Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

Bild Huch

Der Kinderbuchklassiker des Sylter Autors Boy Lornsen begeisterte Familien bereits als aufwendig (von Armin Maiwald, „Die Sendung mit der Maus“) inszenierter Puppenfilm. 1972 als Miniserie in der ARD ausgestrahlt eroberte die Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Roboter nicht nur Kinderherzen im Sturm und ist bis heute unvergessen.

Der schüchterne Drittklässler Tobias Findteisen, genannt Tobbi, ist trotz seines jungen Alters ganz schön schlau: In seiner Freizeit entwirft er leidenschaftlich gern Maschinen.

Eine seiner genialen Erfindungen ist das Fliewatüüt – ein Fahrzeug, das so heißt, weil es Hubschrauber (FLIEgen), Boot (WAsser) und Auto (Tüüt) in einem ist.

Eines Tages erleidet ein kleiner außerirdischer Roboter namens ROB 344–66/IIIa, kurz Robbi, eine Bruchlandung -direkt vor Tobbis Füßen. Die beiden werden schnell Freunde. Da Robbi durch den Absturz von seinen Eltern getrennt wurde, will Tobbi ihm helfen, seine Eltern wiederzufinden.

Die Reise beginnt

Zu Spielbeginn werden drei Roboterprüfungsaufgabenkarten aufgedeckt. Je nachdem ob die Spieler schon lesen können oder noch nicht, wird die Text- oder Bildseite nach oben ausgelegt.

Auf den Karten sind Orte beschrieben oder abgebildet, die die Spieler während des Spiels finden und anfahren sollen.

Wer einen solchen Ort erreicht, bekommt zur Belohnung die Karte. Anschließend wird wieder eine neue Karte ausgelegt, so dass immer drei Aufgabenkarten ausliegen.

Wichtiges Steuerungsgerät ist das Cockpit, wovon jeder eins besitzt. Dieses besteht unter anderem aus drei Anzeigen für Luft, Wasser und Erde. Man schüttelt dies und versucht so schnell wie möglich, alle Perlen einzulochen. Je mehr Perlen eingelocht sind, umso weiter können wir die Spielfigur ziehen.

Alle Spieler schütteln dieses zu gleich, bis ein Spieler Stopp ruft. Dabei muss dieser nicht mal alle Kugeln drin haben, nein, man kann ja mal die anderen auch ärgern. Man stellt nun die Himbeersaftanzeige entsprechend der Perlenanzahl ein, ein Holzmarker markiert dann, wie viel Sprit wir haben.

Anschließend bewegen alle Spieler nacheinander ihr Fliewatüüt. Jeder darf nur Strecken benutzen, für die er auch genug Himbeersaft im Tank hat. Dabei gibt die Farbe der Strecke an, wie sich das Fliewatüüt bewegt: fliegend, schwimmend oder fahrend. Jede Strecke reduziert den Stand der entsprechenden Himbeersaftanzeige.

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Unser Ziel besteht darin, so schnell wie möglich drei Aufgaben zu erfüllen und dann hat man das Spiel gewonnen. Für die Kleineren, die noch nicht lesen können, wird die Aufgabenkarte mit dem Bildmotiv eingesetzt.

Fazit

Das Problem bei vielen Spielen, die zu einem Film herausgebracht werden, dass sie mit der „Heißen Nadel“ gestrickt werden.

In dem Fall trifft dies nicht zu, da das Spiel nichts mit dem Film zu tun hat und das Spielprinzip ausgewogen ist. Vor allem, dass auch die Kleineren mitspielen können, wurde gut gelöst. Für uns Erwachsene ist es der Nostalgie-Effekt, denn die Serie hatte damals wohl jedes Kind gesehen und war davon begeistert.

Der Titel unterhält und ist dabei sehr kurzweilig. Vor allem wurde das Setzen mittels Cockpit sehr gut gelöst.

Und wenn das nicht reicht, kann man ja die Abenteuer als Film oder als Hörspiel (Universal Music Family Entertainment/Karussell) erleben.

Verlag Hutter Trade

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Über Wilfried Just 8882 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.