 Wilfried Just 0
Dieses Spiel fasziniert von Anfang an, dabei muss man sich darauf einlassen, den neben Taktik [...]
MirkoSchmidt
Über MirkoSchmidt 97 Artikel
Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin. Bild wurde von Juli gezeichnet.

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