MinenRäumer

Bild Clementoni

Das Spiel ist von den Autoren Dario de Toffoli, Leo Colovini und Dario Zaccariotto entwickelt worden und seit Anfang 2007 auf dem Markt. Es stellt die Ableitung einer Brettspielvariante von Windows „Mines Weeper“ dar.

Das Spielmaterial, besteht aus:

Sichtschirmen (Karton),
2 Spielbretter (Karton),
7 eigene Minen, 7 gegnerische Minen und 3 MinenRäumer auf den 5×5-Feldern bzw.,
10 eigene Minen, 10 gegnerische Minen und 5 MinenRäumer jeweils aus Plastik auf den 6×6-Feldern.

Nach der Anleitung verspricht diese Brettspielvariante ein aufregendes Wettkampfspiel zu sein, bei dem derjenige gewinnt, der als Erster das gegnerische Feld vollständig entmint und dabei noch mindestens einen MinenRäumer behält.

Wenn von den Koordinaten A1 bis F6 gesprochen wird, ähnelt es auch dem „Schiffe versenken“.

Nennt ein Spieler z.B. die Koordinaten B3, sind vom Gegner die Anzahl angrenzender Bomben zu nennen. Der Gegenspieler muss immer die korrekte Information bekommen, um nach einigen Koordinateninformationen eine Bombe lokalisieren zu können.

Die in der Spielanleitung ausgewiesenen Spiele-Tipps, „Wie spürt man Minen auf?“ sind zwar nützlich, aber verhelfen letztendlich auch nicht durch gesteigerte Denkleistung zum Sieg.

Sitzt an der Stelle, an der man eine Bombe ansagt keine, dann hat man sofort verloren. Während die Ankündigung in der Spielanleitung verspricht, es handele sich um ein explosives Denk- und Glücksspiel auf der Suche nach den gegnerischen Minen, wird man feststellen, dass der Schwerpunkt eher auf dem Glücksspiel liegt.

Der Spieler mit wenigen Informationen kann einen völlig unverdienten Sieg erringen, was den führenden Spieler frustriert.

In der ersten Phase haben 18- bis 20-Jährige, danach 40- bis 50-Jährige dieses Spiel getestet und übereinstimmend festgestellt, dass der Spielspaß nicht über längere Zeit anhält.

Fazit

Bemerkenswert ist, dass das Spielmaterial zwar für nicht 6-7-jährige Kinder gedacht und wie die Praxis gezeigt hat, auch nicht geeignet war, jedoch großes Interesse bestand, mit den mit Zahlen bedruckten Plastikbausteinen über längeren Zeitraum eigenständig und kreativ zu spielen (Zählen, Sortieren, Tauschen).

Vielleicht eine „bombensichere“ Idee, die Spielmaterialien als Lern-Spiel in eine völlig andere Richtung zu entwickeln. Autorenkapazität ist ja zur Genüge vorhanden.

  • Verlag: Clementoni GmbH
  • Autoren: Dario de Toffoli, Leo Colovini und Dario Zaccariotto
  • Spieler: 1-2
  • Alter: ab 8 Jahre
  • Dauer: durchschnittlich 10 Minuten

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Roland Bochmann
Über Roland Bochmann 175 Artikel
Redakteur für Kinder-, Lernspiele und Experimentierkästen. Bild wurde von Juli gezeichnet.

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