Civilization 6 Gathering Storm

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Wie kaum ein anderes Spiel hat Civ, so liebevoll wird Civilization von seinen Fans genannt, Geschichte geschrieben. 1991 hat MicroProse dieses Spiel zum ersten Mal veröffentlicht.

In diesem und auch den Fortsetzungen haben sich die Spieler auf eine Zeitreise der Menschheit begeben. Man musste dabei sein Volk in Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und Forschung entwickeln.

Zahlreiche Entscheidungsmöglichkeiten haben eine weite Tragweite für das weitere Spiel. Man muss sich dabei immer entscheiden, ob man militärisch oder wirtschaftlich das Spiel führt. Im neue Add-on geht es um den Klimawandel, denn das Klima hat uns Menschen schon immer beeinflusst und zu Untergängen ganzer Völker geführt.

Das reicht vom Vulkanausbruch bis zu den Wirbelstürmen. Diese Naturgewalten zerstören dabei alles in dem Bereich, wo es ausgebrochen ist. Dieses muss man wieder durch Handwerker reparieren lassen.

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Natürlich hat dies auch klare Vorteile, denn Vulkanerde kann ein dürres Gebiet in eine blühende Landschaft verwandeln. Aber je weiter wir in der Geschichte voranschreiten, umso mehr haben wir mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen.

Der CO2 Ausstoß führt dazu, dass der Meeresspiegel ansteigt. Man kann mit Hochwassersperren agieren, aber es kostet erhebliche Ressourcen und wenn man nicht rechtzeitig damit begonnen hat, bedeutet dies den Untergang. Im Spiel können wir diese Erderwärmung wie in der Realität beeinflussen, indem man wenige fossile Brennstoffe nutzt.

Wenn nicht, steht das Meereswasser plötzlich am Brandenburger Tor. Wenn man keine fossilen Brennstoffe nutzt, muss man rechtzeitig in den Bau eines Campus Bezirkes mit Forschungslabor investieren, um fortschrittliche Technologien zu entwickeln.

Das Problem besteht darin, dass Wind- und Solarparks zu viel Fläche in Anspruch nehmen, die man anderweitig benötigt. Aber auch die anderen müssen ihren CO2 Ausstoß senken, denn dieser macht nicht an Grenzen halt. Hierzu kann man die Diplomatie nutzen und Forschungsergebnisse austauschen.

Aber man kann das neue Instrument des Weltkongresses nutzen. Also Diplomatie ist das Ah und Oh des Spiels. Hier kann man Embargos oder auch Allianzen schmieden.

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Das kann schon ein erhebliches Druckmittel sein, aber vorsichtig, schnell kann sich alles gegen einen selber drehen.

Der diplomatische Sieg hat nun auch in Civ Einzug gefunden.

Neben den vielen spielerischen Neuerungen gibt es auch neun neue Anführer.

Fazit

CIV ist ein Spiel, das Geschichte geschrieben hat und weiterschreiben wird. Es ist ein Spiel, mit dem man Kinder auch an taktische Elemente des Spiels heranführen kann und, das ist viel wichtiger, wie die Zusammenhänge bei der Führung eines Staates sind.

Die Wirtschaft und die Beziehungen zu anderen Völkern führen zum Sieg im Spiel. Wichtig hierbei ist, dass man das Grundspiel besitzen muss, um das Addon laufen lassen zu können.

Ich würde sagen, dass die Grundidee von Civilization ist, dass der Spieler eine Gesellschaft durch die Geschichte führt – von der Antike bis in die nahe Zukunft. Der Spieler ist eine Art Anführer, der seinen ganz individuellen Führungsstil einbringen kann.

Es ist zwar kein Spiel über die Menschheitsgeschichte, aber es kann einiges über sie erzählen.

Civilization ist in erster Linie ein Spiel, an dem der Nutzer Spaß haben soll – in dem Sinne ist es kein Lernspiel. Nichts desto trotz kann es dazu animieren, sich stärker mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich kenne einige Leute, deren Interesse an dem Gebiet durch das Spiel geweckt wurde – mich eingeschlossen.

Natürlich kann ich nicht garantieren, dass das bei jedem so ist. Allerdings denke ich, dass Civilization durchaus als Einstieg geeignet sein kann…

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 5859 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.