Tales of Kenzera: ZAU (Test XBoxS)

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Tales of Kenzera: ZAU ist ein Metroidvania-Videospiel, das 2024 von Surgent Studios entwickelt und unter dem Label EA Originals von Electronic Arts veröffentlicht wurde.

Es erschien am 23. April 2024 für Nintendo Switch, PlayStation 5, Windows und Xbox Series X/S. Gleich am Anfang merkt man, dass dieses Spiel anders ist, als vorhergehende Spiele.

In diesem Spiel geht es darum, dass unser Held Zau mit dem Tod seines Vaters umgehen lernen muss. Kurz vor seinem Tod hat der Vater von Zau eine Geschichte aufgeschrieben, die seine Mutter ihm nun überreicht hatte. Es geht hierbei um eine Reise in das Totenreich Kenzera.

Und schnell findet sich Zau in dieser Welt wieder, schließlich will er seinen Vater wiederfinden, der ein spiritueller Heiler war, so wie er jetzt. Aber halt noch ohne Erfahrungen.

So kann er auch mit dem Gott des Todes reden. Dieser hat die Aufgabe übernommen, zwar nicht zu helfen, aber er kann ihn auf den rechten Weg führen.

Das Besondere an diesem Spiel, es ist in Englisch oder Swahili. Aber halt mit deutschen Untertiteln. Gerade die Sprache Swahili wirkt bei den Dialogen.

Und dazu wurde auch die passende Musik gewählt, welches sich stimmig zusammensetzt, und die Geschichte als solches wird sehr stimmig erzählt.

Dabei geht es um die Verarbeitung des Todes eines lieben Menschen. Die Geschichte und das Spiel sind sehr linear, aber trotzdem gibt es viel zu entdecken, mit Tunneln und versteckten Nischen.

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Die einzelnen Bereiche, wie Urwald oder Steppe, wurden dabei sehr detailreich gestaltet, so dass man wirklich das Gefühl hat, sich in den jeweiligen Bereichen zu befinden. Springen, hüpfen, klettern, das sind halt die Möglichkeiten zum Vorwärtskommen.

Dabei muss man achtgeben, schließlich können sich irgendwo Fallen befinden. Und manchmal muss man sich eben umschauen, ob nicht irgendwo ein Schlüssel liegt, um weiterzukommen. Behutsam wird während des Spiels der Schwierigkeitsgrad angezogen.

Das Kampfsystem im Spiel geht auf die afrikanische Kultur zurück, der Bantu-Mythologie. Indem er zwischen den Masken wechselt, kann Zau die Kräfte der Sonne und des Mondes vereinen und so sein volles Potenzial als mächtiger Zauberer entfalten.

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Kleine Verbesserungen in der Steuerung könnten das Spielerlebnis insgesamt verbessern und frustrierende Momente vermeiden. Ansonsten sind die Kämpfe abwechslungsreich und bieten genug Herausforderung, um den Spieler bei Laune zu halten.

Fazit

Es wäre jedoch noch spannender, wenn EA die kulturellen Aspekte noch genauer darstellen und erforschen würde. Dadurch könnte das Spiel noch authentischer und faszinierender werden.

Es wäre auch interessant, wenn verschiedene Perspektiven zum Thema Tod und Trauer innerhalb der afrikanischen Kultur dargestellt würden, um ein umfassenderes Bild zu vermitteln.

Insgesamt ist es jedoch lobenswert, dass ein so wichtiges und tabuisiertes Thema in einem Videospiel behandelt wird. Die Grafik ist schön gestaltet und die Spielmechanik ist einfach zu verstehen.

Insgesamt ist es aber ein unterhaltsames Spiel, das Spaß macht und definitiv empfohlen werden kann.

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.