Beeindruckende Games „Made in Germany“, strahlende Gewinnerinnen und Gewinner und eine unterhaltsame Show mit vielen bekannten Gesichtern: Das war die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2026.
Im Herkulessaal der Münchner Residenz vor Hunderten Gästen aus Games-Branche, Medien, Kultur, Gesellschaft und Politik wurden heute Abend die besten Computer- und Videospiele aus Deutschland und die Teams dahinter ausgezeichnet. Zahlreiche Zuschauende verfolgten per Live-Stream die Award-Show, die von Katrin Bauerfeind und Uke Bosse moderiert wurde. Insgesamt wurden am Abend Preise in 15 Kategorien verliehen und Preisgelder in Höhe von 800.000 Euro vergeben.
Gewinner in der begehrten Hauptkategorie „Bestes Deutsches Spiel“ wurde das Detektivspiel „The Darkest Files“ von Paintbucket Games, in dem man als Staatsanwältin in der Nachkriegszeit zu NS-Verbrechen ermittelt und diese vor Gericht bringt.
Den Preis überreichte auf der Bühne Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, die für Games zuständig ist.
Der Titel überzeugte auch in der Kategorie „Bestes Serious Game“. Die beiden weiteren Nominierten in der Hauptkategorie konnten sich ebenfalls Auszeichnungen sichern: So gewann das Cozy-Game „Tiny Bookshop“ von neoludic games in der Kategorie „Nachwuchspreis Bestes Debüt“ und die Städtebau-Simulation „Anno 117: Pax Romana“ von Ubisoft Mainz erhielt den Preis für „Beste Innovation und Technologie“.
Mit Gewinnen in den Kategorien „Beste Story“ und „Bestes Grafikdesign“ konnte das Adventure-Spiel „The Berlin Apartment“ von Blue Backpack ebenfalls zwei Preise abräumen. „Studio des Jahres“ darf sich „weltenbauer. Software Entwicklung“ aus Wiesbaden nennen. Zum Spieler des Jahres wurde gemeinsam von Jury und Games-Community der Gaming-Streamer Dennsen86 gekürt, der sich mit seinen erfolgreichen Speedrun-Streams einen Namen gemacht hat.
Den „Sonderpreis der Jury“ bekam der Forschungsverbund RadiGaMe, der sich bei Themen wie Demokratiebildung und Extremismusprävention in digitalen Räumen engagiert und die Instrumentalisierung von Gaming-Plattformen durch extremistische Strömungen untersucht.
Ausrichter des Deutschen Computerspielpreises (DCP) sind die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sowie der game – Verband der deutschen Games-Branche.
„Wir gratulieren herzlich allen Preisträgerinnen und Preisträgern des Deutschen Computerspielpreises 2026 und freuen uns über einen fantastischen Abend voller hochklassiger Spiele und packender Geschichten.
Die Gewinner-Titel zeigen eindrucksvoll, wie großartig Games aus Deutschland sind. Davon wollen wir in den kommenden Jahren noch mehr sehen.
Darum gilt es jetzt, diesen Schwung gemeinsam mit der Bundesregierung zu nutzen, um unsere Studios im globalen Wettbewerb weiter zu stärken und auch auf den internationalen Bühnen ins Rampenlicht zu rücken“, so Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche.
Der Ort der Preisverleihung im kommenden Jahr steht ebenfalls bereits fest: Der Deutsche Computerspielpreis 2027 wird in der Hauptstadt Berlin verliehen. Ab kommendem Jahr findet die DCP-Verleihung wieder im festen Wechsel zwischen den Austragungsorten Berlin und München statt, wie die Ausrichter und beide Bundesländer heute bekanntgegeben haben.