Dieses Spiel ist etwas Besonderes und greift ein Thema auf, das wir als Erwachsene gerne verdrängen, den Tod. Zwischen Leben und Tod öffnet sich eine Welt, die zugleich vertraut und geheimnisvoll wirkt – ein Ort jenseits des Hundehimmels, an dem Bong-gu seine außergewöhnliche Reise beginnt.
Auf seinem Weg durch malerische Wüsten, schneebedeckte Gipfel und windige Küsten erlebt der kleine Hund ein Abenteuer, das Elemente aus Action-, Renn- und Abenteuerspielen miteinander verbindet.
Doch bei all den Herausforderungen bleibt eines entscheidend: Bong-gu ist und bleibt ein Hund – und genau das macht seine Fähigkeiten wie Schnüffeln, Bellen, Rennen und Springen so bedeutsam.

Um seinem Ziel näherzukommen und eines Tages wieder mit seinem Herrchen vereint zu sein, muss Bong-gu anderen Hunden und Menschen begegnen, ihnen helfen oder ihre Hilfe annehmen. Jede Begegnung erzählt eine eigene kleine Geschichte und zeigt, was Hunde schon immer wussten:
Gemeinsam geht vieles leichter – denn anders als Katzen sind Hunde keine Einzelgänger. Und wenn eine Beziehung besteht, ist diese unzertrennlich.
Schließlich gehören Mensch und Hund zusammen. So geht es auch unserem kleinen Helden. Am Ende seiner langen, oft schmerzhaften Reise steht für Bong-gu der Moment, der alles trägt: die Rückkehr zu seinem geliebten Herrchen.
Der Weg dorthin ist geprägt von Licht und Schatten – von spielerischer Freude, neugierigen Begegnungen und kleinen Wundern, aber auch von Einsamkeit, Angst und dem Gefühl, jemanden unendlich zu vermissen.
My Little Puppy erzählt nicht nur die Geschichte eines Hundes, der seinen Platz sucht. Es erzählt von Bindungen, die selbst über Grenzen hinweg bestehen bleiben, und von der Kraft, die uns weitergehen lässt, wenn alles schwer wird.
Fazit
Das Spiel berührt, weil es etwas anspricht, das viele kennen: die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit einem Menschen, der fehlt. Und die stille Vorbereitung auf Abschiede, die wir nicht verhindern können.
In dieser Mischung aus Schmerz und Trost liegt der besondere Zauber des Spiels. My Little Puppy möchte nicht nur unterhalten – es möchte wärmen. Und vielleicht schenkt es genau jenen ein wenig Halt, die selbst auf der Suche nach einem Licht am Ende ihres eigenen Weges sind.
Man sollte als Eltern den Kindern zusehen. Im Spiel stirbt man auch nicht. Die Mischung aus Geschichte, Grafik und Musik ist stimmig.
Es geht dabei um Loslassen und auch Erinnerungen. Alles wird dabei behutsam erzählt. Und es ist der Gedanke, dass man sich eines Tages wiedersieht. Das Spiel als solches ist etwas Besonderes und hebt sich von anderen Spielen ab.
Und der Gedanke, sich wiederzusehen, ist doch nicht abwegig.
Entwickler Krafton