Die Verbotene Insel

Bild Schmidt Spiele

Die Legende besagt, dass auf dieser mysteriösen Insel vier Artefakte verborgen sind. Aber diese Insel ist dem Untergang geweiht, nach und nach holt sich das Meer das wieder zurück, was ihm einst gehörte.

Der Autor Matt Leacock hat mit dem Spiel Pandemie das erste Mal große Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn wer entwickelt schon ein Spiel, wo Viren die Hauptrolle spielen.

Aber auch hier stand schon das kooperative Spielen im Vordergrund. So hat der Autor die Idee des gemeinsamen Spielens fortgesetzt. Die Insel ist ein Spiel, welches immer wieder neu entsteht, indem Inselkarten neu gemischt und entsprechend verteilt werden.

Wem die einfache Variante nicht mehr fordernd genug ist, entscheidet sich für eine der komplizierten Inselaufbauten. Auf diesen Inselkarten sind einmal die Startfelder der einzelnen Forscher vermerkt und weiterhin befindet sich ein Artefaktsymbol auf den Inselkarten.

Ein Artefakt ist jeweils auf zwei Inselkarten vertreten. Beim ersten Mal werden sie unterspült und beim zweiten Mal direkt aus dem Spiel genommen.

Weitere wichtige Karten im Spiel sind die Artefakte. Von jedem Symbol müssen vier gleiche Karten gesammelt werden, um dann auf der jeweiligen Inselkarte mit dem entsprechenden Symbol, die Karten gegen das Artefakt einzutauschen. Das Wichtige im Spiel sind natürlich die Forscher, die jeweils auch eine Spezialfunktion besitzen, von denen aber die anderen Spieler in Kenntnis gesetzt werden müssen.

So kann der Bote, ohne auf dem gleichen Feld wie der andere Spieler zu stehen, dem Spieler eine seiner Artefaktkarten zu übergeben. Im Übrigen ist der Tausch von Artefaktkarten unterhalb der Spieler möglich, nur muss man auf dem gleichen Feld stehen. Aber jeder Spieler kann nur drei Aktionen durchführen:

  • Abenteurer bewegen
  • Inselfelder trocken legen
  • Artefaktkarten einem Mitspieler geben
  • Ein Artefakt finden

Gerade das Trockenlegen ist sehr wichtig. Sonst werden auf der einen Seite wichtige Verbindungen zu anderen Inselkarten unterbrochen und andererseits können auch Inselteile untergehen, auf denen sich wichtige Artefakte befinden. Im Übrigen ist dies auch ein Grund, wenn das Spiel als verloren gilt.

Pech und schon öfters passiert, wenn man gleich zu Beginn des Spiels eine Artefaktkarte zieht, mit dessen Hilfe die Flut gleich steigt. Hier werden die offen ausliegenden Flutkarten gemischt und das sind am Anfang schon sechs Karten und entsprechend des eingestellten Wasserpegels die Karten aufgedeckt.

Bild Schmidt Spiele
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Und anschließend müssen so viele Flutkarten gezogen werden, wie der Wasserpegel anzeigt. Damit kann gleich zu Beginn des Spiels eine Inselkarte untergehen und wenn man Pech hat, ist dies der Hubschrauberlandeplatz, auf dem man sich zum Schluss einfindet und der Spieler, der eine Hubschrauberkarte gezogen hat, spielt diese aus und alle Abenteurer sind gerettet.

Fazit

Was erst einmal auffällt, ist das hervorragende Spielmaterial. Die Spielfiguren sehen einfach nur klasse aus und auch beim Spielmaterial merkt man die Liebe zum Detail.

Nur ist das Spiel sehr glücksabhängig und wie gesagt, trotz des Glücksfaktors sind bei uns gleich zu Beginn des Spiels wichtige Inselgruppen schon in der ersten Runde verschwunden und damit war das Spiel verloren. Was gekonnt ist, dass man die Eigenschaften der Figuren geschickt ausspielen kann, so dass man versucht, so lange wie möglich die wichtigen Inselteile zu erhalten.

Trotzdem überzeugt das Spiel nicht hundertprozentig, weil es einmal zu sehr glücksabhängig ist und der Kooperationsfaktor ist zu gering, man hat eher das Gefühl, dass man überhaupt kaum Einfluss auf das Spiel hat.

Das Spiel richtet sich eher an die Spieler, die noch nie ein kooperatives Spiel gespielt haben, die anderen, die schon Spielerfahrung besitzen, werden hier klar unterfordert.

  • Spieltyp: Kooperatives Abenteuerspiel
  • Autor: Matt Leacock
  • Verlag: Schmidt Spiele
  • Anzahl: 2 – 4 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Preis: ca. 19 Euro
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler
  • Schwierigkeitsgrad: 2 (leicht spielbar)

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Über Wilfried Just 8882 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.