Ricochet Robots

Bild Abacus Spiele

Alex Randolph, der bereits 2004 verstarb, war einer der größten Spielerfinder überhaupt. In seinen Spielen wie Twixt, Sagaland, Inkognito, Hol’s der Geier, Rasende Roboter, Tempo, kleine Schnecke lebt dieser geniale und weltoffene Mensch weiter.

Viele seiner Spiele haben zahlreiche Preise erhalten, trotzdem oder gerade deswegen ist er Mensch geblieben. Ein Mensch, der immer durch die Messehallen in Essen oder Nürnberg gelaufen ist und mit den Spielern, die seine Spiele gekauft haben, sich lange unterhalten hat.

Das Kuriose, dass viele Verlage, die seine Spiele verlegt haben, gar nicht mit der Produktion hinterhergekommen sind, denn sein Name allein auf der Spielverpackung hatte ausgereicht, dass die Menschen diese Spiele gekauft haben.

Vor allem hatten es ihm die Kinderspiele angetan, in die er viel, viel Zeit investierte, bevor ein Spiel veröffentlichte. Und bei vielen seiner Spiele, die zwar einfach waren, musste man sein Gehirnschmalz so richtig in Bewegung bringen, so wie bei Ricochet Robots, welches endlich wieder erschienen ist.

In Ricochet Robots ist der Steuerungscomputer ausgefallen und die Roboter rasen unkontrolliert durch die Fabrikhallen. Nun muss der Spieler geschickt die Wege planen, um so an die entsprechenden Ersatzteile zu gelangen. Aber diese ändern nur ihren Weg, wenn sie an ein Hindernis stoßen. So dass alles nicht so einfach ist.

In dieser Neuauflage sind endlich alle Pläne enthalten, die jeweils im Laufe der Zeit erschienen sind. Und das Spielfeld kann unterschiedlich kombiniert werden, da es aus vier einzelnen Teilen besteht.

Auf dem Plan sind unterschiedliche Symbole zu finden. Die jeweiligen Chips, die immer aufgedeckt werden, geben an, welches Bauteil gerade gesucht wird. Manche dieser Symbole sind zum Teil umschlossen, so dass ein Herankommen nicht so einfach ist.

Dieses Bauteil muss man in wenigen Spielzügen erreichen. Da jeder Chip eine unterschiedliche Basisfarbe hat, kann nur der Roboter in der jeweiligen Farbe das Bauteil erlangen, was die Planung doch etwas kompliziert macht, bezüglich des Gehirnschmalzes.

Die Spieler planen alle gleichzeitig den Zug und wer als erstes die Lösung gefunden hat, teilt es mit, wie viele Züge er bis zum Ziel benötigt. Die anderen haben dann noch Zeit, solange die Uhr läuft, einen kürzeren Weg zu finden. Der Roboter wird dann auf den Weg gesetzt, den man gefunden hat. Wer den kürzesten Weg hat, gewinnt den Chip. Hat ein Spieler fünf Chips gewonnen, ist dies der Sieger.

Da alle bisher veröffentlichen Pläne dabei sind, findet man auch die halbdurchlässigen Wände auf dem Plan, die den Roboter um die Ecke lenken. Auch gibt es einen neutralen Roboter, den man als Hindernis einsetzen kann, so dass der jeweilige Roboter, mit dem man spielt, umgelenkt werden kann.

Fazit

Ricochet Robots ist immer noch ein geniales Spiel und wer Spiele mag, bei denen man seinen Kopf anstrengen muss, ist hier vollkommen richtig.

Daher ist es dem Verlag zu verdanken, dass dieses Spiel eines großen Spielerfinders, Alex Randolph, nicht vergessen wird.

  • Spieleranzahl 2 bis unendlich viele
  • Spieldauer 30
  • Alter 10+
  • Autor Alex Randolph
  • Grafiker Franz Vohwinkel
  • Verlag ABACUSSPIELE

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.