INTERACTION

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Bei dem interaktiven und völlig verrückten Partyspiel treten bis zu 9 Spieler in den fünf Kategorien Wissen, Kreativität, Action, Social und Games miteinander an.

Egal ob Intelligenzbestie oder Sportskanone, egal ob alt oder jung, bei INTERACTION sind alle Sinne und Talente gefragt. Nur wer die Aufgaben am besten meistert, wird am Ende der glückliche Sieger sein.

Das Brettspiel wird dabei mit den Möglichkeiten einer intelligenten App ergänzt, die alle Spieler Schritt für Schritt in das Spiel einführt und diese dabei immer besser kennenlernt.

Das Resultat: die Spielaufgaben werden automatisch an den Spielort, die Interessen und das Alter der Spieler angepasst. Auch Informationen, zum Beispiel aus Facebook, fließen dabei ins Spiel mit ein, wie Reinhard Kern festhält: „Bei INTERACTION werden Spielinhalte und Aufgaben direkt aus dem sozialen Umfeld der Spieler generiert.

Das sorgt für eine einzigartige Spieldynamik und garantiert, dass das Spiel nie langweilig wird.“

Das Spiel als solches wurde durch Crowdfunding ins Leben gerufen.

Bevor aber das Spiel beginnen kann, müssen Sie die App herunterladen und ein Profil einrichten. Dann wird das Spielfeld zusammengesteckt und jeder erhält eine Spielfigur, die man mit Aufklebern gestalten kann.

Aber lassen sie diese weg, denn die Aufkleber halten nicht, schon nach wenigen Minuten lösen sie sich wieder und das Ganze sieht nicht besonders aus. Man kann die Holzfigur mit einem Stift bemalen, der nicht wasserlöslich ist.

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Dann werden Karten in Kategorien sortiert und innerhalb dieser jeweils gemischt. Und auch die sogenannten Nasty-Karten, die Negativ Karten werden ebenfalls bereitgelegt. Mit diesen kann der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben erhöht werden.

Die einen sehen es als Problem und die anderen ersparen sich die Anleitung zu lesen, denn diese gibt es nicht. Die App soll alles erklären, aber am Anfang wird nicht erklärt, wie man die Karten erhält. Das erschließt sich leider erst aus dem Spiel.

Das bremst das Spielvergnügen. Weiterhin sollte man Außenlautsprecher anschließen, dass alle mehr mitbekommen.

Bevor das Spiel beginnt, gibt jeder Spieler seine Daten ein und beantwortet einige Fragen, die dann wieder Einfluss auf das Spiel haben. Dann wird gewürfelt und die Figur wird gesetzt.

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Dann wird die App berührt und zwar auf dem Feld wie auf dem Spielfeld. Dann stellt die App eine Aufgabe, wie bei Gehirn

60 mal 4 plus 456

Die Lösung tippt man dazu ein, aber Vorsicht, man spielt gegen die Zeit. Es gibt auch ein „Origami“-Feld, wo man mal malen muss und die anderen sollen erraten, was es zu bedeuten hat. Aber es gibt auch Sportfelder, wo man sich aktiv bewegen muss.

Mit den Karten kann man die Aufgaben schwerer oder leichter gestalten. Oder wenn man diese sammelt, einen Bonus erhalten. Man erhält die Karte, wenn man die Aufgabe erfüllt hat. Außerdem gibt es auch Jokerkarten. Vorsicht, man darf dabei nur maximal fünf Karten besitzen.

Fazit

Die Installation der App geht problemlos. Man muss zum Schluss noch den passenden Code, der in Schachtel liegt, eingeben.

Das große Problem, Handy oder Tabletts in ein klassisches Spiel zu integrieren, hat in den letzten Jahren nie oder nur wenig funktioniert.

Die einzigen Systeme, die sich behaupten konnten, sind der Tipptoi und die Yvio. Letztere musste aber leider aufgeben, da die Entwicklungskosten sehr hoch waren. Alles andere ist bisher gescheitert.

Ärgerlich ist, dass die Aufkleber nicht auf den Figuren halten und sich lösen. Weiterhin kommt nicht so richtig kein Spaß auf, statt miteinander, schaut jeder immer wieder auf die App.

Zwar sind die Aufgaben sehr abwechslungsreich und vielseitig, aber die App ist eher eine Spaßbremse als ein Spaßerzeuger.

Wer auf Handyspiele steht, wird dieses Spiel mögen und das Spielbrett nur als Beigabe sehen. Geübte Brettspieler werden hier nicht überzeugt. Insgesamt überzeugt das Spiel nicht hundertprozentig. Nein, es ist nicht mein Spiel.

  • Spieler: 2 – 9 Personen
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 30 – 60 Minuten
  • Genre: Hybridspiel
  • Autoren Lamplmair, Manfred/ Kurzmann, Gertrude/ Kern, Reinhard
  • Verlag: rudy games GmbH
  • Jahr 2017

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.