Federflink – Sind schon alle Vögel da?

Bild Piatnik

Wer bis jetzt weder Wuschelmeisen, Langfederfinken noch Wellenstare kannte, sollte auf jeden Fall eine Runde „Federflink“ spielen – ein neues, optisch und spielerisch ansprechendes Kinderspiel des Wiener Spieleherstellers Piatnik.

Darin werfen sich die bunten Vögel auf Drahtseilen in Pose für ein Selfie und sorgen sowohl im Spiel gegeneinander als auch in der kooperativen Variante für viel Gezwitscher und Aufregung.

Jungvögel und ausgewachsene Exemplare tummeln sich bei „Federflink“ am Boden und auf Drahtseilen. Zwischen drei Holzmasten wird ein Draht für verschiedene Schwierigkeitsgrade unterschiedlich stark gespannt. Dort oben gilt es, die Vögel so zu positionieren, dass sie einer der Abbildungen auf den Selfie-Karten entsprechen.

Um den besten Platz für eine Selfie-Pose zu ergattern, dürfen die frechen Vögel auch andere zur Seite schieben, allerdings nur mit der Vogelfigur und niemals mit den Händen. Beim Flattern zwischen den Drahtseilen braucht es etwas Glück und feinmotorisches Geschick. Bisweilen kann es allerdings passieren, dass eines der Federtiere das Gleichgewicht verliert und auf den Boden plumpst.

Als Entschädigung gibt es dann für alle anderen je ein Ei aus dem allgemeinen Vorrat. Mithilfe dieser Eier können auch mehrere Vögel pro Zug bewegt werden, um dadurch schneller zur geforderten Pose zu gelangen.

Auch wenn man nicht an der Reihe ist, lohnt es sich bei „Federflink“ immer, den Spielverlauf und die Bewegung aller Vögel mit Adleraugen zu beobachten. Denn sollte zufällig eine der eigenen Selfie-Karten zur aktuellen Anordnung passen, darf auch zwischendurch ein Bild (und damit Punkte) gemacht werden.

„Federflink“ kann in zwei Varianten gespielt werden: Im Basisspiel siegt, wer die meisten Punkte sammeln konnte. In der kooperativen Spielvariante gewinnt man gemeinsam, wenn durch die Positionierung der Vögel alle Selfie-Karten erfüllt werden.

Allzu lange wollen sich die Vögel aber nicht auf den Drahtseilen aufhalten – darum schwingen sich die gefiederten Freunde zum Ende des Spiels in beiden Varianten nochmals hoch in die Lüfte. Wer es dabei schafft, auf einem Drahtseilabschnitt alle Vögel bis auf einen zum Fliegen zu bringen, darf sich über Extrapunkte freuen.

Bei „Federflink“ des Autorenteams Juan Rodriguez und Julien Prothière kommt es sowohl auf genaue Beobachtungsgabe als auch Fingerspitzengefühl an. Durch den ins Auge stechenden, dreidimensionalen Spielaufbau, bei dem die beiden stabilen Schachtelteile zum Einsatz kommen, besticht „Federflink“ auch optisch und fördert räumliches Denken bei Kindern und Erwachsenen. Bis alle Selfies gemacht sind, brauchen zwei bis vier Vogel-Fans ab sieben Jahren rund zwanzig Minuten.

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.