Iron Danger

Bild Daedalic Entertainment

Spieler werden in eine vom Krieg gebeutelte Welt voller Magie und Maschinen versetzt, die von nordischer Mythologie, Steampunk und Tech Noir inspiriert ist und müssen die Menschheit vor der totalen Zerstörung bewahren.

Kipuna, die Protagonistin von Iron Danger, wird im Zuge der Invasion ihrer Heimat durch die Armee der Nordländer tödlich verletzt.

Ihre einzige Rettung ist eine mysteriöse Kristall-Kreatur, die ihr die Fähigkeit verleiht, die Zeit zurückzudrehen.

Kipuna kann mit ihrer neuen Kraft die vierte Dimension manipulieren und so bis zu fünf Sekunden in der Zeit zurückreisen.

Spieler können dadurch Angriffen ausweichen, die sie sonst sicher getroffen hätten, ihre Position anpassen, die besten Attacken wählen oder sich selbst heilen.

Insgesamt geht es 14 Herzschläge zurück, das im Spiel sieben Sekunden ist. Dadurch kann man seine Taktik ändern und eine andere Lösung für das Ziel suchen.

Wenn man einen Gegner gefunden hat, geht unsere Figur in eine Art Trance Zustand, damit kommt man in einem rundenbasierten Kampfmodus aus.

Das bedeutet, dass man gezielt Kommandos erteilen kann. Erst Blocken, dann der Schlag mit dem Schwert und dann ein Schritt zurück.

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Somit kann man bei Kämpfen strategisch vorgehen. Neben den Kämpfen gibt es hin und wieder die Aufgabe, Rätsel zu lösen. Die Mischung der Geschichte ist es, die den Spieler fesselt.

Schließlich haben wir auch eine besondere Heldin, die dank eines Splitters in der Brust die Zeit im Spiel manipulieren kann. Insgesamt stehen 15 Stunden Spielzeit dem Spieler zur Verfügung, mit einer durchaus linearen Story.

Schade ist, dass man das Spiel nicht manuell speichern kann.

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Das erzeugt hin und wieder Frust, auch wenn man die Zeit als Spielfigur manipulieren kann, aber es sind halt nur wenige Sekunden. Gerade bei größeren Kämpfen führt das hin und wieder zu Niederlagen. Dies ist halt ein doch sehr anspruchsvoller Titel.

Leider kann die Figur keine Erfahrungen sammeln und dadurch weiter aufsteigen. Aber dennoch gibt es in bestimmten Abschnitten Spezialfähigkeiten, die man erhält, zum Beispiel erlernt man Zaubersprüche.

Optisch ist das Spiel gut. Es erinnert zwar ein wenig an einen Comic, passt aber in diese Fantasy-Welt. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, dafür erscheint aber eine Textausgabe.

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Spielerisch muss man halt doch viel probieren, um mit der Steuerung zurechtzukommen, vor allem weil man nicht immer beide Spielfiguren im Blick hat und so gerät eine immer mal in den Hinterhalt.

Fazit

Iron Danger ist kein Spiel für Anfänger, nein, es fordert und für die Manipulierung der Zeit braucht man ein wenig Übung.

Vor allem wenn man sich daran gewöhnt hat, kann man so richtig gute Strategien entwickeln.

Kritisiert werden muss, dass man das Spiel nicht manuell speichern kann und dass der Schwierigkeitsgrad, auch in der niedrigen Stufe, recht heftig ist.

Mit der Kamerasteuerung muss man sich anfreunden und probieren, dann funktioniert es.

  • Publisher Daedalic Entertainment
  • Altersempfehlung ab 12 Jahre
Über den Autor

Wilfried Just

Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.