Azul

Bild Pegaus

Azul kommt aus dem Portugisischen und bedeutet so viel wie Blau, denn die traditionellen Keramikfliesen Portugals heißen Azulejos.

Die Spieler sind in dem Fall klassische Fliesenleger, die geschickt auf ihren Spieletableaus die wunderschönen Mosaiken zusammensetzen, um so Punkte zu erhalten.

Das Spiel überzeugt dabei nicht nur durch die einfachen Regeln, die Spieltiefe und das wunderbare Material, nein auch durch den Spielreiz, denn egal wie oft man Azul spielt, es macht immer wieder Spaß.

Die Vorbereitung ist auch schnell erledigt. Jeder Spieler bekommt seine Wand, auf der er die Steine sammelt und einsetzt. Die Manufakturplättchen werden in der Mitte ausgelegt. Die Anzahl ist dabei abhängig von der Spieleranzahl.

Auf diesen Manufakturen werden jeweils vier Fliesen platziert, die man zuvor aus dem Stoffbeutel zieht. Dabei gibt es farblich verschiedene Sorten, die von blau bis schwarz türkis reichen.

Nun kann der Spieler sich entscheiden, welche Farbe er von welcher Manufaktur zieht, um diese bei sich abzulegen. Man muss dabei seine Reihen farbgleich sammeln, um diese dann zum Mosaik zu ziehen.

Die Reihen haben aber unterschiedlich Platz, die von einem bis fünf freien Feldern reichen. Wenn eine Reihe sortenrein ist, wird die rechte Fliese auf dem Mosaik abgelegt, die anderen Steine kommen aus dem Spiel und werden aus der Reihe entfernt.

Das weitere Besondere ist, man darf von der Manufaktur nur sortenrein nehmen, die anderen werden in die Tischmitte geschoben. Also liegen zwei rote und zwei blaue Steine dort, nimmt man sich die roten Steine, die beiden blauen werden in die Mitte geschoben.

Bild Pegasus

Im Mosaik gibt es für jede Fliese einen festen Platz. Wenn man eine Fliese im Mosaik abgelegt hat, wird geprüft, wie viele Punkte man erhält.

Die Punkte sind abhängig davon, wie viele Fliesen schon neben dieser liegen. Sobald eine horizontale Linie vollständig mit Fliesen belegt ist, endet das Spiel. Aber es gibt auch für vertikale Reihen Punkte bei der Wertung.

Fazit

Azul ist ein gelungenes Spiel, in welchem Optik und Spiel zu einem ganzen perfekten Spiel verschmelzen.

Der Titel hat auch das Zeug dazu, zum Spielklassiker zu werden. Dabei spricht der Titel nicht nur Gelegenheitsspieler sondern auch Familien und Spielerfahrene an.

Taktiker werden aber auch gut bedient. Damit sieht man, welches Potential in diesem Titel steckt.

Und daher sollte der Titel in keiner Sammlung fehlen.

  • Spieler: 2 – 4 Personen
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 30 – 45 Minuten
  • Verlage: Pegasus Spiele, Plan B Games
  • Autor: Michael Kiesling
  • Spieljahr 2017

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 4607 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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