Durch Spielen zu einer besonderen Persönlichkeit werden

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Am 28. Mai ist Weltspieltag. Auch in diesem Jahr wird das Deutsche Kinderhilfswerk und das Bündnis Recht auf Spielen bundesweit kostenlose Aktionen rund um das Thema Spielen anbieten, aber auch die Bedeutung des Spielens für Kinder ins Bewusstsein rufen. Spieleautor Haim Shafir erklärt, wieso Spiele so wichtig sind.

Ob beim freien Spiel mit Freunden, mit Spielzeug oder bei Karten- und Brettspielen: Dass sich Spielen nicht auf simplen Zeitvertreib reduzieren lässt, sondern die verschiedensten Menschen vereinen und die Entwicklung der Kinder fördern kann, war bereits antiken Philosophen bekannt. Mit Spielen können Wissen, Körpergefühl sowie soziale und persönliche Kompetenzen trainiert und erweitert werden.

Dass Gesellschaftsspiele Kompetenzen fördern, ohne sich dessen bewusst zu sein, lässt sich anhand des Spieleklassikers Halli Galli demonstrieren. Ursprünglich vom Erfinder Haim Shafir als Lernspiel für mathematische Verfahren wie Addieren und Subtrahieren erdacht, entwickelte es sich schnell zu dem Spiel, das man heute kennt: ein Konzentrationsspiel, bei dem man schnell reagieren muss.

Diese Spieldynamik wird auch heute noch zum Beispiel von Pädagogen, Ergotherapeuten und Logopäden genutzt: Durch die Rasanz des Spielablaufs werden die Regeln in den Köpfen der Kinder ganz ohne ermüdendes Grübeln verinnerlicht. Zugleich fördert das Spiel Fähigkeiten wie Konzentration, Ausdauer und die Hand-Auge-Koordination der Kinder.

Der Spieleerfinder Shafir fasst die Wichtigkeit des Spielens auf vier Punkte zusammen: „Mit Spielen erweitern wir unser Horizont, wir entwickeln soziale Kompetenzen und werden zu einer besonderen Persönlichkeit. Und natürlich: Durch das Spielen lernen wir, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten ohne Gewalt auszutragen.“

Zum Schluss ist aber doch wichtig, dass Spiele Spaß machen: „Ein gutes Spiel ist natürlich eins, das immer wieder gerne von vielen Menschen gespielt wird“, so Shafir. Und davon profitieren nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene.

 

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