Lanzeloth

Bild Mogel Verlag

Man fragt sich immer, von was sich der Autor hat inspirieren lassen, denn der Sir Lancelot aus der Artussage schreibt sich ohne „h“.

Man könnte es mit Nichtwissen abtun oder eventuellen Urheberrechtsproblemen, die es dann geben könnte.

Oder es ist die Werbung für eine Metal Band, die unter dem Namen Lanzeloth in Südamerika unterwegs ist oder einem Wrestler, der unter dem gleichen Namen auftritt. Wer weiß das alles schon. Es geht also nicht um Metal oder Kampfsport, sondern um die gute alte Ritterzeit.

Auch unsere Knappen haben in dieser Zeit durchaus öfter mal zu tief in den Gerstensaft geschaut. Wie soll man sich da auf diesen Tunichtgut verlassen und das kurz bevor das große Ritterturnier beginnt.

Doch wo liegt dein Helm? Wo steckt deine Lanze? Und wer hat schon wieder deinen Schild geklaut? Jetzt musst du auf Zack sein! Schließlich können nur die besten Ritter das große Turnier gewinnen.

Also auf geht’s! Nur muss man bei den richtigen Rüstungsteilen zuschlagen, um das Turnier bestehen zu können.

Bevor es losgeht, zieht jeder verdeckt eine Pferdekarte. Und dann stellt man seinen Ritter mit Helm, Brustschutz, Schild, Waffe und Beinschutz verdeckt zusammen und legt diesen verdeckt vor sich ab.

Hat dies jeder getan, werden die restlichen Ausrüstungsgegenstände gemischt und als verdeckter Nachziehstapel in der Mitte abgelegt. Oben liegt verdeckt der Helm, mittig der Brustschutz und so weiter.

Es gibt zwei Aktionen, die man durchführen kann. Man zieht verdeckt eine Rüstungskarte und tauscht diese mit der verdeckt ausliegenden Rüstungskarte seines Ritters.

Zuvor schaut man sich diese an, ohne dass die anderen es sehen. Jetzt ist der Moment angebracht, wo man sein Pokergesicht aufsetzen muss, dass die anderen nicht merken, dass man das ultimative Rüstungsteil gezogen hat.

Die alte Rüstungskarte wird nun offen auf den neuen Ablagestapel abgelegt. Ab jetzt können die nachfolgenden Spieler entscheiden, ob sie die offene Karte oder die verdeckte Karte ziehen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Rüstungskarten abzuwerfen, wenn man sie gezogen hat und man führt die darauf abgebildete Aktion aus. Wobei es aber auch Karten ohne Aktion gibt, dann passiert halt nichts.

Wenn man dann einschätzt, dass der eigene Ritter ein Turnier überstehen könnte, wird das Pferd unterhalb des Ritters abgelegt.

Nun kann keiner mehr eine Aktion gegen diese Ritterkarten machen, denn es gibt im Spiel auch eine Aktionskarte, wo man Rüstungsteilkarten tauschen kann.

Das kann einen ganz schön durcheinander bringen, vor allem dann, wenn man kurz vor dem Turnier steht. Sobald das Pferd liegt, haben die anderen Spieler nur noch einen Zug frei und dann beginnt das Turnier.

Bild Mogel Verlag

Im Spiel lösen viele der Karten entsprechende Aktionen aus, wie Tauschen oder Ansehen.

Beim Turnier geht es um Punkte, denn je besser die Rüstung, umso mehr Punkte gibt es.

Fazit

Dies ist ein witziges Kartenspiel, was vor allen an der Illustration der Karten liegt und dabei nimmt sich das Spiel selber nicht ernst, schließlich gehört eine große Portion Humor zu diesem Spiel, das sehr viel Spaß macht.

Denn wo läuft mal ein Ritter mit behaarter Brust und leichten O-Beinen herum. Vom Idealbild eines Ritters ist dieser doch weit entfernt.

Die Regeln sind einfach und verständlich. Kurz um, Spaß, gute Laune, ein tolles Spiel, was nicht nur einmal auf den Tisch kommt.

  • Spieler 2 bis 6
  • Alter ab 7 Jahren
  • Dauer 20 bis 30 Minuten
  • Verlag: Mogel Verlag

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HIGHLIGHTS

Wilfried Just
Über Wilfried Just 3240 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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