Raise – spielend Mathe auffrische

Bild Piatnik

Für alle, die zum Schulstart spielend ihre Mathekenntnisse wieder auffrischen wollen, gibt es dank dem würfeligen Kartenspiel „Raise“ von Piatnik eine erfrischende Variante, bei der man im richtigen Augenblick überbieten oder passen sollte.

Nur wer im richtigen Augenblick aufs Ganze geht, kann hier gewinnen. Gefragt sind viel Fingerspitzengefühl und der geschickte Einsatz der eigenen Karten. Die taktische Herausforderung für bis zu fünf Personen ab zehn Jahren sorgt für eine ordentliche Portion Nervenkitzel.

Treiber dieses spannenden, erfrischend anderen Spiels ist das Zusammenwirken von Karten und Würfeln. Der Spielplan dient als Übersicht und führt die Würfel- und Kartenergebnisse zusammen.

Am Ende jeder Runde lässt sich so ganz leicht ablesen, wer die Nase vorn hat und sich somit Punkte für die Schlusswertung sichern kann. Gespielt wird über mehrere Runden, wobei jede Runde aus insgesamt vier Phasen besteht. Alle spielen mit ihrem eigenen Kartendeck, das 30 Karten umfasst. Wer beginnt, deckt eine Punktekarte auf und würfelt die sieben Symbolwürfel.

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Das Würfelergebnis gilt für die gesamte restliche Runde. Die gewürfelten Herzen, Zahnräder, Diamanten und anderen Symbole werden sortiert neben die entsprechenden Stellen an den Spielplan gelegt. Damit endet die erste Phase.

Jetzt heißt es Pokerface aufsetzen und verdeckt eine der eigenen Handkarten ausspielen. Haben das alle gemacht, werden die Karten gleichzeitig umgedreht. Bei der Berechnung der erzielten Punkte kommt dem ausliegenden Würfelergebnis hohe Bedeutung zu.

Die Anzahl eines Würfelsymbols wird mit dem Wert der ausgespielten Karte multipliziert (Mathe lässt grüßen!) und der eigene Zählstein auf das entsprechende Punktefeld auf dem Spielplan gelegt.

Das Ergebnis ist aber noch nicht in Stein gemeißelt. Der eigene Punktestand kann in Phase Drei noch ordentlich aufgebessert werden, wenn es heißt: weiterspielen oder passen. Wer Ersteres wählt, muss so viele Handkarten ausspielen, dass der vorletzte Zählstein am Spielplan überholt werden kann. Es beginnt, wer am weitesten hinten liegt.

Typischer Anfängerfehler: Alle Karten ausspielen, die man hat, um die Runde zu gewinnen. Doch die Karten müssen gut eingeteilt werden, denn schließlich sollen sie für das gesamte Spiel ausreichen. Wer hingegen passt, nimmt seinen Zählstein vom Spielplan und ergänzt die Handkarten wieder auf sechs. Alle anderen dürfen beliebig oft weiterspielen, bis das Ergebnis feststeht.

Die Runde gewinnt, wer am Ende am weitesten vorne liegt. Oder wessen Zählstein am Ende übrig bleibt. Der darf sich über die ausliegende Punktekarte sowie alle in dieser Runde ausgespielten Zahlenkarten freuen. Sie zählen für die Schlusswertung.

Die neue Runde kann beginnen. Sind alle Punktekarten vergeben, endet das Spiel. Wer in Summe die meisten Siegpunkte hat, ist neuer Raise-Champion.

„Raise“ wurde mit dem Österreichischen Spielepreis 2022 – vergeben von der Spielepreiskommission der Wiener Spiele Akademie – in der Kategorie „Spiele Hit Karten“ ausgezeichnet.

Die Jury schrieb dazu: „Ein wunderbar zockiges, an die Bietphase beim Pokern erinnerndes Sammelspiel, wo Taktik, Einschätzungsvermögen und Strategie, aber auch Bluff, Intuition und Gerissenheit gefragt sind und man doch mitunter den Gefühlen nachgibt und „all-in“ geht – oder doch „den Schwanz einzieht“.

 

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 20 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.