Marx & Engels intim

Erstaunliches aus dem unzensierten Briefwechsel von Karl Marx und Friedrich Engels

Marx Engels intim/ Bild: Random House Audio

Marx, der 2018 nun seinen 200. Geburtstag feiert, ist immer noch aktuell. Von den einen wurde sein Name missbraucht und von den anderen wurde er verteufelt.

Marx war nicht nur Vordenker und Querkopf, nein wie kaum ein anderer hat er die Freiheit geschätzt.

Auch wenn er wusste, wie der Kapitalismus funktionierte, lebte er selber immer auf der Flucht und musste Armut ertragen.

Zu seinem 200. Geburtstag 2018 erkundet Jürgen Neffe das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der trotz Krankheit, Armut und Ehekrisen für seine Überzeugungen einstand.

Und nun gibt es einen kleinen Einblick in die Lebenswelt der beiden Philosophen, die ganz anders ist, als man sie von ihren Werken wie das Manifest und Kapital kennt.

Gelesen werden diese Briefe von Gregor Gysi und Harry Rowohlt. Beide sind nicht gerade zimperlich mit ihrer Wortwahl und diese ist zum Teil sehr heftig.

So hat sich Marx auch über Konkurrenten, wie Ferdinand Lassalle, lustig gemacht:

„Der jüdische Nigger Lassalle, […] dabei das wüste Fressen und die geile Brunst dieses Idealisten. Es ist mir jetzt völlig klar, dass er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt. […] Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen.“

Das ist tatsächlich Marx, denn die Briefe kann man nachlesen. Beide Vordenker haben in ihren Briefen nichts anderes gemacht als Gift und Galle zu spucken, zu lästern und sich über ganze Völker, hier vor allen Slawen lustig gemacht.

Marx Engels intim/ Bild: Random House Audio

Auch an ihre großen Anhänger, den Russen, lassen sie kein gutes Haar.

Wenn Lenin diese Briefe gekannt hätte, hätte er sich wahrscheinlich nicht auf die beiden berufen. Und so haben die beiden gelästert:

„Die indische Gesellschaft hat überhaupt keine Geschichte, zumindest keine bekannte Geschichte.“

„Ich bin der Ansicht, dass die Wiedereroberung der Deutsch sprechenden linken Rheinseite, eine nationale Ehrensache, die Germanisierung des abtrünnigen Hollands und Belgiens eine politische Notwendigkeit für uns ist.“

Man muss dazu aber bedenken, dass diese Art und Weise, gegen andere zu lästern, zum Mainstream des 19. Jahrhunderts gehörte.

Marx hatte noch ein anderes Problem, er hat mehr ausgegeben, als er einnahm. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er hocherfreut war, als sein Vater verstarb, nur an das Geld ist er noch nicht gekommen. Engels dagegen hatte ja keine größeren Geldsorgen, nur die Sozialdemokraten mussten seine Häme ertragen.

„Liebknecht ist natürlich wütend, da die ganze Kritik speziell auf ihn gemünzt war, und er der Vater ist, der mit dem Arschficker Hasselmann zusammen das faule Programm gezeugt hat.“

Bei den Texten hat man das Gefühl, dass hier Satire betrieben wurde, nein, es ist Wirklichkeit. Vor allem hätte man nie gedacht, dass Gregor Gysi dieses Werk mitliest, vor allem in seiner Position, denn schließlich bezieht sich seine Partei immer wieder auf Marx und Engels.

Und was man noch wissen sollte:

„Einer der Menschen, die sich daran machten, alle Dokumente der beiden wieder zu einer kompletten Sammlung zusammenzutragen, war ein Mann namens Dawid Rjasanow, der von Beruf Leiter des Moskauer Marx-Engels-Instituts war. Herr Rjasanow sammelte einfach alles.

Auch die Briefe, aus denen diese Lesung besteht. Das machte ihn in den Augen der sowjetischen Führung so verdächtig, dass man ihn 1938 vorsichtshalber erschießen ließ. Man kann ja nie wissen bei so neugierigen Leuten!“ (Der Hörverlag)

Fazit

Es erwartet Sie eine spannende Lesung aus den persönlichen Briefen und Texten der berühmtesten Philosophen der Welt: Karl Marx und Friedrich Engels.

Alles wird hierbei von Anna Thalbach kommentiert und moderiert. Und herausgekommen ist ein Werk, das tief beeindruckt und zeigt, dass jeder eine Fassade hat und dahinter sich etwas anderes befindet.

Wenn man das Werk so Revue passieren lässt, stellt man fest, dass die beiden nie Werke wie das Kapital oder Manifest hätten schreiben dürfen.

  • Verlag: Random House Audio

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