Lost in Random

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Lost in Random ist ein besonderes Spiel, welches vom ersten Moment etwas düster wirkt und in einer Art Märchenwelt angesiedelt ist. Ein junges Mädchen zieht mit einem Würfel hinaus, um ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Das Action-Adventure kommt mit einer grandiosen Grafik daher.

Dabei muss man sagen, dass der Titel doch erst ab 12 Jahren zu empfehlen ist.

In dieser Märchenwelt wird das Schicksal durch einen Würfel, sprich den Zufall bestimmt. Die Kinder Even und Odd leben mit ihrer Familie in den Teil, wo halt die Glücklosen leben. Aber die Königin Random führt zu ihrem Geburtstag ein Ritual durch, wo die 12-jährigen Kinder ihr Schicksal erfahren, welches wie gesagt durch den Würfel bestimmt wird.

Hier wird entschieden, wo die jeweiligen Kinder leben dürfen und was aus ihnen wird.

Evens Schwester ereilt das Schicksal und sie darf mit der Königin nach Sechstopia reisen. Bedingung, ihre Familie und Schwester darf sie nie mehr sehen. Aber ist Sechstopia wirklich lohnenswert? Schließlich ist die Königin nicht nur grausam, sondern auch hinterhältig.

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Im Traum sieht Even, was ihre Schwester erwartet und so begibt sich Even auf eine Reise durch alle sechs Bezirke des Königreiches. Auf dieser Reise trifft sie auf eigenartige Wesen und so mancher Kampf muss ausgefochten werden. Aber die Reise beginnt erst ohne Würfel, diesen erhält sie im Tal der Würfel. Hier wurden alle Würfel entsorgt, nur die Königin behält sich das Recht vor, einen Würfel zu besitzen. In diesem Tal trifft Even auf Dicey, den wahrscheinlich letzten Würfel neben der Königin.

Mit Hilfe von Dicey kann sich unsere Heldin auch gegen die Gegner im Kampf stellen. Durch ihn erlangt sie zahlreiche Fähigkeiten, die immer angepasst werden. Hier kommen die Karten ins Spiel, die man im Reich von Random findet, aus diesen kann der Spieler sich ein Deck erstellen, wo man zum Beispiel Waffen oder bestimmte Aktionen herbeirufen kann.

Die wiederum zum Vorteil sind, um einen jeweiligen Kampf zu überstehen, denn auch die Gegner verbessern im Lauf des Spiels ihre Fähigkeiten.

Wenn Gegner besiegt wurden, muss man die Kristalle einsammeln, aus denen der Würfel seine Energie ziehen kann. Und Even kann dadurch mehr Karten ausspielen. Das Ausspielen von Karten kostet aber wiederum Aktionspunkte. So werden die Kämpfe im Laufe des Spiels komplexer.

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Diese Art von Kämpfen ist anspruchsvoll und anders, das macht auch wiederum das Spiel so lohnend. Aber das Kampfsystem ist nicht auf eine bestimmte Zeit ausgelegt, denn man hat Zeit, die Karten auszuspielen, vor allem in welcher Reihenfolge diese erfolgen soll.

Das Spiel wird in diesem Moment eingefroren. Der Würfel ist auch noch beschädigt und hat am Anfang nur die Möglichkeit eine Eins und eine Zwei zu würfeln. So muss man im Lauf der Reise dafür sorgen, dass man neue Würfelaugen findet. Je mehr Würfelaugen man besitzt, um so höherwertigere Karten kann der Spieler ausspielen.

Wichtig ist auch, dass man Even die Fähigkeit vermittelt, einem Kampf auszuweichen, um nicht so viel Lebensenergie zu verlieren. Schließlich benötigt man diese Fähigkeiten, wenn die ersten Bosskämpfe auf unsere Heldin warten. Ansonsten geht es darum, dass Even durch die einzelnen Bezirke des Landes zieht, Geld oder auch Buchseiten sammelt.

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Fazit

Random ist ein besonderes Spiel, welches geschickt Bewährtes mit Neuem im Bereich der Spieltechnik mischt. Grafisch, auch wenn es düster gehalten wurde, hervorragend gestaltet. Von seiner Art und Weise etwas Neues. Und alles erinnert an die Figuren von Tim Burton. Die Figuren sind skurril, aber das macht das Spiel zu etwas Besonderem. Das Spiel hat leider nur einen deutschen Bildschirmtext und eine englische Sprachausgabe.

Das ist auch das einzige Manko in diesem Spiel. Wegen der Düsterheit des Spiels sollte man auch die USK-Einstufung von 12 Jahren beachten. Das hat in diesem Sinne nichts mit den Kämpfen zu tun, denn es fließt nirgends irgendwie Blut und es ist nicht brutal. Random ist ein Spiel, welches wie im Fluge vergeht.

Der Titel wurde auf der Nintendo Switch getestet.

Publisher EA

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