10 Tage durch Deutschland

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Ein Amerikaner, der ein Spiel zu und über Deutschland macht, ist doch etwas seltsam. Aber es funktioniert erstaunlich sehr gut. Typisch Alan Richard Moon, besitzt das Spiel einfache Regeln.

Und am Anfang haben die Mitspieler gesagt, ist dies einfach und erst während des Verlaufs des Spiels wurde klar, 10 Tage durch Deutschland bietet zahlreiche strategische Möglichkeiten, obwohl es auf Grund des Kartenziehens doch glücksabhängig ist.

Und die Spielidee ist nicht neu, denn zuvor gab es bereits unter anderem 10 Tage durch Europa, was aber bei dem jetzigen Spiel nicht nachteilig ist.

Alan Richard Moon ist für den Spieler natürlich kein Unbekannter, denn sehr gute Spiele, wie Zug um Zug oder Elfenland, stammen aus seiner Feder.

Das Ziel des Spiels besteht darin, geschickt eine Reise durch Deutschland zu planen. Gefragt sind eine gute Orientierung im Land, vorausschauendes Denken und ein glückliches Händchen beim Austausch der Gebiete-, Bus- und Zugverbindungskarten.

Denn am Ende müssen alle in der richtigen Reihenfolge stehen.

Das Spielfeld ist in einzelne Regionen unterteilt und farblich markiert. Letzteres ist wichtig, um die Zugverbindungen zu planen. Denn mit Hilfe des Zuges kann man auch weite Strecken miteinander verbinden. Nur muss die Zugfarbe mit der Regionsfarbe, Start und Ziel, übereinstimmen.

Der Bus ist eine Art Joker, der kann überall eingesetzt werden. Nur dürfen Zug und Bus nie am Anfang oder Ende einer Reise stehen.

Der Spielablauf
Die Spielkarten werden gemischt und jeder Spieler zieht abwechselnd eine Karte. Dabei sollte man schon einmal auf dem Spielplan schauen, wo sich welche Region befindet, denn die Karten werden dann auf dem vorliegenden Reiter abgestellt. Und hier soll dann die zusammenhängende Route entstehen.

Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel, von denen drei Karten offen aufgedeckt werden.

Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht eine Karte, entweder vom offenen Stapel oder eine vom verdeckten Stapel. Dann entscheidet er sich, welche Karte auf seinem Reiter ausgetauscht werden soll und diese legt er offen, auf den offenen Stapel ab.

Entweder auf eine Karte oder wenn die dritte Karte fehlt, an dessen Stelle. So kann man schon anhand der Rektionen der Gegenspieler sehen, welche Karte diese benötigen. Und ärgern macht ja bekanntlich Spaß. Oder man setzt sein Pokergesicht auf.

Wenn man dann zum Schluss die Karten so angeordnet hat, ohne diese in der Reihenfolge zu verändern, wie es das Ziehen der Karten gebracht hat, dass man eine zusammenhängende Route besitzt, wird das Spiel beendet und geprüft, ob der Spieler eine richtige Reiseroute hat. Wenn nicht, scheidet dieser Spieler halt aus.

Wenn man ganz frech ist, gehört nicht zu den Spielregeln, muss derjenige Spieler noch drei berühmte Denkmäler benennen, die er auf seiner Reise durch diese Regionen sieht.

Fazit

10 Tage durch Deutschland klingt einfach, ist es auch, aber den Spielreiz tut dies keinen Abbruch.

Gut es ist glücksabhängig, welche Karte gerade gezogen wird, trotzdem macht dieses Spiel einfach nur Spaß. Und gerade Familien oder Gelegenheitsspieler werden mit diesem Spiel gut bedient.

  • Für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren
  • von Alan R. Moon und Aaron Weissblum
  • Ravensburger

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 5154 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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