Beste Hörspiel-Unterhaltung

Bild Titania Medien

Ein Hörspiel von Titania Medien ist wie eine Tüte Chips: einmal aufgemacht, kann man einfach nicht aufhören… Und das Erfolgslabel hat viele Geschmacksrichtungen im Sortiment: gepflegter Grusel (Gruselkabinett), verzwickte Fälle (Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs) oder magische Märchen (Grimms Märchen). Deshalb hier für alle Süchtigen eine Auswahl aus dem umfangreichen Sortenmix:

Die Gruselkabinett-Folge 197 Das Grauen von Dunwich ist eine gelungene akustische Adaption der Kurzgeschichte The Dunwich Horror des 1890 geborenen amerikanischen Autors Howard Phillips Lovecraft, die erstmals in der April-Ausgabe 1929 des Pulp-Magazins Weird Tales erschien. Lovecraft gilt als der bedeutendste Schriftsteller phantastischer Literatur des 20. Jahrhunderts, und der von ihm erfundene Cthulhu-Mythos, zu dem auch The Dunwich Horror zählt, beeinflusst bis heute zahlreiche Künstlerinnen und Künstler des Horrorgenres. Für die düstere Geschichte The Dunwich Horror ließ sich Lovecraft von realen Orten im ländlichen Massachusetts inspirieren, aber auch vom versunkenen englischen Küstenort Dunwich.

In der abgelegenen Ortschaft Dunwich in Massachusetts bringt Lavinia Whateley unter unheimlichen Vorzeichen ihren Sohn Wilbur zur Welt, dessen Vater unbekannt ist. Das Kind wächst im Laufe der Jahre zu gigantischer Größe heran, wirkt immer monströser und wird von den abergläubischen Dorfbewohnern gemieden.

Und auch die okkulten Rituale von Wilburs Großvater, als Hexenmeister verschrien, tragen erst recht zur Entfremdung von der dörflichen Gemeinschaft bei. Nach und nach kommt es im Umfeld des Kindes zunehmend zu mysteriösen und grauenhaften Vorfällen.

Paktieren die Whateleys tatsächlich mit unheilvollen Göttern oder gar dem Teufel selbst?

In Folge 70 der Hörspielreihe Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs: Die Dame mit dem blauen Hut von Marc Gruppe nach Arthur Conan Doyle und R. Austin Freeman ist, wie so oft bei Sherlock Holmes, nicht immer das Offensichtliche auch das Tatsächliche.

Geschenkt ist geschenkt, und wieder holen ist gestohlen: Dr. Watson wundert sich, dass Sherlock Holmes, trotz widrigster Londoner Wetterverhältnisse, unbedingt auf die Vernissage eines aufstrebenden Malers gehen möchte.

Und in der Tat sind es nicht nur die Bilder, die den Meisterdetektiv vor die Tür gelockt haben, sondern es winkt ein neuer Auftrag. Der junge Künstler bittet Holmes, ihm auf diplomatische Weise ein kompromittierendes Schmuckstück seiner Verflossenen zurückzuholen. Doch dazu kommt es nicht, denn zuvor geschieht ein schreckliches Unglück…

Fabelhaftes bietet indes die Hörspielreihe Grimms Märchen mit der Folge 20 und den drei Geschichten Die goldene Gans, Doktor Allwissend und Der Königssohn, der sich vor nichts fürchtet:

Bei solchen Verwandten braucht man keine Feinde mehr: Der jüngste von drei Söhnen, von seinen Erzeugern und Brüdern abschätzig nur „Der Dummling“ genannt, geht zum Holzhacken in den naheliegenden Wald, nachdem sich seine älteren Brüder dort mit der Axt verletzt hatten.

Er trifft auf ein altes Männlein, mit dem er, im Gegensatz zu seinen arroganten und egoistischen Brüdern, bereitwillig sein Essen und Trinken teilt. Zum Dank führt ihn das Männlein zu einem alten Baum.

„Dummling“ fällt ihn und findet in den Wurzeln eine Gans mit Federn aus purem Gold. Wie es mit dem Underdog und dem güldenen Geflügel weitergeht, erzählt die bezaubernde Geschichte Die goldene Gans.

Um Bauernschläue geht es im komischen Schwank Doktor Allwissend, in dem der arme, etwas einfältige Bauer Krebs nach dem Treffen mit einem wohlhabenden Doktor durch sprachliche Missverständnisse selbst zu „Doktor Allwissend“ wird und so, auch dank seines Namens, zu Ruhm und Reichtum gelangt. Und die Moral von der Geschicht‘: Selbstvertrauen und gesunder Menschenverstand sind oftmals wichtiger als Bildung und die blinde Verehrung von Autorität und Titel!

Zu guter Letzt berichtet das Märchen Der Königssohn, der sich vor nichts fürchtet – nomen est omen – von einem unerschrockenen Adeligen, der in die Welt zieht, um endlich einmal aufregende Abenteuer zu erleben.

Gesagt, getan: Der junge Prinz gewinnt nicht nur beim Kegeln gegen einen gewaltigen Riesen, holt für dessen Braut ein beliebtes Kernobst vom Baum des Lebens und erhält en passant einen Ring, der ihm gewaltige Kräfte verleiht, sondern zählt darüber hinaus auch bald den König der Tiere zu seinem treuen Begleiter und Beschützer. Wahre Heldentaten kommen eben aus dem Inneren und nicht aus Prahlerei.

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.