Schmuggler

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Wenn der Vater mit dem Sohne schon frühzeitig spielt, wird dieser früher oder später vom Spielvirus erfasst. Klaus Teuber zählt zu den bedeutendsten Spielentwickler. Viele seiner Ideen haben die Spielentwicklung als solches beeinflusst. Die Spiele, die von Klaus Teuber entwickelt wurden, wurden auch in der Familie getestet. Und dies hinterlässt tiefe Spuren.

Herausgekommen ist ein hochinteressantes und abwechslungsreiches Spiel.

Um Nachwuchs anzuheuern, veranstaltet der Schmuggler-Boss einen Wettbewerb. Jeder muss einen mit Schmuggelware gefüllten Sack durch eine Öffnung im Zaun bugsieren. Die Schmuggelsäcke werden von den Spielern aus intelligenter Knete geformt und das Schmuggelgut darin versteckt.

Nun werden die Säcke auf einer 3D-Bahn hinunter gerollt. Der Würfel bestimmt, durch welches Loch im Zaun der Schmuggelsack durch muss. Die Spieler, deren Säcke durch das Zaunloch passen und die die größten Säcke haben, dürfen die Mitspieler mit kleineren Säcken kontrollieren. Wer die versteckte Schmuggelware richtig rät, darf sie sich nehmen.

Bevor das Spiel beginnt, muss dieses zusammengebaut werden. Was erst einmal auffällt, ist die Knete. Eigentlich sieht sie so aus, als ob diese irgendwie ausgelaufen ist. Aber der Schein trügt. Wichtig, zum Spielende muss diese in den Zipptüten (liegen bei) oder in Schachteln (z.B. Filmdosen) verstaut werden.

Jeder Spieler erhält in seiner Farbe die passende Knete sowie den entsprechenden Sichtschirm. Dazu gibt es noch das andere Spielmaterial. Das Ziel des Spiels besteht darin, süße und/oder saure Schmuggelplättchen zu sammeln.

Somit wird das Spiel in mehreren Runden gespielt, die dann aus je drei Phasen besteht.

Geschicklichkeitstest
In dieser Phase wird gewürfelt und je nach Augenzahl wird die Boss-Figur auf der Rollbahn versetzt. Am Ende der Rollbahn befindet sich ein Zaun mit unterschiedlichen Öffnungen. Das Ziel besteht darin, in einer Knetkugel die Schmuggelware zu verstecken, aber so, dass sie durch das Zaunfeld passt.

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Die Besonderheit beim Würfeln besteht darin, dass man bei einer roten Zahl noch mal würfeln muss.

Aber zuvor wird eine Knetkugel geknetet und das Schmuggelgut wird darin versteckt. Alles erfolgt unter Zeitdruck, denn die Sanduhr läuft mit.

Passt die Kugel nicht durch, wird die Kugel in die Abstellkammer abgelegt. Kommt sie durch, geht es ab in die Bar, die sich auf dem Spielplan befindet.

Platzierung
Dies ist die zweite Phase im Spiel. Nun wird die Größe ermittelt, denn der Spieler mit der größten Kugel beginnt die Kontrollphase und hier gibt es die Gewinne vom Boss, die verteilt werden. Zum Notfall steht eine Waage im Spiel zur Verfügung.

Die Kontrolle
Nun erfolgt die Kontrolle, hierzu muss man erraten, was der Gegenspieler geschmuggelt hat. Vorsicht, neben Süßem oder Saurem kann auch eine Stinkbombe geschmuggelt werden. Wenn diese ausgepackt wird, geht diese auch los. Und so kann der Spieler, dem die Stinkbombe gehört, vom Gegenspieler ein Spielplättchen nehmen.

Fazit
Der Spieltitel ist ein witziges Bluffspiel, welches vom Gegenspieler auch etwas Geschick abverlangt. Das Witzige dabei ist natürlich die Knete.

Es bleibt nichts an den Händen oder am Spielmaterial kleben. Vor allem steht der Spaß beim Kneten im Vordergrund. Beobachten Sie einfach mal die Knete, wenn diese einige Zeit liegen geblieben ist. Sie werden sich wundern. Nur muss die Knete zum Spielende in eine Tüte verpackt werden, so dass sie nicht ausläuft.

Die Spielanleitung dagegen wurde sehr aufwendig illustriert und ist kurz und knapp gehalten.

Insgesamt, ein interessantes Familienspiel und Kinderspiel.

Sehr empfehlenswert.

  • Autoren Klaus Teuber,Benjamin Teuber
  • Kinderspiel
  • ab 8 Jahren
  • Spieler: 2 – 4
  • Verlag Kosmos

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