Murano

Bild Lookout Games

Murano ist eigentlich ein Geheimtipp, welche vor den Toren von Venedig zu finden ist.

Dies ist die Insel der Glasbläser und man sollte hier unbedingt einen Abstecher machen, um diese Kunst, wie sie vor hunderten Jahren praktiziert wird, heutzutage noch erleben zu können.

Und diese Insel wurde noch nicht von den Touristen entdeckt und somit konnte sie den Charme für sich bewahren. Ob die beiden Autoren hier Urlaub gemacht haben, um sich so für das Spiel inspirieren zu können, kann ich leider nicht nachprüfen.

Aber auf alle Fälle führt die Spielgeschichte den Spieler in die Welt der Glasbläser ein. Es geht um die Herstellung von Glas und den Handel mit den entsprechenden Rohstoffen, die dazu benötigt werden.

Wenn Sie das erste Mal Murano spielen, werden Sie sehen, wie aufwendig das Spiel illustriert wurde. Auf dem Plan sind mehrere Inseln abgebildet, auf welchen die Gebäude errichtet und dann mittels Straßen verbunden werden.

Die Schiffe, die vor Ort ankern, können immer nur einzeln bewegt werden, denn es können nie zwei Schiffe auf einem Feld stehen. Und so muss man taktisch geschickt die Schiffe bewegen, um an das Richtige heranzukommen, so kann das Setzen der Schiffe schon recht teuer werden.

Die Schiffe werden dabei auf die Aktionsfelder gesteuert. Wenn kein Schiff vor einem steht, kann man bis zum nächsten freien Feld sein Schiff setzen. Das Schiff, was man selber als letztes setzt, dessen Aktion wird auch ausgelöst.

Das erste Schiff übrigens, was gesetzt wird, kostet den Spieler nichts. Man kann auch passen, was aber auch Geld kostet.

Gerade Geld besitzt man ja nicht so, wie man es braucht, und so muss man abwägen, was man macht. Am Anfang geht es mit nur fünf Münzen los.

Mit Hilfe der Aktionsfelder kann man Gebäude einkaufen und diese dann errichten. Hierzu muss man auch die entsprechenden Felder ansteuern.

Wenn man sich ein Gebäude nimmt, kann man das oberste nehmen und zahlt den einfachen Preis. Besitzt man ein Gebäude, steuert man das Aktionsfeld Bauen an.

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Man kann drei Plättchen nun verbauen. Man muss darauf achten, dass ein Gebäude immer an einer Straße liegt, denn schließlich kann man nicht irgendwo im Nirgendwo bauen.

Die Straßen bringen keine Punkte. Die Gebäude haben immer eine Zusatzfunktion, die mittels Markierung aktiviert wird. So bringen die Läden Einkommen, wenn ein Kunde vorbeischaut. Die Glashütten produzieren das Glas, was wiederum Punkte bringt.

Man zieht dazu einen Stein aus dem Beutel und kann wiederum welche verkaufen. Das Interessante sind die Sondergebäude, die keine Siegpunkte bringen, sie haben aber einige Sonderaktionen und das wiederum kann uns Vorteile bringen.

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Man sollte schauen, immer alles gekonnt ausbauen.

Das Spiel geht solange, bei zwei Sorten der Plättchen verbraucht sind. Dann erfolgt die Auswertung und wer die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Fazit

Inka und Markus Brand haben in diesem Jahr mit ihrem Spiel Exit den Preis Spiel des Jahres gewonnen. Zwar hört sich alles kompliziert an, ist es nicht, denn beide Autoren sind dafür bekannt, dass ihre Spiel verständlich sind.

Das Herzstück ist die gut geschriebene Spielanleitung, in der die wichtigen Spielzüge auch grafisch gestaltet wurden. Klemens Franz hat wiederum einmal gezeigt, dass er zu einen der besten Spiel-Illustratoren in Deutschland zählt.

Das Spiel kann man besonders denen empfehlen, die Spiele mit Tiefgang suchen.

  • Autoren: Inka und Markus Brand
  • Grafik: Klemens Franz
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • 2 bis 4 Spieler
  • Dauer 60 Minuten
  • Alter ab 10 Jahre
  • Verlag: Lookout Games
  • Vertrieb: ASS

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 6569 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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