Micropolis

Bild Pegasus

Lange bevor die großen Völker der Antike sich über die Erde ausbreiteten und gigantische Reiche beherrschten, hatte ein gänzlich anderes Volk bereits das Erdreich für sich erobert – das Volk der Ameisen.

In Micropolis bauen die Spieler ihren eigenen Ameisenbau und versuchen ihr Ameisenvolk so gut es geht wachsen und gedeihen zu lassen. Dazu müssen über 10 Runden Gänge gegraben, Früchte gesammelt und die tatkräftige Unterstützung von Spezialistinnen rekrutiert werden.

Nach der 10. Runde besitzt jeder Spieler einen vollständigen Ameisenstaat und erhält Punkte für die darin lebende Bevölkerung, die Gänge, die geernteten Früchte sowie die eigene Armee innerhalb und außerhalb der Baracken. (Quelle Pegasus)

Alles beginnt wie beim richtigen Haus mit dem Fundament. An dieses Nest werden die Bauplättchen herumgelegt. So entstehen die Gänge, aber auf zwei Ebenen, so dass man aufpassen muss.

Damit entsteht ein riesiges System an Wegen, die aber auch in Sackgassen enden können, denn es gibt nicht nur Wege, sondern auch Kreuzungen und eben diese Sackgassen.

Bild Pegasus

Das Wichtige, in den Gängen liegen Früchte herum und je mehr Früchte man im System hat, desto mehr Punkte bekommt man. Das ist aber noch nicht alles, auf was man achten muss.

So sind es auch die Figuren.

Wo eine Königin ist, darf natürlich keine zweite Königin sein. Wenn man eine Baracke hat, muss man diese mit den Soldatinnen füllen. Dann gibt es auch noch Wächterinnen oder auch Offiziere.

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Diese können Soldaten rauben. Aber mit den Soldaten kann man auch die Ameisen-Plättchen bezahlen. Zwar ist das erste kostenlos, aber ein weiteres muss bezahlt werden.

Fazit

Micropolis ist ein Familienspiel, aber die Kinder sollten nicht jünger als 8 Jahre sein, auch wenn die Illustration auch Jüngere anspricht, denn diese würden überfordert werden.

Das Spiel ist ein Legespiel, wo man aber planmäßig vorgehen muss, sonst hat man seinen Bau schnell verbaut.

Aber was witzig und gelungen ist, sind die Spielfiguren. Das Spiel ist relativ schnell erklärt und es spielt sich auch richtig flott. Deshalb ist es eher ein Familienspiel. Man muss also bei der Planung der Gänge aufpassen, dass sie nicht zu groß werden.

Wichtig, man muss immer darauf aufpassen, dass die Soldatinnen nicht so schnell abnehmen oder gar null werden. Insgesamt macht das Spiel viel Spaß und es ist auch verdammt spannend.

  • Spieler: 2 – 6 Personen
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: 20 – 45 Minuten
  • Verlage: Pegasus Spiele, Matagot
  • Autoren: Bruno Cathala, Charles Chevallier
  • Illustrator: Camille Chaussy
  • Erscheinungsjahr: 2018

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.