Ravensburger spendet in Zeiten von Corona für aktive Leseförderung

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Spende statt Umetikettierung: Um den erheblichen Mehraufwand einer reduzierten Mehrwertsteuer auf Kinder- und Jugendbücher zu vermeiden, geht Ravensburger einen anderen Weg. Der Verlag unterstützt mit einer Spende von rund 6.500 Büchern und 25.000 Euro die Leseförderung speziell von Kindern aus sozial benachteiligten Familien.

„Gerade Kinder aus Haushalten mit geringem Einkommen leiden unter der aktuellen, Corona-bedingten Situation. Schulen und Kindertagesstätten konnten nur eingeschränkt besucht werden, den Kindern fehlt damit auch der Zugang zu Büchern. Hier wollen wir helfen“, so Dr. Anuschka Albertz, verlegerische Geschäftsführerin der Ravensburger Verlag GmbH und verantwortlich für das Segment Kinder- und Jugendbücher sowie tiptoi®. Ravensburger hat deshalb entschieden, auf zwei Wegen zu unterstützen: eine „Soforthilfe-Maßnahme“ aus rund 6.500 Büchern an Kinder über die Tafel e.V. und eine Spende von 25.000 Euro an die Stiftung Lesen für den Aufbau eines neuen Leseförderungsprojekts in Kooperation mit den Wohlfahrtsverbänden.

Bücher für Kinder
Die rund 6.500 Bücher werden ab Mitte August bundesweit über die lokalen Läden der Tafel e.V. an Familien ausgegeben. Die Tafeln haben im Vorfeld ihren Bedarf gemeldet und erhalten Pakete aus zehn Büchern für die Altersgruppen 0 bis 3 Jahre, 3 bis 5 Jahre, 6 bis 9 Jahre und ab 10 Jahren.
„500.000 Kinder und Jugendliche nutzen die Angebote der Tafeln in Deutschland. Armut bedeutet für sie nicht nur Mangel an gesunder Ernährung, sondern auch an Teilhabe und Bildung. Die Bücher sind deshalb eine willkommene Spende“, sagt Jochen Brühl, Vorsitzender Tafel Deutschland e.V.

Leseförderungsprojekt mit Stiftung Lesen
Bei dem gemeinsamen Projekt von Ravensburger und Stiftung Lesen handelt es sich um ein Konzept, wie vermehrt Kinder in Zusammenarbeit mit Sozialpartnern für Leseförderprogramme erreicht werden können. Dieses wird die bestehenden Programme, wie etwa die Leseclubs der Stiftung, ergänzen.
Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen: „Gemeinsam mit Ravensburger wollen wir neue und innovative Wege finden, um Familien zu erreichen, in denen kaum gelesen wird.

Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden intensivieren. Ziel ist es, mittel- und längerfristig mehr Kinder dabei zu unterstützen, ihre Lesefähigkeit und ihr Leseverständnis zu verbessern. Durch die Spende von Ravensburger wird dieses Projekt möglich.“Dr. Anuschka Albertz ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dieses Projekt zum Leben zu erwecken. Denn eines ist klar: Lesen macht Kinder selbstständig – deshalb möchten wir so viele Kinder wie möglich für das Lesen begeistern.“

Die Stiftung Lesen erarbeitet innerhalb der nächsten sechs Monate das Konzept. Als erste Maßnahme wird die Stiftung Lesen Vertreter der Wohlfahrtsverbände zu einem runden Tisch einladen.

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Über Wilfried Just 9026 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken.