Simon & Jan

Bild Carletto

Kennengelernt haben sich Simon Haberl und Jan Waltereit, beide vom linken Niederrhein, an einer Poolbar eines türkischen Hotels vor 15 Jahren. Wie das Schicksal so wollte, haben ihre Eltern, jeweils unabhängig voneinander, zufälligerweise zur gleichen Zeit am gleichen Ort ihren Urlaub geplant.

Seitdem haben sie einiges zusammen erlebt und immer irgendwie auch gemeinsam kreativ gearbeitet.

2014 hat Jan das Kartenspiel «Harter Tobak» entwickelt und im kleinen Rahmen online vertrieben. Die Anfrage nach dem Spiel stieg und er holte Simon ins Boot. Vier Jahre später gründeten sie den Verlag «Simon & Jan». Ihre Mission: Gesellschaftsspiele wieder cool machen.

Im November 2018 erschien ihr gemeinsames Erstlingswerk „Harter Tobak Roast – Die Mobbing Edition“ und innerhalb kürzester Zeit war die komplette Erstauflage vergriffen. 2019 folgten die Spielereihe „Erzählt euch mehr“, „Verkopft“ und ihre „Ehrlichen Meilensteinkarten“ nachgelegt.

Im gleichen Jahr an der Spiel ’19 trafen die beiden Spieleautoren auf Carletto. Vielleicht war es Liebe auf den ersten Blick, vielleicht stimmte einfach nur die Chemie, denn schon drei Monate später wurden die Spiele von Simon & Jan bei der Carletto an der Spielwarenmesse 2020 vorgestellt.

Das Partyspiel Harter Tobak Roast – Die Mobbing Edition mit seinen derben Sprüchen ist nichts für Kinder und Weicheier. Hier müssen die Spieler aus insgesamt 500 individuellen Lückentexte und -füllern ihrem Mitspieler, dem Mobbingopfer, Tränen in die Augen steigen lassen. Der Gemobbte entscheidet, welche Kartenkombination für ihn am schmerzhaftesten war und der Spieler, der diese Kombination gelegt hat, gewinnt die Runde und erhält den Lückentext als Gewinnpunkt.

Die beiden Editionen Erzählt euch mehr Klassik und Paar sind keine klassischen Spiele, sondern viel mehr Tools, um Gespräche anzuregen, die weit über Smalltalk hinausgehen. Beide Sets beinhalten jeweils 60 Karten mit inspirierenden Fragen, die zu stundenlangen Unterhaltungen einladen.

Verkopft ist ein 75 Karten umfassendes Spiel, das sich ein psychologisches Phänomen zu Nutze macht: den Stroop-Effekt. Unter Zeitdruck geht es darum entweder die Hintergrundfarbe, die Textfarbe oder die abgebildete Frucht richtig zu benennen. Nicht ganz so einfach, wenn auf einer grünen Karte das Wort «Blau» in gelber Schrift unter einer Orange abgedruckt ist.

Ab 16 Jahre

Tipp

Über den Autor

Wilfried Just

Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.