Lübeck

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Reiner Stockhausen ist ein erfahrener Spieleautor. Weiterhin engagiert er sich in der Spielautorenzunft.

In seinem aktuellen Spiel geht es weit in den Norden nach Lübeck. Diese alte Hansestadt lag im Mittelalter strategisch günstig.

Durch den Zugang zur Ostsee hatten die Kaufleute optimale Voraussetzungen für den Handel. Lübeck war im Mittelalter eine der reichsten Städte in Deutschland. Die Stadt wurde auch als „Stadt der Sieben Türme“ bezeichnet.

Auf dem Spielplan wurden verschiedene Schifffahrtsrouten, nicht nur die Ostsee sondern auch die Nordsee und damit auch die Verbindung zu England, abgebildet.

Das Ziel besteht darin, durch das geschickte Ausspielen der Warenkarten den meisten Gewinn zu erzielen, was gleichzeitig die Siegpunkte darstellt. Auf den Warenkarten steht, wo diese ausgespielt werden können und wie viel diese wert sind.

Das Spiel besteht eigentlich aus drei Abschnitten:

  • Kartenauslage bilden
  • Kartenpäckchen wählen
  • Aktionen

Bevor Sie das erste Mal spielen, werden entsprechend der Spielteilnehmer die Auslagen schon ausgelegt. Danach bleiben immer Karten liegen und werden durch das Auslegen der Karten immer wieder neue Kombinationen gebildet.

Im Anschluss wählt als erstes der Startspieler für sich das passende Kartenpäckchen aus. Dabei müssen Sie beachten, dass Sie zum Schluss nur eine bestimmte Anzahl an Karten auf der Hand haben dürfen. Nach dieser Phase geht es in die Aktion, wo Sie sich auf die Schiffe begeben können. Diese gehören allen Spielern, Sie können Ihre Figur in das Schiff stellen, um zum nächsten Hafen zu gelangen. In aller Regel wird dabei in Lübeck gestartet.

Wichtig, Sie müssen durch das Ausspielen der Warenkarten Punkte erwirtschaften.

Eine Warenkarte kann ausgespielt werden wenn,

  • sich die Kogge mit der eigenen Figur in der Stadt befindet, die auf der Karte steht,
  • sich eine Kogge mit Figur vor der Stadt befindet.

So bekommen Sie sofort nach dem Ausspielen der Karte die entsprechenden Punkte gut geschrieben. Dabei darf jeder Spieler die passende Karte ausspielen und die entsprechenden Punkte erhalten.

Nach jeder Runde haben die Spieler die Möglichkeit, die Figuren von der Kogge zu entfernen. Das wird automatisch gemacht, wenn Sie London, Reval oder Brügge erreicht haben. Die leeren Koggen werden dann auf das dazugehörige Feld gestellt. Diese müssen dann wieder in Lübeck von vorne beginnen.

Dann können Sie durch das Ausspielen von Sonderkarten das Spiel noch etwas spannender gestalten, so können Sie Ihre Figur versetzen oder auch den Gewinn verdoppeln. Wenn es ganz hart auf hart ankommt, spielt man natürlich die Piratenkarte aus. So wird die Fahrt dieser Kogge abgebrochen und der Handel ist dann nicht mehr möglich.

Fazit

Lübeck ist zum Teil glücksabhängig, da es hier hauptsächlich auf die Karten ankommt, die man zieht. Die Spielanleitung ist sehr verständlich geschrieben und auch das Material, außer die Koggen, sind von guter Qualität.

Die Koggen bestehen aus einer weichen Pappe, die man sehr vorsichtig aus dem Stanzboden drücken muss.

Das Spiel ist relativ schnell durchgespielt.

  • Verlag: DLP Games
  • Alter: ab 8 Jahre
  • Spieler: 3 bis 5
  • Dauer: 30 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler

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Wilfried Just
Über Wilfried Just 5154 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

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