Professor Pünschge

Bild Zoch

Professor Pünschge ist so, wie man sich einen Professor vorstellt, zerstreut und nebenbei bringt er alles durcheinander.

Nur die Spieler haben das Nachsehen, Sie müssen mit dem sprichwörtlichen Chaos zurechtkommen. Stellen Sie sich mal vor, Sie kochen Kaffee aus Ziegenmist. Klar, dass man nicht mehr nach Hause kommt.

Mit dem „Ziegendope“ macht er sich auf den Weg nach Hause. Um sich nicht gänzlich zu verlaufen, hat sich unser Professor aber ein System ausgedacht, mit dem er todsicher zu Hause ankommt. Er orientiert sich dabei an bestimmten Merkmalen, die sich auf seinem Weg befinden. Allerdings weiß nur er, welche Merkmale es diesmal sind.

Das Spiel
Diese verrückte Geschichte hat sich Klaus Zoch ausgedacht. Auf dem bunten Spielplan ist der Weg des verrückten Professors aufgezeichnet. In den Wolken, Sternen und Sonnen werden Sie Stiere, Ziegen oder Drachen erkennen.

Die Spielfigur sieht im wahrsten Sinne wie ein durchgeknallter Professor aus. Sie sollten auch der Spielempfehlung der Spielanleitung folgen und zwar sollten Sie erst die einfachen Karten spielen und nicht gegeneinander sondern miteinander spielen.

Die Spielanleitung ist sehr verständlich geschrieben, vor allem wurden die verschiedenen Varianten farblich markiert.

In unserem Testbericht werden wir hauptsächlich auf diese Einstiegsvariante eingehen. Pünschge wird auf das Startfeld gestellt. Die Rolle des Professors wird von einem Spieler übernommen. Die blauen Spielkarten werden in die Spielbox gestellt.

Jede Spielkarte hat drei Aufgabenstellungen.

Die Makierungssteine und Kristalle werden griffbereit neben das Spielfeld gelegt.

Der Professor nimmt sich die erste Aufgabenkarte. Im Ziel werden Kristalle (zwischen 4 und 11) abgelegt. Jedes Mal, wenn die Gegenspieler die Aufgabe nicht lösen, wird ein Kristall von Pünschge entnommen. Wenn kein Kristall mehr vorrätig ist, muss er den Hinweis auf der Karte vorlegen.

Die Aufgabe wird nur bei der kooperativen Spielvariante vorgelesen. Er markiert aber die ersten beiden Felder, auf denen er entlang gegangen ist. Nun können sich die Spieler entscheiden, welchen Weg Pünschge gehen soll. Dabei sind die Lösungen sehr vielfältig.

Sie müssen durch logische Schlüsse den Weg finden. Als Hinweis dienen die ersten beiden Felder, die der Professor markiert hat. Nun kann der Spieler in Abstimmung mit den anderen den Weg suchen und vermuten Sie den nächsten Haltepunkt von Pünschge, setzen Sie die Spielfigur auf dieses Feld.

Nun muss der Professor das Feld markieren, wenn es richtig ist mit einem weißen und wenn es falsch ist mit einen schwarzen Spielstein. Nebenbei muss er ein komisches Geräusch machen. Das muss aber nicht sein. Liegen Sie daneben, ist der nächste Spieler dran.

Dabei kann ein Feld schon mal richtig aber trotzdem falsch sein, weil es noch nicht dran war, sprich die Reihenfolge wurde nicht eingehalten.

Das Spiel fordert schon ganz schön. Auf den Gewinner warten wertvolle Kristalle.

Weiterhin kann in einer anderen Spielvariante der Professor auch wetten und wer die Wette gewinnt, kann noch mal zusätzlich einkassieren.

Fazit

Das Spiel richtet sich an „Hobbydenker“. Gerade die kommunikative Spielvariante, dass alle Spieler an einer Lösung arbeiten, ist gelungen.

Wobei man am Anfang ganz schön um die sprichwörtliche Ecke denken muss. Kinder unter 12 Jahren werden hier wirklich überfordert, wobei 11-jährige mit den einfachen Karten auch klar kommen können.

Trotzdem hat uns das Spiel nicht 100% überzeugt, es macht Spaß und es fordert, aber da ist etwas, was man nicht erklären kann.

Für den Beginn eines Spieleabends ist es trotzdem gut geeignet.

  • Verlag: Zoch
  • Autor: Klaus Zoch
  • Spieler: 2 bis 8 Spiele
  • Alter: ab 12 Jahre
  • Dauer: 30 bis 45 Minuten
  • Spieleinteilung: Denkspiel
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer)
Wilfried Just
Über Wilfried Just 2533 Artikel
Das Magazin wurde im Mai 2016 gestartet, trotzdem kann ich selber auf fast 15 Jahre Spielerfahrung zurückblicken. Das Bild wurde von Juli gezeichnet.

1 Kommentar zu Professor Pünschge

  1. Dieses Spiel kupfert ungeniert bei Robert Abbotts genialem „Eleusis“ ab, und vermurkst so ziemlich alles, was am Original genial ist.

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