Transport Fever 2

Bild Astragon

Seit dem er angekündigt wurde, habe ich auf den Titel Transport Fever 2 (TF2) gewartet.

Jeden Monat kamen neue Videos und kleinere Spieledetails zum Vorschein, was die Spannung mit jedem Tag steigen ließ.

Und pünktlich zum Weihnachtsfest ist es nun endlich da.

Leider ist auch hier nicht alles Gold was glänzt.

Aber dazu später … Fangen wir mit den positiven Seiten an. Die Grafik ist einfach nur Spitze und auf meinem System kam zu keiner Zeit zu Rucklern oder anderen störenden Verhalten. (I7 3,4 Ghz, 32 GB RAM, 1070 GTX) einzig die Abstürzte bei der Grafikeinstellung „ultra“ waren nervig.

Nachdem ich allerdings diese auf „Hoch“ gestellt haben konnte ich auch im Endlosspiel bei großer Karte über 100 Jahre ohne Absturz durchspielen.

Die Welt wird nur einmal geladen und dann kommen keine weiteren Ladezyklen hinzu.

Die Kampagne selbst ist als interessantes Tutorial gestaltet, welches auch gleich das aufgeräumte Interface erklärt. Hat man sich durch dieses erst einmal durchgekämpft, so findet man auch schnell seine Fahrzeuge wieder und kann diese nach den Gegebenheiten verwalten.

Einige Tutorials sind jedoch einfach nur lang, bis man bestimmt Kriterien erfüllt hat.

Bei TF2 ist es nun endlich möglich Bahnhöfe aus Personen und Frachtbahnhöfen zusammenzusetzen. Auf eine recht einfache Weise können diese Bahnhöfe ebenfalls erweitert oder umgebaut werden ohne diese abreißen zu müssen. Das Spielkonzept wurde zu großen Teilen beibehalten, wobei allerdings einige gravierende Einschränkungen vorgenommen wurden.

Die abbauenden Unternehmen (Erz, Kohle, Öl und Holz) erweitern ihre Produktion nicht mehr. Die verarbeitende Industrie hingegen schon.

Bild Astragon

Die Orte nehmen nur noch zwei Ressourcen an. Selbst wenn sie mit diesen versorgt werden, so wechseln sie ihre Wünsche nicht.

Der Ort nimmt somit Treibstoff und Brot, der andere nur Maschinen und Werkzeuge.

Stellt sich hier die Frage, warum essen die da nichts? Für meinen Geschmack haben die Macher von TF2 da an der falschen Stelle gespart und ich kann mir kaum vorstellen, dass die verringerte Komplexität des Spiels hier ihre Anhänger findet.

Von Anfang an wurde der MOD Support in TF2 mit einbezogen und ich befürchte, dass hier erst die Community ein Spiel mit Langzeitmotivation erschaffen muss.

Fazit

Zu eintönig sind die wenigen Produktionsketten, welche in diesem Spiel eingehalten werden müssen. Zu langatmig ist es Geld zu verdienen bis man endlich bauen kann, was und wie man will. Die extrem gute Grafik täuscht leider nicht über das verschlechterte Spielkonzept hinweg.

Dennoch macht es einfach Spaß funktionierende Produktionslinien zu bauen, die dann auch noch unseren Reichtum mehren.

Ich hoffe inständig, dass hier durch Patches oder MOD’s eine deutlich komplexere Wirtschaftssimulation geschaffen wird, wie es im Augenblick der Fall ist.

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Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin. Bild wurde von Juli gezeichnet.