Warparty

Bild Hersteller

Als ich dieses Spiel das erste Mal in den Händen hielt, dachte ich sofort an WarCraft 1.

Die Steuerung aus den bekannten Aufbauspielen wurde auch gleich übernommen, so dass man hier sehr schnell in das Spielerlebnis eintauchen kann.

Während man bei den meisten Spielen zuerst aufbaut und dann kämpft, ist es hier eher umgekehrt. Wir haben am Anfang der Kampagne drei Klassen zur Auswahl. Diese spielen sich tatsächlich ein wenig unterschiedlich, was nicht nur an den Startregionen liegt.

Wir haben die Klasse der „Wildländer“, welche noch am ehesten mit der Klasse der Menschen zu vergleichen wäre.

Dann haben wir die Klasse der „Vithara“, diese stellen eine Art Totenbeschwörer dar. Sie beschwören Zombies aus dem Nichts und vermehren so die eigene Armee.

Zu guter Letzt bleiben noch die „Necromas“. Diese spezielle Gruppe stellt Magier dar, welche Drachen unter ihre Kontrolle bringen und somit die Kämpfer quasi requirieren.

Die ersten zwei Klassen benötigen Nahrung und Kristalle. Alle Klassen haben in der Kampagne eins gemeinsam. Sie einen Stämme und nutzen deren Kenntnisse und Fähigkeiten.

Das Spiel bietet somit einen interessanten Mix aus Aufbau und Kampf. Wer der Meinung ist „Einfach durch und drauf“, wird sehr schnell merken, dass diese Taktik zum Scheitern verurteilt ist.

Die Gegner greifen in Wellen unermüdlich an. Dabei lassen sie auch gerne mal eine Armee links liegen und greifen direkt das nächste Dorf an. Somit muss man immer auch für den Schutz der eigenen Siedlungen sorgen.

Bild Crazy Monkey Studios

Das Spiel selbst geht grafisch- und soundtechnisch vollkommen in Ordnung. Ich persönlich empfinde die Darstellung der einzelnen Klassen als relativ schwierig. So hatte ich akute Probleme herauszufinden, welche der Figuren nun meine Arbeit darstellen.

Die Icons der Figuren hätte ich mir größer und aussagekräftiger gewünscht. Nach dem Umstellen auf die Sprache deutsch war ich sehr enttäuscht, dass es keine deutsche Synchronisation gibt.

Die gewählte Schriftart macht das Mitlesen der nicht ganz uninteressanten Story jedoch auch nicht leichter.

Bild Crazy Monkey Studios

Meine Wünsche an dieses Spiel:

  • Bitte eine deutsche Synchro,
  • Eine ordentliche Schriftart und
  • Eindeutige größere Symbole für die jeweiligen Klassen.

Fazit

Dieses Spiel bietet einen ausgereiften und ausgewogenen Mix aus Kampf und Aufbau. Wer sich durch den Anfang der Kampagnen durchgewuselt hat, erhält ein sehr gutes und abwechslungsreiches Spiel.

In der ersten halben Stunde habe ich leider keine Möglichkeit zum Speichern gefunden, was für ein wenig Frust sorgte.

Da man jedoch in bestimmten Bereichen selbst entscheiden kann, zu welchem Stamm oder Gegner man als nächstes auf der Karte läuft, probiert man einfach eine andere Strategie aus.

Für ca. 25 Euro kann man hier schon mal einen kleinen Blick riskieren, welcher dann durch die drei Klassen auch etwas länger ausfallen kann. Das Spiel hat auf jeden Fall Potential für mehr!

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MirkoSchmidt
Über MirkoSchmidt 145 Artikel
Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin. Bild wurde von Juli gezeichnet.