PAPPSATT

Bild Selecta

Wer füttert heute die Tiere im Zoo, weil die Tierpflegerin erkrankt ist? Schön dass ihr da seid! Schnappt euch schnell die Futtereimer und los geht’s.

Doch stopp, wisst ihr denn, wer was frisst und in welchem Stall welches Tier wohnt? So lädt Selecta zum Spiel PAPPSATT ein.

Die Vorbereitungen sind selbst beim ersten Spiel unkompliziert. Auch der Spielverlauf ist schnell erfasst, so dass meine Beiden (5 und 7) nach den ersten Spielrunden später selbst das Zepter in die Hand nahmen. Sie brauchten keinen „Spielbetreuer“ mehr.

Die Verpackung wird zum Spielaufbau benötigt. Alle Tier- und Futterkärtchen aus stabiler Pappe lassen sich aus den Ausstanzungen gut herausbrechen. Die 8 Stalltüren und die 4 Spielfiguren sowie der Würfel sind aus Holz und der Spielplan wieder aus der stabilen Pappe.

Ihn legt man in den Schachtelboden. Die 8 Tierkärtchen werden beliebig in die Ausstanzungen des Spielplans gelegt. Danach werden die Stalltüren darauf gesetzt.

Nunmehr wird die Schachtel ein paar Mal im Kreis gedreht und so hingestellt, dass jeder Spieler herankommt. Die Futterkarten (doppelseitig bedruckt) werden mit der Eimerseite nach oben gemischt.

Jeder Spieler nimmt sich 5 Kärtchen und legt sie verdeckt vor sich hin. An seine zuvor ausgesuchte Spielfigur wird eine von den Futterkärtchen für alle gut sichtbar angehängt. Jeder Spieler setzt seine Spielfigur auf den Stern seiner Farbe auf den Spielplan.

Nun kann das Spiel beginnen. Ziel ist es, als Erster alle seine Futterkärtchen an die richtigen Tiere zu füttern. Die Spielanleitung hat vorsichtshalber noch einmal alle 8 Tiere und die entsprechenden 4 verschiedenen Futterkarten aufgezeigt.

Der Würfel zeigt mit seiner Zahl (1 bis 3) an, um wie viele Felder man sich auf dem Laufweg des Spielplans fortbewegen darf. Dabei ist die Laufrichtung nicht festgeschrieben. Während eines Zuges darf die Richtung jedoch nie gewechselt werden.

Wenn man vor einer Stalltür gelandet ist, dann kann man nachschauen, welches Tier dort wohnt und evtl. füttern. Stimmt das Futterkärtchen nicht mit dem Tierkärtchen überein (gleiche Hintergrundfarbe), dann muss die Stalltür geschlossen werden.

Hat die Spielfigur kein Futterkärtchen mehr, dann kann man sich entscheiden, die Stalltür trotzdem zu öffnen oder es den anderen Spielern nicht zu zeigen. Ist man auf einem Eimer-Feld gelandet, dann bekommt die Spielfigur ein neues Futterkärtchen vom Stapel des Spielers gut sichtbar an den Arm gehängt.

Doch Achtung: Mehr als 2 Kärtchen pro Spielfigur sind nicht erlaubt.

Die Spielfigur ist auf einem Stern gelandet? Dann kann der Spieler auf ein beliebiges Feld (Eimer oder Stalltür) rücken. Grundsätzlich gilt zusätzlich, dass nur ein Spieler auf einem Feld stehen darf. Die Figur eines Spielers darf übersprungen werden, muss aber mitgezählt werden.

Meinen Kindern hat dieses Spiel viel Spaß bereitet. Durch den einfachen Spielaufbau und -ablauf können es sich Kinder gegenseitig erklären und auch ohne Erwachsene spielen.

Fazit

Das Spiel wird durch den Hersteller ab 4 Jahren empfohlen. In der Spielanleitung wird eine Spielvariante (Stalltüren geöffnet lassen) angeboten, die das Spiel bereits Kindern ab 3 Jahren ermöglichen soll.

Das strategische Denken – Richtung passend zur Augenzahl des Würfels wählen oder/und Entscheidung treffen, besser das Feld Eimer, Tier oder Stern zu nehmen, dürfte ab 3 Jahren noch nicht gegeben sein.

Falls ein größerer Altersunterschied zwischen Geschwistern oder anderen Mitspielern besteht, so können erschwerte Spielregeln für diese gelten. Bspw. wie es auch in der Spielanleitung angeboten wird, dass diese Spieler sofort nach der Fütterung ein neues Futterkärtchen erhalten oder immer nur ein Futterkärtchen an den Arm ihrer Spielfigur hängen sollen.

Ein Hinweis noch zum Schluss! Wird das Spiel mehrfach nacheinander gespielt, sollten die 8 Tierkärtchen immer verändert in den Spielplan eingelegt werden.

Meine beiden Experten ließen sich nach dem Drehen des Spielplans nicht hinter das Licht führen, sondern hatten den „Dreh“ raus und wussten noch genau, wo welche Tiere vom ersten Spiel versteckt waren.

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Schreibt und testet für das Kinderspielmagazin.