Eine wie sie fehlt in dieser Zeit: Erinnerungen an Astrid Lindgren

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Ihre Bücher hatte ich geliebt, nur war es in der ehemaligen DDR schwierig, diese zu bekommen. Schmuggeln hat geholfen, dank meiner Oma konnte ich sie lesen.

Das Besondere an ihren Geschichten war, dass man sich selbst in den Geschichten sehen konnte, egal ob Kalle oder Michel, man gehörte beim Lesen dazu. Bernhard Hubner (www.alliteratus.com) hat dies in einem Satz formuliert: „Eine wie sie fehlt wirklich in dieser Zeit.

Aber schön, dass es sie wenigstens gab. Und schön, dass uns das durch dieses Buch wieder einmal klar wird.“ Die Autorin Katrin Hörnlein hat viel Zeit investiert, um Freunde, Weggefährten oder Familienmitglieder zu finden, die etwas über den Menschen Astrid Lindgren berichten, denn schließlich sollte dieses Buch keine Autobiografie werden, sondern uns einen Einblick in die Seele von Astrid Lindgren geben.

Die Menschen, die sie getroffen hat, haben ihr gezeigt, was für ein liebevoller Mensch sie war. Kinder und Tiere waren ihr ein und alles. Schließlich hat sie gemeinsam mit einer Tierärztin für die artgerechte Haltung von Tieren gekämpft.

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Dabei hat sie auch schon einmal dem Ministerpräsidenten klar ihre Meinung gesagt. Die Menschen, die die Autorin getroffen hat, hatten ihr zahlreiche Bilder von Astrid Lindgren gezeigt und dabei kamen so viele Anekdoten zutage, die auch auf unsere heutige Zeit zutreffen.

Man kann sich gar nicht vorstellen, dass sie schon 20 Jahre tot ist. Aber sie lebt in ihren Geschichten weiter und unsere Enkel werden diese Geschichten auch ihren Kindern erzählen.

Fazit

Katrin Hörnlein hat es geschafft, den Leser in die Welt der Astrit Lindgren eintauchen zu lassen. Man hat das Gefühl, auf der Bank dabei zu sein, als ihre Tochter über ihre Mutter erzählt.

Das Buch ist etwas ganz Außergewöhnliches, was man mit Worten nicht fassen kann. Und tatsächlich, so ein Mensch, wie sie es war, fehlt einfach heutzutage, die sich einmischt und auch mal die klaren Worte findet.

Neben den kleinen Geschichten sind es die ganz persönlichen Bilder, die dieses Buch abrunden. Es wird halt wieder mal Zeit, Ronja oder Michel als Buch aus dem Regal zu nehmen.

Zur Autorin https://www.kinderspielmagazin.de/2023/03/09/interview-mit-katrin-hoernlein/

  • Oetinger Verlag
  • Autorin Katrin Hörnlein
  • Erschienen 2023
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