Assassin’s Creed Odyssey

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In diesem Teil wollten die Entwickler mehr Gewicht auf das Rollenspiel und weniger auf die Schleichaktion legen.

In Assassin’s Creed (AC) Odyssey kommt dabei die gleiche wundervolle Grafik wie in AC Origin zum Einsatz. Das Setting jedoch spielt nicht im heißen Wüstensand sondern im feucht-warmen Griechenland um 432 v.Chr.

Hier startet man entweder als Alexios oder Kassandra in den Griechisch/Spartanischen Krieg.

Zwangsläufig drängt sich hier der Film 300 auf. Dieser ist jedoch bereits einige Jahrzehnte vorbei.

Als Söldner dürfen wir beide Seiten unterstützen. Die Spartaner haben dabei rote und die Griechen blaue Rüstungen.

Was hat dieses Spiel nun mit AC zu tun? Als Grundlage dient hierbei ein Speer, dessen DNS es uns erlaubt, im Animus die Geschichte der Protagonisten zu verfolgen.

Erstmals muss man dabei nicht in die reale Welt wechseln und kann nahezu ungehindert den Abenteuern von Alexios oder Kassandra folgen. Die weiteren Gemeinsamkeiten zu AC halten sich dann auch sehr bedeckt.

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Es gibt keine Aufträge, von wegen schleicht dich unentdeckt irgendwohin und beobachte, sondern vielmehr bleibt jedem Spieler die Wahl, wie man einen Auftrag nach dem nächsten abhandelt.
Hier liegt auch gleich die Schwäche des Spiels.

Obwohl man am Anfang des Spiels mitbekommt, wie die Schwester und man selbst aufgrund eines Orakels von einer Klippe geworfen werden, bleibt jede weitere Szene emotionslos. Das Spiel schafft es nicht, in irgendeiner Art ein Verständnis für das Tun der Figur zu wecken.

Ein Auftrag nach dem anderen wird in dieser wunderschön gestalteten Landschaft abgearbeitet.

Dabei braucht man sich an Gegnern, welche 3 Level höher sind als man selbst, gar nicht erst versuchen, man hat schlicht keine Chance.

Nahezu alle Gegner wachsen mit dem Spieler mit. Somit macht es eher Sinn, Burgen am Anfang einzunehmen, bevor die Gegner sich Schläge einstecken können.

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Mit Sicherheit sollte diese Art der Spielgestaltung eine Langzeitmotivation hervorrufen. Ich persönlich finde es jedoch eher nervig, wenn ich tausend Mal auf die linke Maustaste hämmere und über 20 Minuten auf einen Hirsch einhaue, bis dieser endlich zu Boden geht. Das hätte man auch anders lösen können.

Den Orden gibt es in dieser Zeit noch nicht, so könnte man annehmen, es gäbe keine wirklichen Gegner. Weit gefehlt, es gibt einen, der als Kult die Geschicke Griechenlands bestimmt. Unsere Aufgabe ist nunmehr, alle Mitglieder zu identifizieren und anschließen zu jagen und zur Strecke zu bringen.

Als Belohnung erhalten wir ein Fragment, welches uns wiederrum erlaubt, unsere Waffe zu stärken.

In früheren Teilen konnte man einfach der Hauptquest folgen, das funktioniert hier nicht mehr, da man Hinweise auf die Ordensmitglieder benötigt. Diese findet man nur vage und muss für dessen Hinweise Aufgaben lösen.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ heißt es auch hier. Mit der richtigen Auswahl der Dialoge können wir viele NPC’s von unseren liebhaberischen Fähigkeiten überzeugen. Dabei werden die Szenen jedoch nicht thematisiert, sondern nur in einem Sonnenauf- und -untergang angedeutet.

Der Titel selbst ist FSK 18 und wird durch eine hohe Gewaltdarstellung begleitet. So wird der jeweils letzte Gegner brutal niedergestreckt und demonstrativ zu Boden gerichtet.

Ein weiterer Aspekt ist die sehr gute Nutzung von Schiffen, wie sie auch in Black Flag zu finden ist.

Die Inseln sind durch jede Menge Wasser umgeben und kleine Kutter schaffen die Überfahrt von einer Insel zur nächsten nicht. Also heißt es, Schiff ausbauen, Mannschaft anheuern und gegen feindliche Schiffe wappnen.

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Den teuersten Preis, welchen ich für Ubisoft finden konnte, war die Ultimate Edition mit 115 Euro, die günstigste Edition mit ca. 44 Euro. Die perfekte Grafik ist sehr Ressourcen fressend und unnachgiebig.

Mein aktueller Rechner läuft mit allen 8 Kernen und einer 1080 GTX permanent auf 100 Prozent Rechenleistung. Die Spielewelt fing damit an keiner Stelle an zu ruckeln. Einzig die relativ lange Ladezeit (trotz U2 SSD) fällt gegenüber AC Origin merklich auf.

Fazit

Dieses Spiel ist definitiv keines aus der üblichen AC Reihe. Der Spieler hat das erste Mal die Chance, den kompletten Verlauf als weiblicher Protagonist darzustellen, wobei sich die Handlung an keiner Stelle unterscheidet.

Das Spiel ist technisch perfekt und auf dem neusten Stand. Die Story hingegen ist relativ überschaubar, überrascht jedoch selten mit einer kleinen Wendung.

Wer Hack- und Slay Spiele mit wundervoller Grafik mag, der sollte hier beherzt zugreifen.

Alle, die eher auf Stealth-Aktion stehen, werden mit diesem Titel nicht glücklich werden.

  • Vertrieb Ubisoft
  • USK 18 Jahre

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MirkoSchmidt
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Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin. Bild wurde von Juli gezeichnet.