„Auruxxx“ – das perfekte Spiel für Familien

Bild NOW Games

„Auruxxx“ heißt die erste Veröffentlichung des neuen Spieleverlags NOW Games aus Taunusstein. Das Kartenspiel ist ab sofort im Handel erhältlich und spricht insbesondere Familien an. Die Regeln wirken vertraut, bestechen aber durch den besonderen Pfiff.

Dadurch lädt „Auruxxx“ zum sofortigen Losspielen ein und bietet durch neue taktische Regeldetails immer wieder Nervenkitzel und Überraschungen. Das Kartenspiel ist jedoch mehr als nur Spielspaß: Die beiden Autoren und Verleger Christiane Martin-Reiter und Stefan Martin möchten mit ihrer Veröffentlichung für die Auswirkungen von Mobbing sensibilisieren.

„Auruxxx“: schlanke Regeln mit Besonderheiten
„Auruxxx“ ist etwas Besonderes. Es greift bekannte Mechanismen und Abläufe auf, bietet aber ergänzend viele neue Details, die ungewohnt und frisch wirken. Das Autorenduo zeigt damit, dass auch Klassikformate mit neuer Würze modern und überraschend sein können.

„Auruxxx“ richtet sich an 2 – 6 Personen (in einer Variante bis 10 Personen) ab ca. 8 Jahre und dauert je nach Spielerzahl zwischen 15 und 45 Minuten. Aufgabe ist es, die eigenen Karten möglichst schnell loszuwerden.

Sonderkarten und „Die Goldene 12“ sorgen für immer neue Wendungen und halten die Spannungskurve bis zum Schluss hoch. Sieger ist, wer nach drei Runden die wenigsten Punkte hat. Punkte gibt es für nicht abgelegte Handkarten entsprechend ihres Wertes.

Jeder erhält zwölf Handkarten. Wer an der Reihe ist, kann entweder passen, bis zu zwei Karten nachziehen oder eine Karte ablegen. Außerdem muss der Aktive eine Karte auf den Ablagestapel abwerfen. Ist dies nicht möglich, muss er erneut nachziehen.

Beim Legen einer Karte gilt folgende Regel: Die Karte muss entweder die gleiche Farbe oder den gleichen Wert wie die zuletzt gelegte Karte zeigen. Beim Wert ist jedoch das Ausspielen auf eine um einen Punkt niedrigere oder höhere Karte erlaubt.

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Wer eine geeignete Zahl legen kann, darf sogar davon beliebig viele gleiche Werte auslegen. Passen klingt in einigen Situationen verlockend, bringt aber fünf Strafpunkte ein. Obwohl das Nachziehen Nachteile hat, kann es im richtigen Moment die gewünschte Flexibilität und neue Optionen schaffen.

Einige Aktionskarten bringen zusätzliche Hindernisse in die Partie. Mal muss jemand Karten ziehen, mal tauschen zwei Kontrahenten die Karten. Besonders attraktiv sind zwei Karten: „Happy Man“ und „Die Goldene 12“. Der „Happy Man“ ist eine Holzfigur, die mit jeder ausgespielten entsprechenden Karte den Spieler wechselt. Bei der Schlusswertung halbiert diese Figur die Punkte.

„Die Goldene 12“ ist immens wichtig für das Spielende. Nur mit dem Ausspielen dieser Karte darf ein Spieler die Partiebeenden. Wer diese dagegen beim Auszählen noch auf der Hand hat, kassiert für jede dieser Karten zwölf Punkte.

Die Sonderkarten und besonderen Regeln sorgen für einen turbulenten Verlauf. Wer eben noch wie der sichere Sieger aussah, kann plötzlich Unmengen von Karten auf der Hand halten. Nervenkitzel pur! Das macht den Reiz des einfach zu verstehenden und schnellen Kartenvergnügens aus.

Stark gegen Mobbing
„Es ist uns ein Anliegen, uns gegen Mobbing einzusetzen“, sagt Stefan Martin. „Gerade bei einem Kartenspiel mit Ärgerfaktor kommt es immer wieder zu Situationen, bei denen jemand einen anderen durch Karten zum Nachziehen verdonnert. Das darf aber nicht zum Gruppenärgern werden.

Denn Mobbing ist ein ernstes Problem.“ Christiane MartinReiter betont: „Wir kennen Personen, die unter Mobbing stark gelitten haben.

Das ganze Umfeld hatte das Thema nicht ernst genug genommen. Die Folgen für die Betroffenen waren fatal.

Mit unserem Kartenspiel möchten wir zugleich den Aufruf verbinden: Achtet aufeinander, erkennt die Zeichen und sprecht das Thema Mobbing an.“ Das gilt auch für das Spielen: Das „Ärgern“ durch passende Karten darf nicht zum Anlass werden, zum Beispiel mit begleitenden abfälligen Bemerkungen jemanden allein oder in der Gruppe bloßzustellen.

„Auruxxx“ als Start in das Verlagsleben
Mit der Veröffentlichung des von ihnen entwickelten Kartenspiels gehen Christiane Martin-Reiter und Stefan Martin einen ungewohnten Weg.

Denn geplant war eine Veröffentlichung bei einem anderen Verlag. Eine Zusage war bereits vorhanden. Kurz vor der Vertragsunterzeichnung breitete sich jedoch Sars-CoV-2 immer weiter aus.

Wegen der unklaren weltwirtschaftlichen Lage legte der Verlag die weitere Planung für „Auruxxx“ auf Eis. Da die Pandemie eine verlässliche Perspektive nicht erlaubte, nahmen die beiden das Projekt in die eigene Hand. Sie gründeten NOW Games und ließen ihr Spiel selbst produzieren.

Stefan Martin erklärt: „Wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Schritt gewagt haben. ‚Auruxxx‘ kommt hervorragend an und begeistert.“

Christiane Martin-Reiter ergänzt: „Das hat sich bereits bei den Testspielen mit unseren Kindern und Bekannten angedeutet: Dieses Kartenspiel hat das Potenzial, eine breite Spielergruppe zu überzeugen und ihnen viel Spaß zu bereiten.“ Beide fühlen sich durch die bisherige Resonanz in ihrem Vorhaben bestätigt.

Ideengeber: Spielen mit den eigenen Kindern
Die Initialzündung für die Entwicklung des Kartenspiels gaben die eigenen Kinder.

Die beiden spielten schon immer gern gemeinsam mit ihrem Nachwuchs. Dabei kamen immer wieder Klassiker wie „Uno“ und „Skipbo“ auf den Tisch.

Irgendwann ergaben sich Hausregeln und aus diesen Hausregeln entsprangen die ersten Ideen für ein eigenes Kartenspiel. „Auruxxx“ nahm mehr und mehr Gestalt an.

Die Eltern bastelten Blankokarten und kreierten neue Motive und Sonderkarten. Dabei profitierten sie von ihrer Erfahrung als Selbstständige: Sie führen gemeinsam eine Werbe- und Online-Agentur Das Resultat kam nicht nur bei den Kindern gut an.

Es gab viele positive Rückmeldungen von Freunden, Bekannten und später von Verlagen. Stefan Martin fasst zusammen: „Wir wissen, dass wir ein sehr gutes Spiel entwickelt haben. Nun möchten wir damit die vielen Spielefans begeistern. Das ist für uns das Ziel mit ‚Auruxxx‘ und unsere Aufgabe mit NOW Games.“

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Über Wilfried Just 9026 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken.