Die Speicherstadt

Bild Pegasus

Ein Brettspiel von Stefan Feld – gestaltet von Michael Menzel und Harald Lieske.

Hamburg um 1900: Im Freihafen, dem Tor zur Welt, pulsiert der Überseehandel. Dreh- und Angelpunkt der Geschäfte: „Die Speicherstadt“, ein Lagerhauskomplex mit einem eng geknüpften Netz an Kontoren.

Als Kaufmann der Hansestadt handeln die Spieler des neuen Strategiespiels von Eggertspiele (Vertrieb Hutter Trade) um die Ladungen der eintreffenden Schiffe.

Sie kaufen und verkaufen seltene Gewürze, exotischen Kaffee oder edle Teppiche, setzen sich im Kampf um Aufträge gegen die Konkurrenz durch und füllen ihre Auftragsbücher sowie Lager.

Viele geschäftliche Entscheidungen sind zu treffen, um ein angesehener Kaufmann zu werden, der den Buddenbrooks das Wasser reichen kann.

Die Speicherstadt ist ein komplexes Brettspiel. Das umfangreiche Spielmaterial bestehend aus:

  • 1 Spielplan
  • 5 Markthallenkarten
  • 1 Metallmünze
  • 54 Handelskarten
  • 45 Warensteine
  • 25 Münzen
  • 20 Arbeitern, je 4 in 5 Spielfarben
  • 1 Beutel

mit den 5 Phasen in jeder Spielrunde:

  • Angebot
  • Nachfrage
  • Kauf
  • Verladung
  • Einkommen

erfordern größte Aufmerksamkeit hinsichtlich der Regeln.

Gespielt haben wir die Speicherstadt exakt nach den Spielregeln mit achtjährigen Kindern und mit Jugendlichen.

Der Mechanismus der Kartenvergabe ist das zentrale Element des Spiels.

Die Beschreibung besagt, dass der Mechanismus ebenso einfach wie raffiniert sei. So einfach die Regeln seien, so trickreich gestalte sich das Platzieren der eigenen Figuren. Damit verknüpft sind das Erwerben einzelner Karten und die Preisgestaltung der Ware.

Die Spieler erwerben Schiffsladungen, die sie in ihre Kontore einlagern. Dabei sollten die Kosten so gering wie möglich gehalten werden.

Zu den wertvollen Waren gehören Gewürze, Kaffee, Tee, Kautschuk, Safran und Teppiche. Plötzliche Brände könnten den Bestand gefährden. Was tun, um den Bestand zu schützen? Rechtzeitig sollte man sich um eine Feuerwehr bemühen.

Gute Geschäfte, harte Konkurrenz, Preistreibereien beleben das Spiel und schaffen sehr viel Raum für taktische Interaktion.

Wer die besten Geschäfte gemacht und die richtigen Waren für seine Auftraggeber beschafft hat, wird der Sieger sein.

Fazit

Die Speicherstadt wurde von den Jugendlichen angenommen und als ein abwechslungsreiches und herausforderndes Spielvergnügen betrachtet.

Für die Achtjährigen war das Spiel zu komplex und die Spielregeln nicht so einfach überschaubar.

Das Brettspiel „Die Speicherstadt“ von Steffan Feld ist als Familienspiel durchaus zu empfehlen.

  • Autor: Stefan Feld
  • Grafik: Michael Menzel, Harald Lieske
  • Verlag: eggertspiele oHG
  • Anzahl Spieler: 2-5
  • Altersgruppe: ab 8 Jahre
  • Spieldauer: ¾ Stunde

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 7412 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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