Farm der Tiere

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Farm der Tiere (Originaltitel: Animal Farm) ist eine dystopische Fabel von George Orwell, erschienen im Jahr 1945. (wikipedia)

Die Zeiten stehen schlecht im Lande und die Bauern fürchten, sie müssten bald verhungern.

Besonders leiden allerdings die Tiere des Bauern Jones auf der Manor Farm, denn der Bauer ist ständig betrunken, er vernachlässigt und schlägt die Tiere, darunter den Ackergaul Boxer und dessen treuen Freund, den Esel Benjamin.

Eines Nachts, als der Bauer wieder einmal in der Kneipe herumhängt, ruft der alte Zuchteber Major alle Tiere des Hofes zu einer Versammlung und entwirft ihnen die Utopie einer Gesellschaft, in der jeder frei und selbstbestimmt leben kann, denn „alle Tiere sind gleich.“

Noch während die Tiere ihn bejubeln, bricht Major zusammen und stirbt.

Am nächsten Morgen haben die Tiere nichts zu fressen. Unter der Führung des umsichtigen Schweins Schneeball wagen die Tiere den Aufstand gegen den Bauern und vertreiben ihn vom Hof.

Schneeball sorgt mit einer Reihe von Gesetzen für ein friedliches Zusammenleben und dafür, dass die Tiere den in „Animal Farm“ umbenannten Hof selbst bewirtschaften, sogar lesen und rechnen lernen. Doch dann beschert das machtgierige Schwein Napoleon dem Konkurrenten Schneeball einen unrühmlichen Tod, um selbst die Führung auf dem Hof zu übernehmen.

In kurzer Zeit brechen Napoleon und die anderen Schweine ein Gesetz der Tiere nach dem anderen, bis die Schweine wie der Bauer Jones geworden sind. Die anderen Tiere siechen in Unfreiheit und mit zu wenig Nahrung dahin.

Der Esel Benjamin sieht die heraufziehende Gefahr zwar früher und besser als die anderen, kann aber auch nicht verhindern, dass sein bester Freund Boxer nach einem schweren Unfall beim Bau einer Windmühle von den Schweinen an einen Abdecker verkauft wird.

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„Die Farm gehört nun den Tieren, das Farmhaus selbst soll jedoch nur als Museum erhalten werden, und kein Tier solle je darin wohnen. Die Farm wird in „Farm der Tiere“ umbenannt, und an die Rückwand der großen Scheune werden die Sieben Gebote des Animalismus geschrieben, nach denen alle Tiere der Farm leben sollen:

  1. Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind.
  2. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund.
  3. Kein Tier soll Kleider tragen.
  4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen.
  5. Kein Tier soll Alkohol trinken.
  6. Kein Tier soll ein anderes Tier töten.
  7. Alle Tiere sind gleich“. (wikipedia)

Fazit

Ähnlich wie sich einst der korsische General Napoleon Bonaparte (1769-1821) im Jahr 1799 durch einen Staatsstreich an die Macht brachte, lässt sich in AUFSTAND DER TIERE – ANIMAL FARM das Schwein Napoleon mit unlauteren Methoden und dem Einsatz von Gewalt zum neuen Anführer der Tiere ausrufen.

Nach und nach brechen die Schweine die Gesetze, die das friedliche Zusammenleben der Tiere garantieren sollten, im Wortlaut durch kleine sprachliche Ergänzungen, die den ursprünglichen Sinn nicht nur verändern, sondern pervertieren und in ihr Gegenteil verkehren.

Es beginnt damit, dass sich Napoleon und seine Gesinnungsgenossen, die als Schweine übrigens auch biologisch dem Menschen sehr nahe stehen, den Menschen nacheifern und es sich im Bett des Bauern Jones bequem machen, während die anderen Tiere nicht einmal genug zum Essen haben und die ganze Arbeit verrichten.

Ihre Produktivkraft, also ihre eigenen Erzeugnisse, werden über Kontakte zum Händler verkauft und kommen überwiegend den Schweinen zugute. Damit ist im Grunde genommen bereits die Grundregel verletzt, dass alle Tiere gleich sind. Zumindest die Hühner wagen es, dagegen offen zu rebellieren, doch ihr Aufstand wird mit Hilfe der Wachhunde schnell niedergeschlagen.

In einem Schauprozess werden sie als Verräter bezeichnet und nur ein Schaf und eine junge Gans halten in Unkenntnis der Konsequenz zu ihnen. Mit ihrer aller Exekution ist das nächste Gebot gebrochen und zugleich eine wichtige Hemmschwelle beseitigt, anders denkende und unliebsame Gegner nun mit „gutem Grund“ zu töten.

Vom Grunde her hat diese Geschichte ihre Bedeutung immer noch nicht verloren und ist aktueller, als man denkt.

  • Autor George Orwell
  • Verlag DAV
  • Sprecher: Otto Sander, Bernhard Minetti

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