DC Superhelden

Deck-Building Game

Bild Kosmos

Deckkartenspiele sind in den USA sehr beliebt und Anfang der 90er Jahre kam dann die Welle auch so langsam in Deutschland an. In aller Regel wurde das System mit Sammelkarten kombiniert.

Und für Eltern waren Magic: The Gathering und andere Titel ein Dorn im Auge, sie konnten es nicht verstehen, dass die Kinder ihr ganzes Taschengeld dafür opferten. Aber vor einigen Jahren wurde dann das System des Deckkartenspielens geadelt, indem Dominion von der Jury Spiel des Jahres ausgezeichnet wurde.

Bei den Superhelden ist erst einmal alles drin, so dass kein Elternteil aufschrecken muss, dass ihr Kind jeden Cent in Karten steckt, das ist nicht möglich.

Das Besondere an Deckspielen ist, dass man sich sein Deck individuell zusammenstellen kann. Damit kann man schnell auch seine Taktiken ändern. Damit gibt es immer wieder neue Varianten des Spiels und dies ist der Reiz des Spielsystems.

Das, was reizvoll an dem Spielsystem ist, ist das Zusammenstellen der Karten, seinem eigentlichen Deck. Hier wird auch deutlich, wär der clevere Spieler ist.

Egal ob Spider-Man, Superman oder Iron Man– Comichefte liest jedes Kind gerne und über die Jahre erschafft man sich dadurch eine individuelle Comicheft-Sammlung. Diese ist nicht nur für Kinder begehrenswert, sondern auch für viele Erwachsene.

Unter anderem ist das Bild eines leidenschaftlichen Sammlers als Comicbuch-Verkäufer in verschiedenen Serien nicht unbegründet entstanden. Denn selbst Erwachsene können sich immer wieder für die Abenteuer der unglaublichen Helden begeistern und so entsteht gepaart mit der Sammelleidenschaft aus dieser Vorliebe zu Comicheften die Jagd nach den seltensten und rarsten Comics.

Nun haben die Macher von Kosmos Marvel Comics und das Deckspiel zusammengeführt. Marvel, die mittlerweile zu Disney gehören, haben solche Figuren wie Spider Man, Captain Amerika, Thor oder Iron Man hervorgebracht. Diese Figuren bieten auch für Filmemacher ein unerschöpfliches Reservat, um neue Filme zu produzieren. Warum also nicht auch einmal ein Spiel.

Das Spiel

Zuerst sollte man sich mit der Spielanleitung beschäftigen, da diese „Neulinge“ für Deckspiele hervorragend und beispielhaft in das Spielsystem einführt. Unsere Helden treffen dabei im Spiel auf ihre alten Rivalen, wie den Joker. Das Spiel steigert sich allmählich, denn am Anfang besitzen die Helden nur bestimmte Grundfähigkeiten, mit denen man eigentlich keinen Blumentopf gewinnen kann.

Also muss man sein Deck nach und nach aufbauen.

Das Gute dabei, wenn man seine ersten fünf Karten auf der Hand hat, kann man gleich loslegen, denn die Aktionen stehen auf den Karten. So kann man aber auch mittels seiner eigenen Karten andere aus der Auslage dazukaufen, um sein Deck zu erweitern.

Die werden dann in das eigene Deck gemischt. Und da man nicht weiß, wann sie kommen, wird das ganze Spiel interessant und reizvoll, so wie bei dem Deckspiel, welches 2009 das Spiel des Jahres gewonnen hatte. In dem Fall werden vor allem Jugendliche und natürlich Comicfans gleichermaßen angesprochen sowie Freunde des Deckspiels.

Fazit

Was auffällt, ist die gelungene Gestaltung der Karten sowie die Anleitung, die auch Neulinge in die Welt der Deckspiele einführt. Die bereits Erfahrungen mit Deckspielen haben, werden sich sofort zurechtfinden, andere kommen mit diesem Spiel auf den Geschmack, da vom Schwierigkeitslevel ein breiteres Feld angesprochen wird.

In der Hinsicht kann man dieses Deckspiel durchaus wärmstens empfehlen.

Inhalt: 214 Spielkarten (36 Fausthieb-Startkarten, 16 Verwundbar-Startkarten, 114 Hauptdeck-Karten, 16 Tritt-Karten, 12 DC Comics Superschurken-Karten, 20 Schwäche-Karten), 7 großformatige Superhelden-Karten, Anleitung

  • Autoren Matt Hyra,Ben Stoll
  • Anzahl Spieler: 2-5
  • Altersgruppe: ab 8 Jahre
  • Spieldauer: ¾ Stunde
  • Verlag Kosmos
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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.