Hirschhornharakiri

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„Das Fest zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr nimmt legendäre Ausmaße an – und fatale für den Fellinger.

Er hat einen kompletten Filmriss, als ihn der Lechner in seiner Eigenschaft als Ordnungshüter am nächsten Tag aus dem Bett klingelt. Nicht etwa, um den Fellinger zum Frühschoppen abzuholen, sondern um ihn in Gewahrsam zu nehmen: Verdacht auf ein Tötungsdelikt.

In der Polizeiinspektion konfrontiert Lechner seinen Spezi mit der Anschuldigung, dem Rosenberger Horst, seines Zeichens Jäger, in der vergangenen Nacht in einem Waldstück ein Hirschgeweih in den Ranzen gerammt zu haben.

Ergebnis: Die Beweislast ist erdrückend. Fellinger steht vor seinem schwierigsten Fall – denn er selbst scheint der Täter zu sein!“ (Quelle Randomhouse)

Fellinger ist nicht gern gesehen in der Gastronomie, schließlich ist er Lebensmittelkontrolleur und in dem Beruf hat man halt nicht nur Freunde.

Wer die anderen Romane des eigensinnigen Bayern kennt, weiß, dass er auch schon gerne mal selber die Arbeit der Polizei übernimmt. Dies ist nun der dritte Teil der Geschichte von Fellinger. Er ist so wie man sich einen Bayern vorstellt, etwas grantig, kauzig und trotzdem liebenswert.

Eigentlich wollte Fellinger Polizist werden, das hat leider nicht funktioniert, so wurde er eben Lebensmittelkontrolleur. Und beide Berufe haben etwas gemeinsam, denn man braucht hier auch eine Spürnase und so wird aus so manchem Fall ein echter Polizeifall, den er gerne klärt.

Vor allem er sieht es als Sport an, schließlich will er den Dorfpolizisten immer einen Schritt voraus sein. Die Geschichte von Fellinger bedient in dem Fall alle Klischees aus dem Bayrischen Wald, die man sich so ausdenkt.

Aber in diesem Fall steckt er tief in der Klemme, denn Fellinger ist Tatverdächtiger. Auf der Polizeiwache angekommen, versucht er sich an den Abend vorher zu erinnern.

Nach und nach kommen die einzelnen Erinnerungen wieder, denn Fellinger war am Abend vorher dem Alkohol zugetan.

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Aber das muss schnell geschehen, denn sein Freund der Kommissar kann nicht so lange die schützende Hand über ihn halten.

Also muss der Fall geklärt werden, bevor die Kripo in der Dorfpolizeiwache erscheint. Können die beiden den Fall lösen?

Fazit

Die Krimigeschichten rund um Fellinger haben das gewisse Etwas.

Sie stecken voller Humor und Ironie, man könnte schon meinen, dass dies eine britische Geschichte ist, denn der schwarze Humor wird hier großgeschrieben.

Nebenher wird die Geschichte auch noch spannend erzählt. So braucht man sich nicht wundern, dass die Krimis aus dieser Reihe eine Vielzahl von Bewunderern hat.

  • Autor Oliver Kern
  • Gekürzte Lesung mit Michael Schwarzmaier
  • Verlag Randomhouse

Tipp

Über den Autor

Wilfried Just

Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.