Köpfchen gefragt

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Mit einer Reihe neuer Taktik- und Strategiespiele erweitert Rombol sein Sortiment. Dabei dürfen sich vor allem diejenigen freuen, denen es Freude bereitet, sich mit ihrem Gegenüber zu messen.

Bei dem chinesischen Schachspiel „Xiangqi“ können zwei Personen ihr taktisches Geschick erproben. Die Urform des Schachs entstand in Indien. Die Ausbreitung des Spieles im europäischen Raum brachte das uns bekannte Schachspiel hervor.

Im asiatischen Raum entwickelte sich die Urform zum „Xiangqi“. Im Gegensatz zum Schachspielbrett ist das „Xiangqi“-Spielbrett nicht in Felder, sondern in ein Gitternetz aus Linien unterteilt, auf denen auch die Figuren gezogen werden.

Das Spielfeld wird durch den Fluss in zwei gleiche Hälften geteilt, wobei jede Spielhälfte einen Palast besitzt, in dem der General wohnt.

Der General (gleichzusetzen mit dem König beim Schach) darf den Palast nicht verlassen. Nun gilt es, diesen zu „fangen“ (Schach) oder seine Armee zu zerstören (Patt).

Dabei leben zwei Mandarine mit ihm im Palast und schützen ihn. Sie können den Palast ebenfalls nicht verlassen. Der Streitwagen (gleichzusetzten mit dem Turm beim Schach) vermag beliebig viele Schritte vorwärts, seitwärts und rückwärts ziehen. Die Kanone zieht wie der Streitwagen. Sie kann aber nur aus der „Deckung“ heraus eine gegnerische Spielfigur schlagen, d.h. eine eigene oder eine fremde Spielfigur muss zwischen der Kanone und dem bedrohten Spielstein stehen.

Das Pferd hingegen hat das gleiche Zugmuster wie der Springer beim Schach, nur muss der Weg frei sein, d.h. das Pferd kann keine Spielfigur überspringen. Und der Soldat entspricht dem Bauern beim Schach und wird ähnlich bewegt.

„Xiangqi“ ist selbst für geübte Schachspieler eine neue Herausforderung. Einziger Vorteil der Schachprofis ist der, dass sie geübt sind im strategischen Denken.

Dieses „Xiangqi“-Spiel ist als Kassette gearbeitet, dabei ist der Spielplan auf der Außenseite im Siebdruck aufgedruckt. Die Figuren sind erstmalig als dreidimensionale Figuren im modernen asiatischen Design gearbeitet und bestehen aus hellem und aus rötlichbraunem Holz. Die Höhe des Generals beträgt 50 mm.

Dem Spiel liegt eine deutschsprachige, bebilderte Spielanleitung bei. Die Schriftzeichen sind dort mit ihren europäischen Symbolen abgebildet. Dies und die Figuren helfen dem „Xiangqi“-Anfänger sich besser zu orientieren.

„Hnefatafl“ – Das Strategiespiel der Nordmänner

Nach gut zwei Jahren ist „Hnefatafl“ wieder lieferbar. Die Spielfläche ist in 13 x 13 große, gefräste Felder aufgeteilt. Dabei ist das zentrale Feld in der Mitte der Königsthron (gelasertes Symbol), das auch nur vom König betreten werden darf. In den vier Ecken befinden sich die vom König zu erreichenden Fluchtburgen, die ebenfalls durch gelaserte Symbole kenntlich gemacht sind.

Diese zu betreten ist ebenfalls nur dem Herrscher vorenthalten. Der König wird von 12 Verteidigern gegen die Übermacht von 24 Angreifern geschützt. Zum Lieferumfang gehört ein Spielbrett und Spielfiguren in einem Baumwollbeutel mit Zuziehkordel in einem braunen, bebilderten Karton. Eine deutschsprachige, bebilderte Spielanleitung liegt diesem Spiel ebenfalls bei. Geliefert wird das Produkt in einem bebilderten, einwelligen, braunen Karton.

„SWITCH“ – mit Spannung zum Sieg

In diesem Taktikspiel von Hartmut Kommerell für zwei Spieler geht es darum, alle seine Spielsteine als erster waagerecht und senkrecht miteinander zu verbinden. Das Regelwerk ist überschaubar, die Spielzüge einfach, sodass man sich als Spieler sehr schnell in das Spiel einfindet.

Spannend wird es durch die sich stets ändernde Spielsituation und daraus ergebenden Möglichkeiten von Spielzügen. Wer die beste Strategie entwickelt, ist auch meist der Sieger.

Gespielt wird auf einem quadratisches Spielfeld mit 5 x 5 Feldern mit 12 hellbraune Spielsteine und 12 dunkelbraune Spielsteine. Die Spielsteine werden nach Startaufstellung auf dem Spielbrett platziert. Ziel ist es, als erster alle seine Spielsteine waagerecht und senkrecht miteinander zu verbinden. Zwischen den Spielen werden die Spielsteine in der Box aufbewahrt. Ein Verschlussgummi sichert dann das Aufgleiten des Schiebedeckels.

„Tower of London“ – Knobelspiel aus Holz

„Tower of London“ ist ein Spiel für eine Person, das von Dr. Volker Latussek entwickelt wurde. Hierbei befinden sich sechs gleichgroße Holzkugeln im Tower of London – natürlich möchten sie heraus. Allein durch Schütteln ist das aber nicht zu schaffen. Alle Kugeln müssen mit dem „Befreier“ zusammen arbeiten, um der ersten Kugel die „Flucht“ zu ermöglichen. Nach ihrer Befreiung müssen alle Kugeln wieder zurück in den Tower of London gebracht werden – auch hier ist Köpfchen gefragt.

„Kardan“ – ein Interlockingpuzzle

„Kardan“ ist ein formschönes, aus zwei verschiedenfarbeigen Hölzern bestehendes Interlockingpuzzle für eine Person, das von Andrew Ustjuzhanin entwickelt wurde. Zwei jeweils gleichfarbige C´s greifen bei diesem Puzzle ineinander. Sie bestehen aus fünf verschieden gebauten Puzzleteilen, wobei jedes der Puzzleteile ist aus zwei verschiedenfarbigen Hölzern gebaut ist. Es gibt nur einen Lösungsweg, die Teile zu trennen oder wieder zusammen zu setzen.

„Pig Hole Varianten“ – ein bekanntes Glückspiel

Boris und Julian Kröger haben das lustige Würfelspiel „Pig Hole“ entworfen, das für zwei bis sechs Spieler geeignet ist. Hier gilt es, seine Tiere loszuwerden. In diesen Varianten werden andere Tiere als Spielsteine „eingesetzt“ als die allseits bekannten Schweinchen (Elefanten, Katzen, Glucke mit Küken, Frösche, Fische, Schildkröten, schwarze oder bunte Pinguine, Seelöwen u.m.) So kann jeder Tierliebhaber sein Tier als Spielstein aussuchen.

Auf einer quadratischen Grundplatte sind Mulden eingelassen und farbig ausgefüllt. Die Eins und die Zwei liegen in einer Linie, sind farblich unterschiedlich. Mittig ist die Sechs als „Loch“ eingelassen. 50 Tiere sind die Spielsteine. Sind diese auf die Mitspieler verteilt (z. B. 2 Spieler – 25 Tiere, 4 Spieler – 12 Tiere, 6 Spieler – 8 Tiere) beginnt das Spiel. Mit einem Holzwürfel würfeln die Spieler reihum die Augenzahl aus, mit der sie ihre Tiere ins Spiel bringen. Wird eine 5 gewürfelt, setzt man sein Tier in eine flache Mulde der Fünf.

Die Runden werden sooft wiederholt, bis es dazu kommt, dass auf der gewürfelten Ziffer bereits alle Mulden mit Tierfiguren besetzt sind. In diesem Fall muss der würfelnde Spieler alle Tiere dieser Ziffer nehmen und vor sich platzieren. Würfelt ein Spieler die Ziffer 6, so kann er sein Tier durch das zentrale Loch im Spielfeld in den Stülpdeckel darunter werfen. Damit ist dieses Tier = Spielstein aus dem Spiel und kann auch nicht mehr zurückgeholt werden. Ziel des Spiels ist es, als erster alle seine Tiere ins Spiel gebracht zu haben („los zu sein“).

Das Spiel ist mit einem Stülpdeckel ausgestattet. Im Spiel liegt der Stülpdeckel unter dem Spielbrett, danach wird er für die Aufbewahrung der Tiere genutzt.

Ein stabiles Gummiband sichert Stülpdeckel und Spielbrett zwischen den Spielphasen.

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 4472 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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