Skull and Bones (Test XBox S)

Bild Ubisoft

Es ist nicht fair, das Spiel schon vor dem Erscheinen so hart zu kritisieren. Man sollte dem Entwicklerteam die Möglichkeit geben, ihr Produkt fertigzustellen und dann eine fundierte Meinung darüber zu bilden.

Es ist wichtig, die harte Arbeit und die Leidenschaft, die in die Entwicklung des Spiels gesteckt wurde, zu respektieren. Nur so können wir als Spielerinnen und Spieler wirklich beurteilen, ob das Spiel sein Potenzial erreicht hat.

Skull & Bones bietet keine Story, wie man diese von anderen Titeln gewohnt ist, sondern es ist ein Rollenspiel. In diesem Fall tauchen die Spieler in die Welt der Piraten ein und sie werden behutsam mit der Steuerung vertraut gemacht.

Was für das Spiel benötigt wird, ist Game Pass für die Xbox. So dass zusätzliche Kosten für das Spiel entstehen. Deshalb sollten unentschlossene Spieler über das Demo erst einmal das Spiel kennenlernen und sich dann erst für ein Abo entscheiden.

Gleich zu Beginn des Spiels werden die Spieler in eine Seeschlacht mit den Engländern verwickelt. Die Übermacht ist zu groß, so dass die Spielfigur dann nur noch von anderen Piraten aufgegriffen wird, bevor die Haie zuschnappen.

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Und diese sind es, die dann immer wieder das Boot angreifen, welches wir steuern dürfen. Dann sollten die einzelnen Inseln abgesucht werden, um was Brauchbares zu finden. Außerdem treffen wir auf der Insel einen ersten Offizier, der uns kleine Aufträge übergibt. Die Belohnung dafür ist eine Karte, um zur Pirateninsel zu gelangen.

Erst nach und nach führt uns das Spiel dann in den Sandboxen Modus und auch die Mehrspieloption wird erst dann freigeschaltet. Gemeinsam ist man halt stark, um gegen andere zu überstehen. Als Pirat gehört man aufs Meer, so dass Landmissionen kaum eine Rolle spielen.

Stattdessen konzentriert sich das Gameplay von „Skull & Bones“ hauptsächlich auf Seeschlachten und das Sammeln von Beute. Man muss in verschiedenen Missionen gegen feindliche Schiffe antreten, strategisch vorgehen und das eigene Schiff aufrüsten. Das Hauptaugenmerk liegt also auf dem Leben als Pirat auf hoher See, während Landmissionen eher als Abwechslung dienen.

Aber gerade die Seeschlachten haben es in sich, wo auch andere Piraten mitmischen und es Interaktionsmöglichkeiten im Spiel gibt. Neben den Rauchwolken der Kanonen spielen die Wettereffekte auch eine große Rolle, die optisch sehr gelungen sind.

Die Entwickler haben sich viel Mühe gegeben, das maritime Gefühl des 18. Jahrhunderts einzufangen und bieten den Spielern eine Vielzahl an Möglichkeiten, um ihre Schiffe zu steuern und zu verbessern. Auch das Upgradesystem und die individuellen Charakterentwicklungen sorgen für Langzeitspaß.

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Abseits des Seemannslebens bietet “Skull & Bones” auch eine offene Welt zum Erkunden, in der man auf verschiedene NPCs, Händler und andere Spieler treffen kann. Hier können Handelsgüter gekauft und verkauft oder Allianzen gebildet und aufgelöst werden.

Alles in allem bietet “Skull & Bones” ein unterhaltsames Spielerlebnis für alle Fans von Seeschlachten und Piratenabenteuern. Auch wenn es nicht realistisch ist, macht das Spiel durch seine vielfältigen Möglichkeiten und das packende Gameplay definitiv Spaß. Wer also schon immer davon geträumt hat, als Pirat die sieben Weltmeere zu erobern, sollte sich dieses Spiel definitiv genauer anschauen.

Und die Seeschlachten machen tatsächlich viel Spaß und statt Maus oder Pad hat man ein Schwert in der Hand. Trotzdem benötigt man ein gutes Händchen, dass man immer dem Beschuss ausweicht und die Schwachstellen am Gegner findet und ihn versenkt. Es dauert halt ein wenig, bevor man das richtige Augenmerk dazu hat. Im Spiel findet man auch unterschiedliche Schiffstypen.

Man muss dies beim Zusammenstellen der Flotte beachten. Kleine Schiffe sind wendig, aber auch schnell versenkt. Ist man erfolgreich, steht man bei den anderen Piratenjägern ganz oben auf der Liste. Deshalb sind gemeinsame Fraktionen wichtig, um auf der See zu überleben. Und dabei werden nicht nur Schiffe versenkt, sondern auch Ortschaften angegriffen.

Wenn man genug Erfahrungen gesammelt hat, kann man auch sein Schiff verbessern. Zum Beispiel kann man die Panzerung verstärken, um mehr Schaden einstecken zu können, oder die Geschwindigkeit erhöhen, um schneller zu entkommen oder die Feinde zu überholen. Man kann auch die Waffensysteme verbessern, um mehr Schaden zu verursachen oder neue Angriffsmöglichkeiten freizuschalten.

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Um Baupläne zu finden, kann man entweder Gegner besiegen und ihre Überreste durchsuchen, oder versteckte Schätze in der Spielwelt entdecken. Manchmal kann man auch Belohnungen für das Erfüllen von Aufgaben oder das Abschließen von Missionen erhalten.

Denken Sie daran, dass die Suche nach Bauplänen Sie nicht nur stärker macht, sondern auch die Spielmöglichkeiten erweitert. Experimentieren Sie also ruhig ein wenig und finden heraus, welche Upgrades am besten zu Ihrem Spielstil passt.

Fazit

Das Spiel bietet wenig Abwechslung und es fehlt an Tiefe in der Geschichte sowie an interessanten Charakteren. Die Missionen wirken oft repetitiv und eintönig.

Auch das Fortschrittssystem und die Anpassungsmöglichkeiten für die Schiffe könnten umfangreicher sein, um den Spielern mehr Langzeitmotivation zu bieten.

Insgesamt ist „Skull & Bones“ ein solides Spiel für Fans von Seeschlachten, aber es fehlt ihm einfach an Innovation und einem gewissen „Wow“-Faktor, um aus der Masse an aktuellen Spielen hervorzustechen. Gelegenheitsspieler sind eher hier die Zielgruppe, die behutsam mit den MMO Spielen vertraut gemacht werden.

  • Entwickler Ubisoft
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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.