Spielstudio

Bild Nintendo

Durch gemeinsames Spielen sind Familien glücklicher, enger miteinander verbunden und weniger gestresst.

Computerspiele gehören inzwischen mit zu den erfolgreichsten Produkten der angewandten Informatik, sind aber auch Gegenstand kontroverser Diskussionen. Sie sind bereits fester Bestandteil des alltäglichen Lebens; Techniken aus Spielen erobern immer neue Anwendungsbereiche.

Dabei wirken Computerspiele als weit reichende Multiplikatoren innovativer Techniken.

Kinder an die Entwicklung von Spielen heranzuführen, ist sehr sinnvoll.

In den 90er Jahren gab es bereits Software, mit deren Hilfe des Zusammensetzens von Modulen so eine Art Spielwelt entstand. Die Software des Spielstudios geht viel weiter, als nur Module zusammenzusetzen. Im Spielstudio geht es richtig in die Spielwelt hinein, bis dahin dass logische Verbindungen geschaffen werden. Vor allem haben die Entwickler bereits mit ähnlicher Software für die WiiU gesammelt.

Das Grundprinzip von Nintendo lautet, die Software soll einfach und verständlich sein. Eben halt für Kinder und diese sollten bei der Entwicklung auch noch Spaß haben.

Als zukünftiger Entwickler steht man nicht allein da, nein es gibt Hilfe, um die Tiefe und die Vielfalt der Möglichkeiten zu verstehen, die diese Software bietet. Hier stehen uns Bob und Alice zur Verfügung. Es sind Punkte, etwas hibbelig, aber hilfreich. Bob führt durch das Tutorial und Alice notiert sich alles und stellt uns dann alles zur Verfügung, so dass man später nachlesen kann.

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Wichtig dabei ist, dass man nicht einfach drauflos leben kann, nein, erst muss der Entwickler durch die Einführung durch, was in dem Fall auch sinnvoll, denn so lernt man die zahlreichen Möglichkeiten der Software kennen.

Hier spielen dann die Knotixe eine wichtige Rolle. Die Knotixe sind für das verantwortlich, was die Spielfigur einmal machen soll, wie zum Beispiel Hüpfen, wenn man auf die Taste B drückt. Diese Anwendung muss halt mit Hilfe der Knotixe verbunden werden. Für das Hüpfen sind so zum Beispiel drei Knotixe verantwortlich, eine für die seitliche Bewegung, eine für die Figur selbst und einen Knotixe für das Hüpfen.

Dieses muss nun sinnvoll verbunden werden. Hier ist es noch überschaubar, aber je tiefer man rein geht in die Software, umso mehr Knotixe werden verbunden. Ob die Verbindungen sinnvoll und zielführend sind, kann man ständig überprüfen. Hier kommt der Punkt, wo man sieht, dass Profis hier mit Papier und Stift arbeiten und sich alles skizzieren, bevor es an die direkte Programmierung geht.

Das macht deutlich, dass die Spielentwicklung doch nicht so einfach ist. Und dass Entwicklung schon für einen guten Titel ein bis zwei Jahre benötigen, um ein Spiel auf den Markt zu bringen.

Das lernen die jungen Entwickler hier kennen. Was einfache Dinge sind, wie Laufen, Springen oder was zu zerschlagen, benötigt eine doch gewisse Anzahl an Knotixe. Vor allem wenn man dazu ein Punktsystem einpflegen will. Dazu haben die Entwickler eine ausführliche Einführung beigefügt, die dann schrittweise im Schwierigkeitsgrad steigt.

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Während der Tutorials selbst kann man keine Fehler machen, außer die, welche das Programm selbst eingebaut hat, um eine bestimmte Funktion und ihre Wichtigkeit zu verdeutlichen. Ein beliebtes und effektives Mittel, damit das Gelernte auch wirklich im Hirn hängen bleibt. Ob das auch geklappt hat, wird nach Beendigung des Tutorials in den sogenannten Kontrollpunkten abgefragt. Hier bekommt man kleine Spielefetzen serviert, die allerdings Fehler beinhalten.

Diese müssen nun mit dem gerade Gelernten repariert werden. Stumpfes Durchklicken hilft also nicht, wenn man das Spielestudio verstehen und richtig anwenden will. Wichtig ist, dass man nicht gleich gigantische Projekte umsetzt, sondern kleine Projekte umsetzt, denn sonst wird man wenig Erfolg haben. Wenn man Erfahrung gesammelt hat, kann man sich an Jump – n – Run oder Rennspiele wagen.

Das Spiel besitzt aber keinen Editor, um wirklich seine eigenen Modelle zu entwerfen. Man kann nur die Dinge nutzen, die sich in der Bibliothek befinden. Aber bei einem erfolgreichen Verkauf dieser Software wäre es denkbar, dass die Entwickler dies noch nachschieben werden. Aber man muss sich hierbei vor Augen halten, dass dies eine Software für Kinder ist und nicht für Profis.

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Auch der Austausch der entwickelten Programme ist nicht so möglich. Hier kann man hoffen, dass hier ein Forum entsteht, so dass man sich von anderen inspirieren lassen kann.

Die Steuerung ist insgesamt sehr einfach, am besten mit dem Finger auf der Oberfläche der Switch. Clever ist, dass man auch hier eine Maus anschließen kann.

Fazit

Das Spielstudio ist eine gelungene Software. Alles ist gut durchdacht und funktioniert ohne Probleme. Die Kinder sollten im Schnitt 10 Jahre sein, um diese Software zu verstehen und vor allem anwenden zu können.

Kinder lernen hier, dass Spiele auf Logik beruhen.

Das, was sie hier lernen, können sie auch jederzeit in der Schule verwenden.

Infokasten

Der lange Weg zum Spielentwickler

Jetzt hat man das Interesse erzeugt, aber wie geht es weiter, um halt als Spielentwickler zu arbeiten.

Nach wie vor sind Praktika die beste Methode für die berühmten Quereinsteiger. Aber inzwischen gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Wer sich entschließt zu studieren, dem stehen zahllose Unis und Fachhochschulen mit sehr unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verfügung. Wir können beim besten Willen hier nicht alle erwähnen (und kennen wahrscheinlich auch gar nicht alle). Zukünftigen Animatoren möchten wir die Hochschule für Film- und Fernsehen in Potsdam ans Herz legen, einen ebenso guten Ruf hat die German Film School, die vor allem 3D Animation anbietet.

Für Grafiker bieten sich eigentlich alle Kunsthochschulen an. Erkundigen Sie sich aber, ob die Hochschulen Computergrafik, besonders 3D anbieten. Ebenso kann man an vielen Hochschulstandorten in allen Varianten studieren.

Wir wissen aber nur von zwei Unis in Deutschland, die Computervisualistik anbieten, was eigentlich schade ist: Uni Magdeburg und Uni Koblenz. Die Medieninformatik ist natürlich ein Studiengang, der oft auch Games zum Gegenstand hat. Besonders empfohlen wurde uns für dieses Studium die “Medieninformatik an der Hochschule Harz”.

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Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kommen wir selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrungen zurückblicken.