Mercado

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Falsches Geld und wahrer Ruhm
Auf dem Markt gibt es nicht nur Obst, Gemüse oder Fleisch, nein auch Tücher, Schuhe oder einen Pokal. Warum sich nicht mal was leisten und sich die Schönheit ins Haus holen.

Aber es sind halt nicht so viele Waren da, so dass auch die anderen Bewohner um diese schönen Dinge feilschen. So wird versucht, in der Versteigerung mehr zu bieten, denn all diese Waren bringen Punkte, die zum Sieg führen. Wie auf jedem Markt kursiert auch hin und wieder Falschgeld.

Bevor es losgeht, wird das Spiel entsprechend der Anleitung aufgebaut. Das Besondere dabei sind die Geldsäcke, die jeder Spieler erhält. Dabei gibt es die Münzen in unterschiedlichen Farben. Auf den Gegenständen ist zu ersehen, welche Münzenfarbe hier abgelegt werden muss und was man bekommt.

Das können ein Joker oder gar Privilegien sein. Aber die Münzen zieht man in jeder Runde, so dass hier das Zufallsprinzip zuschlägt und man die gezogenen Münzen gut verteilt, um den Preis der Ware zu erreichen, denn die anderen bieten ja schließlich auch.

Erst dann ist der Verkauf der Ware vollzogen. Das Falschgeld ist natürlich nicht günstig, denn damit kann man nicht auf dem Markt einkaufen, diese werden dann bei uns abgelegt. Ist aber halt in dem Sinne Pech für uns, da man keine Münzen in dieser Runde setzen kann.

Es werden immer drei Münzen gezogen und man kann die Farben nicht erfüllen. Das Besondere dabei ist, dass man die Münzen immer nach dem Ziehen anlegen muss und nicht sammeln kann, um dann sofort den Kaufpreis zu tätigen. Hat man die Ware nicht erhalten, kommen die Münzen in den Sack zurück, außer das Falschgeld.

Hat man die Ware bekommen, wird das Geld auf die Personentafel gelegt. So muss man hin und wieder schauen, welche Zusatzleistung die eine oder andere Ware bringt, wenn man Glück hat, Münzen, die wieder in den Geldbeutel kommen. Unter bestimmten Umständen ist es möglich, das abgelegte Geld wiederzubekommen, um wieder Münzen vorrätig zu haben.

Das Wichtige sind aber auch die Punkte, die man erhält, wenn man eine Ware gekauft hat, schließlich will man die meisten Punkte haben, um das Spiel zu gewinnen.

So ist halt günstig, Waren zu kaufen, bei denen man Joker oder Privilegien bekommt, weil es hierüber wieder Punkte und extra Münzen gibt. Man darf dabei aber pro Runde immer nur ein Privileg einsetzen.

Und damit bekommt man ein Siegel, welches wiederum dann eingesetzt werden kann, um Münzen zu erhalten. Man sieht hierbei schon, dass es eine sehr gute Verzahnung ist und man wirklich schauen muss, was wo welchen Vorteil bringt, denn ohne Münzen sieht es halt nicht gut aus und man ist schnell aus dem Rennen.

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Aber alles ist mal zu Ende, so auch ein Markttag, denn wenn man den Spielplan einmal umrundet hat, ist das Spiel zu Ende, nur die Runde wird noch zu Ende gespielt.

Der Spielplan ist doppelt bedruckt, denn neben den Setzfeldern gibt es auch zusätzliche Symbole, die eine Aktion auslösen. Auf der anderen Seite befinden sich somit noch mehr Sonderfelder.

Fazit

Mercado hat keine komplizierten Regeln, auch wenn die Anleitung ein paar Seiten lang ist, aber das kommt nur daher, dass der Verlag einige Hinweise grafisch unterlegt hat.

Und somit kommen auch Gelegenheitsspieler schnell zurecht und können eigentlich gleich loslegen.

Gut, der Glücksfaktor, was ziehe ich an Münzen, ist vorhanden. Aber durch die Auswahl an Waren kann man immer taktisch entscheiden, wo ich welche anlege.

Die Spielmechanismen sind sehr gut durchdacht und es geht wirklich wie ein Uhrwerk eins ins andere über. Kurzum, Mercado macht Spaß, richtet sich aber eher an Familien und Gelegenheitsspieler.

  • Alter: ab 10 Jahren
  • Spieldauer: 30 Minuten
  • Anzahl der Spieler: 2 – 4
  • Verlag: Kosmos
  • Autor: Rüdiger Dorn
  • Spieljahr 2018

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Wilfried Just
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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.