Der Frühling kommt und alles wird grün. Aber nicht nur die Natur erwacht, auch am Spieletisch entstehen plötzlich prächtige Gärten! Ein eindrucksvolles Wunderwerk der vertikalen Gartenkunst nach babylonischem Vorbild mit seltenen Baumarten, exotischen Tieren und möglichst vielen farbenprächtigen Blumen soll erschaffen werden, um beim neuesten Strategiespiel des Wiener Spieleverlags Piatnik den Sieg davon zu tragen.
„Die Hängenden Gärten“ wollen gepflegt und gehegt werden! Dabei hilft es, die eigenen Gartenteams möglichst clever und punktebringend zu platzieren und die Bewässerung nicht zu vernachlässigen.
Für die Erschaffung des perfekten Hängenden Gartens, der möglichst viele königliche Ziele erfüllen soll, sind genau vier Runden Zeit. Reihum versuchen die Spielenden ihr dreiköpfiges Gartenteam jeweils möglichst clever und punktebringend am Tableau zu platzieren und mit den dadurch errungenen Karten den eigenen Garten bestmöglich zu gestalten.
Dieser besteht aus drei Ebenen, die pyramidenartig aus insgesamt 12 Karten gelegt werden, beginnend mit fünf in der untersten Reihe. Bei der Auswahl der Karten gilt es, mit Bedacht vorzugehen: Denn jedes Tier, jeder Baum und jede Blume unterliegt anderen Bewertungskriterien.
So fühlt sich beispielsweise der Löwe in der ersten Ebene am wohlsten und bringt dort die meisten Punkte ein, mehr als zwei Drachenpalmen in einer Gruppe bringen hingegen keine zusätzlichen Siegpunkte und bei den Blumen ist nur die größte Ansammlung jeder Farbe lukrativ. Zudem bringen manche Karten eine von drei verschiedenen Bonusarten ein und sorgen für den einen oder anderen Vorteil, etwa in Form einer Finanzspritze oder von Werkzeugnachschub, um wertvollere Karten der höheren Reihen am Spielplan kaufen zu können.
Damit der wunderschöne Garten nicht verwelkt, muss selbstverständlich auch für ausreichend Wasser gesorgt werden. Wer sich beim Bau der Bewässerung möglichst gut an den vorgegebenen Plan hält, wird mit üppigem Grün und zusätzlichen Punkten belohnt.
Inmitten der Gärten können sich auch Gäste des Königspaars tummeln. Werden deren Erwartungen erfüllt, beispielsweise möglichst viele gelbe Blumen oder einen Pfau im Garten zu haben, sammelt man weitere Punkte. Auch leere Karten, die weder Tiere noch Bäume oder Gäste zeigen, können hilfreich sein, wenn sie mit einer Verschönerung aufgepeppt werden.
Je nach Wertigkeit muss dafür mitunter ordentlich in die Tasche gegriffen werden. Ob sich diese Investition lohnt, hängt unter anderem von den zu erfüllenden königlichen Zielen ab, die teilweise sofortige Belohnungen und am Ende Zusatzpunkte versprechen.
Das clevere Worker-Placement-Spiel sorgt durch limitierte Plätze am Spielplan für ordentlich Interaktion und Spannung. „Die Hängenden Gärten“ bieten umfangreiches Material, das aber dennoch überschaubar bleibt und verschiedene Möglichkeiten zu punkten bringt. Worauf es ankommt, um möglichst erfolgreich zu sein, ist übersichtlich auf den einzelnen Karten abgebildet.
So behält man den Überblick und kann zugleich schnell ins Spiel einsteigen. Taktische Tiefe bei gleichzeitig niederschwelligem Einstieg und ein wunderschönes Thema sorgen für hohen Wiederspielreiz für die ganze Familie.
Das Strategiespiel (für ein bis fünf Personen ab zehn Jahren) kann mit geänderten Regeln auch als Solo-Variante gespielt werden. Und die rund 30 Minuten Spieldauer lassen auch noch genügend Zeit für einen anschließenden Frühlingsspaziergang.