Programmieren supereasy

Einfacher Einstieg in SCRATCH und PYTHON

Bild DK Verlag

„Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie werden von Programmen gesteuert, die von Menschen geschrieben wurden, und die Fähigkeit zum Programmieren zählt für viele als eine der wichtigsten des 21. Jahrhunderts.

Programmieren trainiert das logische Denken und die Problemlösungsfähigkeiten. Dieses Buch führt in die spannende Welt der Programmier-Basics ein und zeigt, wie lustige Spiele und witzige Animationen entwickelt werden mit den Programmiersprachen SCRATCH und PYTHON.

Verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen vermitteln die wichtigsten Regeln und schon nach kurzer Zeit können Kinder eine Katze über den Bildschirm laufen lassen, eine Figur zum Tanzen bringen oder ein Drachenfangspiel programmieren.“, so bewirbt der Verlag Programmieren supereasy.

Programmieren supereasy soll Kinder und Jugendliche spielerisch in die Programmiersprachen SCRATCH und PYTHON einführen. Ob es so gelingt und wo die Probleme und Erfolge liegen, sollten im Test ermittelt werden.

Das Buch an sich ist sehr gut illustriert und erklärt jeden Schritt bis ins Detail.

Um die ersten Programmierschritte nachzuvollziehen, ist die Software SCRATCH (Freeware) zu installieren.

Bereits hier ist größte Vorsicht geboten, denn sehr leicht können Malwareanhängsel mit heruntergezogen werden, die sich im Browser festsetzen und eine nicht erwünschte und lästige Suchmaschine installieren. Ein beigefügter und geprüfter Datenträger mit allen erforderlichen Programmen und Beispielen wäre wünschenswert.

Nach der Installation haben 13- bis 14-Jährige an Hand des Buches und der Freeware erste Programmiererfolge erzielt.

In der Downloadversion von SCRATCH gibt es noch jede Menge Programmierbeispiele, die begleitend zum Buch genutzt werden können.

SCRATCH veranschaulicht die Folge von Befehlen, deren Wirkung und ist für den Einstieg in die komplexe Welt des Programmierens ideal geeignet.

Die sehr einfachen Figuren und Scripte werden bereits fertig angeboten, so dass lediglich die einzelnen Aktionen hintereinander oder innerhalb einer Schleife zusammengeschoben werden müssen. Die grüne Fahne startet und die rote Taste beendet das Programm.

Im zweiten Teil des Buches wird die Programmiersprache PYTHON erklärt.

Was verbirgt sich hinter PYTHON?
1964 wurde von Kemeny und Kurtz am Dartmouth College das „gute, alte“ BASIC entwickelt. Es arbeitete mit Zeilennummern und Sprungbefehlen und wurde im Comodore 64 und auch leicht abgewandelt im Mühlhausener KC85 mittels Kassettenrekorder eingelesen.

Befehle wie: run, list, load, go to, if lösten die entsprechende Aktionen aus. Diese neue Technik löste in den 80er Jahren bei den „Programmierern“ und Nutzern Begeisterung aus. Das Anspruchsniveau ist heute um ein Vielfaches gestiegen.

Die Programmierung mit Python erfolgt ähnlich und wird im Buch zunächst rein theoretisch erklärt. Was sind Datentypen, Schleifen, Verzweigungen, Variablentypen, Befehle und wie stellen sich die einzelnen Programmierschritte dar.

Im Anschluss daran werden Projekte beschrieben, die nachprogrammiert werden können. Die Befehle, wie HEIGHT, WIDTH, windows, input, print, continue, return, while usw. erinnern an die Anfänge der modernen Programmierung der 80er.

Ein Projekt befasst sich z.B. mit der Steuerung eines U-Bootes. Die Pfeiltasten bewegt es in alle Richtungen, wobei es Blasen zum Zerplatzen bringen muss, die dem Spieler Punkte verschaffen.

Die Projekte sind im Vergleich zu den der C64 oder KC85 Programmierungen schon etwas anspruchsvoller (auch im Vergleich zu den SCRATCH-Bausteinen), das Ergebnis reißt aber heute nur noch den Nachwuchs-Programmierer vom Hocker.

Nutzer finden die „Spielchen“ eher eckig, kantig, simpel.

Natürlich kann man mit Python auch sehr anspruchsvolle Anwendungen schreiben, aber hierzu bedarf es Lernbereitschaft und Übung.

Das Ziel des Buches ist es, die Grundlagen zur Einführung der Programmiersprache Python anschaulich zu vermitteln – und das ist gelungen.

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Dennoch, wer bis hier durchgehalten hat, könnte durchaus einmal anspruchsvolle Anwendungen programmieren. Hier heißt es, durchhalten, ausprobieren, lernen …… – learning-by-doing -.

Bis zum Schluss stellt sich für mich nach wie vor die Frage nach dem Leserklientel.

Fazit

Programmieren supereasy wird zum Wechselbad der Gefühle zwischen Stolz der eigenen Programmierleistung und dem mageren Ergebnissen für den Nutzer. Es ist eine Folge von Aha-Effekten.

Unumstritten ist, dass hierdurch das logische Denken und die Problemlösungsfähigkeiten trainiert werden kann.

Ich empfehle vor dem Kauf des Buches, SCRATCH herunter zu laden. Wenn ein Kind Interesse und längeren Spielspaß an dieser einfachen Programmiersprache findet, ist Programmieren supereasy genau das Richtige.

Fachbücher erscheinen ohne Wertung.

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Roland Bochmann
Über Roland Bochmann 194 Artikel
Redakteur für Kinder-, Lernspiele und Experimentierkästen. Bild wurde von Juli gezeichnet.
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