Wie meinem Kind Krieg, Krisen und Katastrophen erklären?

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Wie erklären wir dem eigenen Kind etwas, worauf wir selbst schwer Antworten finden? Gesellschaftliche Konflikte wie der Krieg in Nahost oder der seit 2022 andauernde Ukrainekrieg, aber auch weltweite Naturkatastrophen bewegen uns als Erwachsene, sind ständig Gesprächsthema und überall in den Medien präsent.

Vor allem auf den Social-Media-Plattformen finden sich Fotos und Videos, die dramatische Situationen zeigen und das unvorstellbare Leid von Menschen oder Tieren in den Mittelpunkt stellen. Auch Kinder haben Zugang zu diesen Inhalten, können die Beiträge aber kaum verstehen und emotional nur schwer verkraften. Was also tun?

Grundsätzlich ist es ratsam, die Fragen und Sorgen der Kinder ernst zu nehmen und altersgerecht zur reagieren. Wichtig ist unabhängig vom Alter immer die emotionale Unterstützung in Form von Trost, Geborgenheit und körperlicher Nähe.

Bei Kita- und Grundschulkindern empfiehlt es sich, behutsam über die Ereignisse zu sprechen, Zusammenhänge altersgerecht einzuordnen und zu vermitteln, dass zu Hause keine unmittelbare Bedrohung herrscht und wir als Eltern für ihre Sicherheit sorgen.

Bei Jugendlichen ist es möglich, konkreter über mögliche Auswirkungen für den eigenen Alltag, politische Positionen und die gezielte Inszenierung von Aussagen und Aufnahmen sowie die Funktionsweise von Algorithmen und Fake News zu sprechen.

So können Jugendliche sich bewusst gegen bestimmte Akteure oder Schlagworte in sozialen Medien entscheiden und die Melde- oder Blockierfunktionen in den einzelnen Portalen nutzen.

Eltern müssen ihre eigene Besorgnis nicht verschweigen, die natürlich besonders groß ist, wenn Verwandte in den betroffenen Regionen leben oder sie selbst einer bestimmten Religion oder Volksgruppe angehören.

Allerdings sollten sich Eltern bewusst machen, dass es Heranwachsenden Angst macht, wenn sie merken, dass diejenigen, die auf sie aufpassen sollen, selbst ratlos sind. Besser als die ungefilterte Weitergabe von Unsicherheit und Emotionen ist es, die eigenen Sorgen angepasst an das Alter des Kindes zu erklären und dabei möglichst sachlich auf Mutmaßungen sowie Verallgemeinerungen zu verzichten.

Die verunsichern Kinder unnötig.

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